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Vermieter eines Gewerbe will Handwerkerrechnung nicht übernehmen

| 01.04.2016 16:31 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


16:32

Zusammenfassung: Mietmangel und Mangelbeseitigung beim Gewerbemietobjekt

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein Cafe gepachtet. Die Elektrik funktionierte nicht, ich konnte die eingebauten
Leuchten nicht nutzen, weil da mehrere Leitungen und Trafos defekt waren. Die Werbeleuchte außen hatte gar keinen Strom, hier hat der Elektriker von außen Kabel verlegt.
Eine Protokoll-Übergabe von seitens des Vermieters gab es nicht, obwohl wir uns am Übergabe-Termin treffen wollten. Anschließend habe ich ihm die Mängel aufgeschrieben und in einer Datei per Email zugesendet. Er antwortete alles klar und er würde sich melden.
Kam vorbei und ich schilderte ihm die Mängel besonders die Elektrik, er sagte dass ich einen Elektriker anrufen sollte und er die Arbeiten übernimmt. Der Elektriker hatte in der ersten Rechnung auch die Glühbirnen und anderer diverse Leuchten drinn, wo ich ihm bestätigte, dass ich die Leuchten zahle und der Vermieter die Arbeiten für Kabelverlegegung etc. Jetzt hat er dem Elektriker die Rechnung zurück gesandt, mit der Begründung der Auftraggeber muss sie begleichen.
Zuvor hatten wir auch eine Diskussion. Ich weiß jetzt nicht mehr weiter . . . muss ich die Rechnung doch bezahlen? Ich habe meine eigene von knapp 700,- € und die Arbeiten belaufen sich nochmal um die 2400,-- €. Wie sind meine Aussichten? Muss ich das wirklich zahlen, habe nur die Email und eine mündliche Aussage, dass auch ein Mitarbeiter bestätigen kann.

Mit freundlichen Grüßen
01.04.2016 | 17:27

Antwort

von


(277)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihren Angaben zur Folge haben Sie den Mangel ordnungsgemäß und unverzüglich angezeigt. Das Bestehen des Mangels ist zudem unstreitig. Ihr Vermieter hatte sich mit einer Mangelbeseitigung durch Selbstvornahme bereiterklärt, so dass Sie einen entsprechenden Aufwendungsersatzanspruch gegen Ihren Vermieter haben.

Selbst wenn durch die E-Mail sowie durch eine Zeugeneinvernahme Ihres Mitarbeiters der Beweis für die Tatsache, dass sich Ihr Vermieter mit der Kostenübernahme einverständlich erklärt hatte, nicht erbracht werden könnte, hätten Sie grundsätzlich einen Schadensersatzanspruch gegen Ihren Vermieter, wenn dieser seiner Mangelbeseitigungspflicht nicht nachgekommen ist.

Losgelöst hiervon gilt jedoch, dass der beauftragte Handwerker die Zahlung seines Werklohns zunächst von Ihnen, als Besteller, verlangen kann. Ihre Ansprüche gegen Ihren Vermieter entbinden Sie daher nicht von Ihrer Zahlungspflicht gegenüber dem Handwerker.

Sie sollten Ihren Vermieter daher schriftlich und unter Fristsetzung auffordern bzw. auffordern lassen die Rechnung auszugleichen. Bei fruchtlosem Fristablauf hätten Sie durchaus gute Aussichten Ihre Ansprüche nötigenfalls gerichtlich durchsetzen zu lassen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei dieser Angelegenheit anwaltliche Unterstützung benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Ich hoffe ansonsten, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen


Dipl.iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

Nachfrage vom Fragesteller 08.04.2016 | 15:59

Sehr geehrter Herr Frischhut,

ich bedanke mich für die Antwort, jedoch hätte ich noch eine Frage.
Die Elektrik-Leitungen waren unter einem Unterbau der Decke die fest verputzt ist, könnte der Vermieter sagen, Pech gehabt, wenn solch eine Lichtanlage unter der Decke ist, obwohl die Leitungen kaputt sind? Er sagte mir, dass ich mich an den Vorpächter wenden müsste, bei ihm hätte ich ja auch den Abstand bezahlt. Eine Steckdose war kpl. offen und diese wäre auch Brandschutztechnisch schon eine Gefahr gewesen, sowie andere Steckdosen in der Küche wurden verlegt.
Als der Elektriker begonnen hat, wusste ich nicht mal richtig, wo alle Elektrik-Schalter waren, weil eine korrekte Übergabe garnicht statt gefunden hat. Ich rief ihn auch an, aber auch er sagte, dass er erst seit 6 Jahren das Haus gekauft hat.
Alleine dadurch wurden viele Stunden verursacht, weil der Elektriker alles alleine suchen musste.
Einerseits wäre mir mulmig, den Vermieter anzuklagen, da der Pachtvertrag bis 31.12.2019 läuft, andererseits, warum sollte ich die Kosten auf mich nehmen.
Ich habe ihm angeboten, wenigstens die Hälfte zu begleichen, und daraufhin keine Antwort erhalten. Ich werde ihn nochmal telefonisch kontaktieren. Wenn er nicht darauf eingeht . . . weiß ich nicht, ob ich den Mut habe ihn anzuklagen, da er auch die Schaufenster-Deko und die Speisekarten (hat einen Cop-Shop) kostenfrei zur Verfügung gestellt hat, deswegen ja auch mein Angebot, die Hälfte zu übernehmen, aber ich möchte doch etwas Gewissheit haben, bei einer Klage auch im Recht zu sein, weil so umsonst und dann in feindlicher Nachbarschaft wäre für die nächsten Jahre auch unangenehm . . .
Zudem möchte ich klar stellen, dass ich mir nicht alles gefallen lassen muss.
Mit dem Elektriker habe ich mich schon geeinigt, dass ich den Betrag nicht au einmal zahlen kann, und diese auf 3 Raten begleichen werde. Würden Sie mir raten, den Vermieter mit einer Frist anzuschreiben und die Hälfte des Betrages zu übernehmen? Oder soll ich aufs Ganze gehen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.04.2016 | 16:32

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen kann ich natürlich nicht abschließend beurteilen, welche Gegenstände, Einbauten und Inventar zur Pachtsache gehören und welche sich in Ihrem Eigentum befinden. (Hierzu wäre es notwendig Einblick in den Pachtvertrag sowie in etwaige Übergabeprotokolle etc. zu nehmen) Unabhängig von etwaigen Eigenarten der Lichtanlage dürften die Elektroleitungen jedoch Teil der Pachtsache sein.

Es bleibt daher dabei, dass die Selbstvornahme der Mangelbeseitigung bei fruchtlosem Ablauf einer Beseitigungsfrist gerechtfertigt war, es sei denn der Schaden an den Leitungen wurde durch unsachgemäße Einbauten erst verursacht.

Grundsätzlich rate ich Ihnen daher, auch unter Berücksichtigung des langfristigen Pachtvertrages, Ihren Verpächter schriftlich und unter Fristsetzung aufzufordern die Kosten zu übernehmen, bzw. sich an diesen zu beteiligen. Sollte jede Zahlung verweigert werden, rate ich Ihnen an, die Erfolgsaussichten einer Klage durch einen Anwalt Ihres Vertrauens prüfen zu lassen.

Gern unterstütze ich Sie hierbei, da meine Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Ich hoffe ansonsten, Ihre Nachfrage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Dipl.iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.04.2016 | 18:19

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 10.04.2016
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(277)

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