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Vermeidbarer Lärm

27.08.2008 11:49 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Sachverhalt:
- Störung der Nachtruhe durch Mieter unter uns der eine nicht genehmigte WG unterhält (früher bis zu 5 Mitbewohner, jetzt nur noch 2). Bewohner haben alle Schichtdienst und kommen oder gehen mitten in der Nacht/Früh (zwischen 1-5 Uhr)

Art der Lärmbelästigung:
- Türenschlagen (Garage, Wohnung)
- Fenster und Jalousien werden nicht rücksichtsvoll geschlossen/geöffnet (= Poltern oder lautes Nachfedern)
- Laute Unterhaltungen oder Sexgestöhn bei geöffnetem Fenster unter unserem Schlafzimmer
- Mischbatterie (Wasserhahn) wird kraftvoll geöffnet geschlossen welches einen Schlag durch die Wand auslöst der bis zu 60 db verursacht (gemessen mit Messgerät). Dieses Geräusch ist in einem Zeitraum von 15-30 Minuten im Abstand von Sekunden hörbar (zumal mehrere Personen das Bad nacheinander benutzen)
- Quietschende Reifen und Motoraufheulen in der Nacht beim verlassen oder kommen des Anwesens.

Intensität der Lärmbelästigung:
- Geräusche wecken meine Freundin und mich mehrmals in der Nacht. Schlafen ist oftmals nur nach Rythmus des Nachbarn möglich. Mein Freundin zuckt in der Nacht bei den Geräuschen oftmals im Schlaf unbewusst zusammen.
- Schlafen vor 24 Uhr eigentlich nicht möglich weil alle paar Minuten ein lautes Geräusch uns aus dem Schlaf reisst
- Störung seit ca. 6 Monaten, 5 von 7 Tagen in der Woche

Unsere Aktionen:
- Wir hatten mit dem Nachbarn gesprochen, die Vermieterin hat ihn mehrmals aufgefordert Rücksicht zu nehmen was allerdings jeweils nur wenige Tage anhält. Das der Wasserhahn laute Geräusche verursacht ist ihm z.B. bekannt.
- Anzeige bei der Polizei (wurde vom Landratsamt wegen Mangel der Beweise der Vorsätzlichkeit vom "Schreibtisch" aus fallengelassen.
- Mietminderung und Lärmprotokoll nachdem die Hausverwaltung nur immer ankündigte aber nichts passierte

Ab wann ist ein Verhalten "rücksichtslos" oder "vorsätzlich"? Alle Störungen wären vermeidbar durch entsprechend rücksichtsvolles Verhalten (so wie wir und alle anderen Nachbarn es auch während der Nachtruhe praktizieren).

Wie könnte man hier (auch vor Gericht) argumentieren?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:,

Vorsätzlich ist eine Verhalten dann, wenn der "Störer" sich der Auswirkungen seines Tuns auf andere Personen bewusst ist und sein Verhalten dennoch unter In-Kauf-Nahme der Beeinträchtigung Dritter nicht korrigiert.

Rücksichtslos handelt derjenige, der sich aus eigensüchtigen Gründen über seine Pflichten gegenüber anderen Mitmenschen hinwegsetzt oder aus Gleichgültigkeit von vornherein Bedenken gegen sein Verhalten nicht aufkommen lässt.

Sie sollten damit argumentieren, dass die Auswirkungen des Verhaltens Ihrer Nachbarn auf Ihr Leben diesen bekannt sind und diese Ihr Verhalten dennoch nicht korrigiert haben.

Weiterhin sollten Sie darlegen, dass die Beeinträchtigung durch Ihre Nachbarn derart Einfluss auf Ihr Leben nimmt, dass ein bestimmungsgemäßer Gebrauch Ihrer Wohnung als Rückzugs- und Erholungsort stark gemindert ist.

---
Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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