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Vermächtnisnehmer: Nach seinem Tod soll der Anspruch nicht auf seine Erben übergehen

03.12.2019 11:15 |
Preis: 35,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Der Lebensgefährte meiner verstorbenen Schwiegermutter ist Vermächtnisnehmer und erhält nach dem Verkauf ihres Hauses x Prozent des Reinerlöses.
Für den Fall, dass der Lebensgefährte verstirbt, bevor das Haus verkauft ist, ginge das Vermächtnis auf dessen Erben über.
Dieser Anspruch soll verhindert werden, da meine Schwiegermutter nur ihren Partner, nicht aber dessen Kinder bedenken wollte.
Der Lebensgefährte möchte nun in SEINEM Testament einen entsprechenden Passus aufnehmen. Wie könnte der lauten? Z.B.:
„Mein Vermächtnisanspruch aus dem Testament meiner Lebensgefährtin … endet mit meinem Tod. Er soll nicht auf meine Kinder übertragen werden. Meine Kinder haben keinen Anspruch auf einen anteiligen Verkaufserlös aus dem Haus xz."



Einsatz editiert am 03.12.2019 14:29:39

Sehr geehrter Ratsuchender,

die von Ihnen angedachte Regelung geht so nicht, da sie keinen Begünstigten enthält.

Wer soll denn die Forderung erben/erwerben, wenn nicht die Erben.

Sie könnten und sollten die Forderung aus dem Vermächtnis jemandem Bestimmten vermachen, damit Ihre Kinder diese Forderung nicht erwerben. Das ist als Vermächtnis möglich.

Einen Formulierungsvorschlag kann ich Ihnen ohne Kenntnis des Testaments nicht machen.

Um wirklich das zu erhalten, was man bei / mit seinem Tode erreichen will, sollte man sich - insbesondere bei bei hohen Werten - eingehend beraten lassen und nicht stückchenweise mittels Ferndiagnose Formulierungen / einzelne aus dem Zusamenhang gerissene Sätze überprüfen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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