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Vermieter geht mit falschen angaben zurm Rechtsanwalt und klagt

| 26.11.2009 20:41 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Hallo
Ich habe vor ca. 7 Jahren eine halle zum Unterstellen gemietet .
Mietpreis waren 160€ Bezahlung der Miete leider meist in die hand ohne Quittung .Der Vermieter war für mehrere Monate öfters im Jahr im Ausland.Ich bin immer sofort wenn er da war zu ihn hin und zahlte die offenen Mieten. Er meinte er brauche das geld nicht und ich solle bezahlen wann ich möchte.Oft nach 5-6 Monaten wenn er da war und ich bezahlen wollte ,schaute er mich erstaunt an und meinte immer ,wie ich möchte muss aber nicht jetzt sein da er das geld ja eh nicht brauche. Letztes jahr sagte ich, ich würde die halle räumen ,da mir die 160€ zuviel sind.Er meinte kein problem mach 150€ Habe ich gemacht. Das ging eine Zeit gut,bis er eine frau fand. Auch seine mutter meinte auf einmal vor der halle ca. 40 qm darf nichts mehr stehen bleiben obwohl im Mietvertrag steht ,das die Einfahrt mitgemietet ist. Er ruft mich an und meinte er habe probleme mit Steuerberater ob ich die halle räumen könne . Ich sagte ja aber nicht sofort. Im November habe ich die halle geräumt ohne kündigung .Dann mit der Zeit kam heraus ,das er eine garage für seine neue frau brauchte .Erst Probleme mit Steuerberater dann so.und er sagt er will sofort sein geld,Was ja immer mehrere Monate waren wie immer und von im ja vorgeschlagen und akzeptiert.Ich sagte gleich kann ich alles nicht zahlen. Er meinte er bekomme seit letztes jahr 2008 August bis November mieten.Richtig ist aber seit 08 november.Ich habe zwar 2009 auch bezahlt aber wie all die jahre auch sind immer mehrere Mieten zusammen gekommen.Er war ja nie da.Teils habe ich das geld seinen Vater ausgehändigt. Ich habe ihn dann auch auf die nicht benutzung der Einfahrt angeredet und er sagte war nicht im Mietvertrag .Steht aber doch geschrieben !.Letzte Woche ruft er an und meinte er gehe zum Anwalt.Hat er heute auch gemacht und fordert nun doch die 160€ obwohl er 150€ gesagt hat .Bei auszug meinte er ich solle pauschal 1800€ bezahlen und jetzt fordert er 2500€. Gelten mündliche abmachungen nicht? Er hat mich 2008 gebeten zu bleiben und geht nun zum Anwalt . Wie soll ich mich verhalten?
Wie ist das mit den quittungen? Mieten wurden die ganzen jahre ohne quittung auf die hand bezahlt . Mein Sohn kann auch bezeugen ,das er 1800€ wollte. Muss ich das so hinnehmen? Oder kann ich seinen anwalt die vereinbarten 1800€ zahlen ? Er möchte laut anwalt mit kosten 2700€ Ich bin am 28 .november raus und er wollte das ich noch die wände male. Am 05.oktober habe ich die schlüssel übergeben.Sein Anwalt will da auch noch für kpl. Oktober das geld. Kann der mann so einfach zum Anwalt und lügen erzählen und ich muss Zahlen? Er geht nach einen Monat zum Anwalt ohne mir überhaubt eine Mahnung zu schicken.Obwohl er dazu weis das er das geld bekommt.
Vieleicht hat jemand eine Antwort.Danke

Bavar2007

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Grundsätzlich gelten auch mündlich getroffene Vereinbarungen. Darüber hinaus ist unstreitig, dass Sie an den Vermieter noch eine Zahlung aus dem beendeten Mietverhältnis leisten müssen.

Wenn sich Ihr Vermieter allerdings eines Anspruchs in Höhe von insgesamt EUR 2.700,00 berühmt, obliegt ihm für diese Behauptung die Darlegungs- und Beweislast.

Nach Ihrem Vortrag schulden Sie Ihrem Vermieter noch eine Zahlung in Höhe von EUR 1.800,00.
Ihnen steht hierfür ein Zeuge, namentlich Ihr Sohn, zur Verfügung, der bestätigen kann, dass der Vermieter mit einer Gesamtzahlung von EUR 1.800,00 einverstanden gewesen ist.

Vor diesem Hintergrund streitet die Beweislage für Ihre Position, so dass ich Ihnen empfehle, sich durch einen Kollegen vertreten zu lassen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


Nachfrage vom Fragesteller 26.11.2009 | 23:18

Hallo Vielen Danke für ihre Antwort. Nachfrage. Für die ganzen jahre habe ich die Miete meist so bar ohne quittung bezahlt . Eine Kündigung habe ich nie erhalten . Einen Beleg seiner frau habe ich wo steht das alles sauber übergeben und die schlüsseln erhalten wurden. Keine mahnung nichts. Das ich den Betrag bezahle war besprochen .Ist es dann rechtens ohne mahnung so einfach zum Rechtsanwalt zu gehen. Das würde heißen ich kann nichts tun und der Vermieter kann nun beträge vordern wie er möchte? Oder müsste er nicht auch was beweisen? All die Jahre hat der Vermieter ja die Zahlung in Bar akzeptiert . Müsste mir der Vermieter nicht wenigstens eine frist geben . Was ist wenn ich Morgen zu ihm Fahre und die 1800€ wie ja von Ihm zugesagt bezahle was ist mit seinem Rechtsanwalt? Wer bezahlt ihn dann.Oder kann er das stoppen? .

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2009 | 09:04

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

In der Sache ist von einer einvernehmlichen Auflösung des Schuldverhältnisses auszugehen.
Dem Vermieter ist es unbenommen, einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen zu beauftragen.
Die hierbei anfallenden Kosten kann er aber nur ersetzt verlangen, wenn die Inanspruchnahme eines RA erforderlich und zweckmäßig war.
Nach der Rechtsprechung des BGH ist dies in einfach gelagerten Fällen dann anzunehmen, wenn der Geschädigte geschäftlich ungewandt ist oder die Schadensregulierung verzögert wird (vgl. BGH NJW 1995, 446).

Der beste Weg für Sie läge darin, einen Betrag in Höhe von EUR 1.800,00 an den Vermieter zu zahlen, um das Schuldverhältnis durch Erfüllung zum Erlöschen zu bringen.
Wenn der Vermieter der Ansicht ist, Anspruch auf eine weitere Forderung zu haben, müsste er diesen im Klageverfahren geltend machen.
Als Kläger obläge ihm aber - wie bereits erwähnt - dann die Darlegungs- und Beweislast.
Er müsste insoweit darlegen und beweisen, seit welchem Zeitpunkt Sie mit den Mieten im Rückstand gewesen sind.
Dies dürfte ihm äußerst schwerfallen, da er hinsichtlich der jeweiligen Barzahlungen keine Quittungen vorlegen kann.
Damit wären Ihre Aussichten bei einem Rechtsstreit in der Sache zu obsiegen sehr gut.
Die Kosten des Rechtsstreits, wozu auch die Anwaltskosten zählen, wären vom Vermieter zu tragen.



Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

www.kanzlei-roth.de


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Bewertung des Fragestellers 30.11.2009 | 18:07

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