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Vermessergebühren

23.04.2018 16:21 |
Preis: 30,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Sehr geehrte Rechtsanwälte,

ich habe ursprünglich mal ein Haus mit Keller geplant. Nach der Bauantrag habe ich mich entschlossen das Haus ohne Keller zu bauen und wir haben den Bauantrag geändert. Ich weiß nicht ob der Architekt dem Vermesser das mitgeteilt hat.Ich habe die Rechnungen von dem Vermesser nie in Frage gestellt, da mann als Laie keinen überblick hat. Bei dem End Einmessung habe ich festgestellt daß der Vermesser die Gebühren nach dem Gebäudewert mit Keller berechnet hat. Daraufhin wurden die letzten 2 Rechnungen korrigiert. Die ersten beiden Rechnungen ist der nicht bereit zu korrigieren.Er bedroht mich zwangsbetreiben. Ich habe meine Meinung nach bei dem ersten beiden Rechnungen zu viel bezahlten Beitrag einbehalten. Sein Argument er hätte das Grundstück nach alter Plan eingesteckt. Also mit Keller. Wie sieht Rechtliche Lage aus? Kann der ohne Titel die die Gebühren zwangsvollstrecken?Muß ich die Summe die ich einbehalten habe bezahlen.

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Wenn es zutrifft, dass der Vermesser damals das Haus inklusive des Kellers vermessen hat, dann müssen Sie das auch bezahlen. Maßgebend ist dann das geplante Vorhaben nach dem ersten Bauantrag.

Ohne einen Vollstreckungstitel allerdings kann der Vermesser nicht gegen Sie vollstrecken. Er wird wohl erst einmal einen Mahnbescheid gegen Sie beantragen. Hiergegen haben Sie die Möglichkeit binnen zwei Wochen nach Zustellung Widerspruch einzulegen. Dann muss die Sache vom für Sie zuständigen Gericht entschieden werden. Ein gegen Sie möglicherweise ergehendes Urteil wäre dann ein solcher Vollstreckungstitel. Wenn Sie keinen Widerspruch gegen einen eventuellen Mahnbescheid einlegen, kann der Vermesser Vollstreckungsbescheid beantragen. Das ist auch ein Vollstreckungstitel.

Allerdings müssen Sie dann seine Kosten für Gericht und Anwalt zahlen, wenn Sie einen Prozess verlieren. Auch bei einem Mahnbescheid müssen Sie Kosten zahlen, diese sind aber geringer.

Wenn Sie nicht zahlen, gehen Sie also ein Kostenrisiko ein. Möglicherweise können Sie sich auch mit dem Vermesser einigen, etwa auf eine Teilzahlung. Das ist allemal kostengünstiger als ein Gerichtsverfahren gleich welcher Art.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 26.04.2018 | 15:32

Hallo Frau Draudt,

es handelt um einen öffentlich bestellten Vermesser. Ich wollte auf jeden fall nicht zahlen, da der mir zu viel berechnet hat und enorme Preisunterschiede beim vergleichen mit Nachbarn festgestellt habe. Falls der sich selber einen Titel ausstellt welche Möglichkeiten habe ich?


MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.04.2018 | 15:58

Sehr geehrter Fragesteller,

Zu ihrer Nachfrage möchte ich Ihnen mitteilen, dass Ihnen die vollstreckungsschutzrechtlichen Rechtsbehelfe zustehen.

Empfehlenswert ist es jedoch, bevor es zu einem wie auch immer gearteten Vollstreckungsverfahren kommt, eine Einigung mit dem Vermesser zu versuchen. Unstreitige Beträge sollten jedenfalls gezahlt werden, da dies die Kosten mindert.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin

Ergänzung vom Anwalt 23.04.2018 | 21:33

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich möchte noch ergänzen, dass zu unterscheiden ist, ob es sich um einen öffentlich bestellten Vermesser handelt oder nicht.
In erstem Fall könnte er doch ohne Titel vollstrecken nach dem Verwaltungsvollstreckungsgesetz.

Mit freundlichen Grüßen Draudt Rechtsanwältin

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