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Vermeidung Maklerprovision

| 26.05.2015 17:45 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle


Ich habe vor 2 Monaten im Immobilienscout mein Haus zum Verkauf eingestellt und es waren auch etliche mögliche Käufer da. Jedoch nach 2 Monaten habe ich es noch nicht verkaufen können und habe einen Makler damit beauftragt. Ich habe einen "Standard Makler Vertrag" unterschrieben (6 Monate, bei privat Verkauf anzeigen, ansonsten Schadensersatz etc.). Knapp 2 Wochen nach (Wiederberufung abgelaufen) ist ein vorheriger Privat Kunde (hatte es bei mir besichtigt) auf mich zukommen und möchte das Haus gerne kaufen. Allerdings möchte er die Makler Provision nicht zahlen, da er ja nur mit mir Kontakt hatte.

Muß ich jetzt den Makler bezahlen und wenn ja in voller Höhe? Oder kann man hier mit dem Argument "Vorkenntnisse" argumentieren?

(BGH, Urteil vom 16.5.1990, NJW-RR 1990 S. 1269).

Hat der Makler das Recht 6 Monate zu versuchen, das Haus zu verkaufen um seine Provision zu verdienen? Unglückliche Situation und ich vermute einen "Deal" mit dem Makler zu vereinbaren ist das sinnvollste?

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage anhand Ihrer Sachverhaltsdarstellung wie folgt.

Nach meinem Dafürhalten ist nach Ihrer Schilderung kein Anspruch auf den Mäklerlohn nach § 652 BGB entstanden. Danach muss der Makler den entscheidenden Anstoß zum Abschluss des Vertrages gesetzt haben.

So ist es aber in der von Ihnen genannten Schilderung gerade nicht. Sie haben hier bereits den mutmaßlichen Käufer des Grundstückes vor der Beauftragung des Maklers selbst dieses offeriert. Ist nun nach Beauftragung des Maklers aus eigenem Antrieb der Kaufinteressent auf Sie zugekommen, ohne dass der Makler in dieser Richtung dazu beitrug, spricht dies eindeutig gegen die in Abs. 1 Satz 1 genannten Voraussetzungen für die Entstehung des Anspruches auf den Mäklerlohn.

Dieser Grundsatz des Maklergeschäftes kann insoweit auch nicht durch vertragliche Vereinbarung umgangen werden, welche andere als die in § 652 BGB genannten Voraussetzungen (Nachweis oder Vermittlung) für dessen Entstehung bestimmt.

Es sollte Ihnen jedoch für den Notfall nachweisbar sein, die eventuelle und unter Beweis gestellte Behauptung des Maklers, das Geschäft wäre aufgrund seines Nachweises zustande gekommen, zu entkräften.
Ein eventueller Schadensersatz bei Kündigung des Maklervertrages oder Privatverkauf dürfte auf die nachweisbaren Aufwendungen des Maklers beschränkt sein, zudem wäre dies nur möglich soweit ein solches vereinbart wurde (§ 652 Abs. 2 BGB). Hierzu kann jedoch ohne Einsicht in den Vertrag keine endgültige Aussage getroffen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen

Bewertung des Fragestellers 26.05.2015 | 21:38

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