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Vermieter hat Schloss gewechselt und alle Waren verkauft. Mietrückstand war 300 EUR !


13.01.2006 19:12 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich habe im August 2004 einen Büroraum für 150 EUR monatliche Miete mit optional bei Bedarf zusätzlicher nutzbarer Lagerfläche in vorhandenen Lagerhallen, die nach cm 3 abgerechnet werden als Untermieter bei einem Herrn S. in Wiesbaden-Erbenheim gemietet.
In dem Büro und Lager hatte ich Ware (professionelle Elektronik) für den Veranstaltungsbereich wie Endstufen, Limiter, Lautsprechersysteme teilweise schon von Kunden bezahlt Gegenstände, Mobilar, neuer Fernseher, KFZ Brief, neue Ledercouchgarnitur für ca. 3000 EUR, Prototypen von Geräten von unserem Lieferant aus China, im Lager zusätzlich Ware für ca. 2500 EUR.

Hauptmieter ist ein Herr S. und heute noch. Herr S. hat dann wiederum das Gelände und Räumlichkeiten seiner GMBH vermietet.
Die GMBH hat dann mit mir einen Untermietvertrag mit mir gemacht wo Herr S. bei Vertragsabschluss grinsend scherzhaft sagte in dem Vertrag steht nur dass sie keine Rechte haben.
Soweit so gut, die Miete habe ich bis November monatlich Bar bezahlt. Dezember 2004 und Janauar 2005 konnte ich nicht bezahlen wegen schwerer Krankheit und habe Ende Januar dann ALG II beantragt. Als ich Ende Januar/Anfang Februar 2005 kurz vorbeischauen wollte war das Schloss ausgewechselt, so dass ich keinerlei Zutritt mehr hatte.

Ich schickte Mitte März 2005 einen Bekannten vorbei, der wiederum kriegte keinen Zutritt trotz Generalvollmacht, von den Subunternehmern des Hauptmieters, weil der Hauptmieter - mein Vermieter eine Firma in Polen hat um O-Ton: in Deutschalnd Steuern zu sparen und nur mehrere Tage im Monat meistens am Wochenende nach Deutschland kommt. Mein Bekannter sollte erst 400 EUR zahlen und mich mitbringen was aus gesundheitlichen Gründen nicht ging.

Anfang August 2005 war ich gesundheitlich wieder etwas ok, ein Anruf brachte nichts ausser der Hinweis die 400 EUR sind nicht bezahlt worden, es wurde alles verkauft, der angebliche "Spermuell" hätte gerademal den Aussenstand von 300 EUR gebracht, wertvolle Ware sowie Fernseher, neue Ledercouchgarnitur etc. wären niemals vorhanden gewesen.

Da Herr S. nebenbei im Karnevalsbereich tätig ist, hatte er so die Möglickeit praktisch kostenlos zu sehr gutem Veranstaltungs - Equipment und Zubehör durch mich zu kommen.

Da ich jetzt eine neue Firma aufgebaut habe, gesundheitlich und psychisch wieder fit bin, seit September 2005 kein ALG II mehr beziehe möchte ich Strafanzeige stellen, welche Möglichkeiten habe ich ?

Der Mietvertrag für diese Räumlichkeiten sowie ein KFZ Brief eines alten Autos dass wir heute noch haben waren auch in dem Büro.

Gegen was kann ich Strafanzeige stellen ?

Ich möchte nicht auf meine teilweise persönlichen Sachen verzichten und bin nicht bereit den Verlust vollkommen hinzunehmen.

Zivilrechtlich habe ich gegen den Hauptmieter keinerlei Möglichkeiten, selbst wenn ich einen Prozess gewinnen würde wäre nichts zu holen, da die Firma nur aus einem Mantel mit einer leeren Hülle besteht, die so aufgebaut ist dass im Falle eine Falles jeder leer ausgeht. Es ist nicht die erste Firma die auf diese Weise von ihm geschlossen wurde, dies hatte er im Beisein von mir auch gegenüber anderen Mietern und seinen polnischen Subunternehmern zu der Zeit öfters behauptet.

Ich habe bis heute nichts von meinen ehemaligen Sachen wiedergesehen, es gab für dieses Mietverhältnis bis heute keine Kündigung, keinen Brief, oder sonst irgendetwas vom Hauptmieter bzw. dessen GMBH für mein ehemaliges Untermietverhältnis. Ordentlich gemeldet bin ich selbstverständlich auch gewesen.

Muss man nicht als Vermieter Gegenstände ein Jahr aufbewahren ?

Zeugen wie z.B. ehemalige Kunden die das Vorhandensein meines Eigentums und der Einrichtung Mobiliar, Ware, Prototypen von Geräten von unserem Lieferant aus China, bestätigen können wären kein Problem.

Eine Strafanzeige ist die einzige Möglichkeit, ich weiss auch dass er schon einigen Ärger wegen Konkursbetrug etc. hatte.

Mir würde es schon reichen nur einen Teil wiederzukriegen aber es ist ja angeblich nur Spermuell dagewesen.

Was kann ich jetzt tun, wie kann ich Strafanzeige stellen wenn möglich ?



13.01.2006 | 19:35

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Das Mietverhältnis wurde laut Ihrer Schilderung nicht gekündigt. Somit hatten Sie nach wie vor das Recht, Zugang zu verlangen. Selbst wenn eine außerordentliche Kündigung rechtmäßig gewesen wäre, hätte Ihr Vermieter nicht ohne gerichtliches Urteil einfach räumen dürfen und Ihre Sachen verkaufen dürfen.

2.Wenn er die Sachen verkauft hat, haben Sie Anspruch auf Schadensersatz. Der Vermieter hat zwar ein so genanntes „Vermieterpfandrecht“, womit er berechtigt ist, bei Mietschulden zu verhindern, dass die in das Mietobjekt eingebrachten Sachen weggeschafft werden. Jedoch berechtigt ihn das nicht zum Verkauf der Sachen! Nach Ihrer Schilderung ist zwar die Aussicht auf Zahlung nicht gerade gut, dennoch sollten Sie einen Anwalt vor Ort mit sämtlichen Unterlagen (Mietvertrag, Zeugen für das Inventar etc) aufsuchen, damit zumindest die Erfolgsaussichten einer Klage geprüft werden können.

3.Strafrechtlich können Sie Anzeige wegen Unterschlagen bzw Diebstahl stellen. Die Anzeige müssen entweder bei der Polizei stellen oder bei der Staatsanwaltschaft/Amtsgericht in dem Bezirk des Mietobjekts stellen. Die Einrichtung stand in Ihrem Eigentum (was Sie aber beweisen müssten). Darüber dürfen nur Sie verfügen. Damit die Anzeige Erfolg hat, müssen Sie mit Zeugen oder Fotos oder anderen Beweisen belegen können, daß die Sachen in dem Mietobjekt waren.

4.Die Situation ist wahrlich nicht einfach. Natürlich können Sie die Anzeige ohne Anwalt stellen. Um aber die Erfolgschancen zu erhöhen, sollten Sie sich wirklich beraten lassen. Eine Erstberatung beträgt max. Euro 190,00. Dann können aber, wenn Sie alle relevanten Unterlagen mitbringen, die weiteren konkreten Schritte genau geprüft werden.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiter geholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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