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Vermächtnis vor Testament


14.06.2007 18:47 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Ich bin in dieser Sache von RA Straeter, Münster, zuletzt am 24.04.07 (einmalige Nachfrage) beraten worden.
Voraussetzend, daß die Vorgeschichte bekannt ist, folgender neue Umstand: Nachdem meine Freundin gemäß der VERFÜGUNG (so ist die Urkunde vom Erblasser überschrieben) den Betrag von 10.000 DM geltend gemacht hat, läßt diese durch Ihren Anwalt unter Beifügung einer Testamentskopie vom 20.01.2003 mitteilen, daß meine Freundin in diesem Testament nicht erwähnt sei (das stimmt) und lehnt eine Zahlung ab. Die "VERFÜGUNG" des Erblassers zugunsten meiner Freundin stammt vom 10.04.1997, ist also ca. 6 Jahre älter, als das
genannte Testament.
Was gilt? Die ältere "VERFÜGUNG" oder das jüngere Testament?

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

Es gilt das jüngere Testament, denn durch die Errichtung eines Testaments wird ein früheres Testament insoweit aufgehoben, als das spätere Testament mit dem früheren in Widerspruch steht (§ 2258 Abs. 1 BGB).

Ich bedauere, Ihnen keine positivere Antwort zukommen lassen zu können, hoffe aber trotzdem, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Nachfrage vom Fragesteller 14.06.2007 | 19:56

Das eine war eine VERFÜGUNG,losgelöst von einem Testament, das ja die gesamte Hinterlassenschaft regelt. Dem Willen des Erblassers
zufolge, sollte seine langjährige Hausangestellte (meine Freundin)
diesen Betrag bekommen. Das hat er auch nie zurückgenommen, sicher
bei der Abfassung seines Testamentes vergessen, oder geglaubt, daß
die VERFÜGUNG auf jeden Fall gilt. Man kann den Erblasser nicht mehr dazu befragen, aber meine Freundin ist sicher, daß er es
gewollt hat. Das würde bedeuten, daß der Wille (nicht beweisbar,
außer dem Wortlaut der VERFÜGUNG)des Erblassers nicht zum Tragen käme. Relativiert sich an Ihrer Antwort etwas?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.06.2007 | 20:36

Leider nicht.

Nach § 1939 BGB wird ein Vermächtnis durch Testament angeordnet, und zwar unabhängig davon, wie der Erblasser dieses Schriftstück bezeichnet.

Und diese testamentarische Anordnung des Vermächtnisses hat der Erblasser durch Abfassung eines neuen Testamentes nach § 2258 BGB widerrufen (vgl. meine Ursprungsantwort).

Auch im Weglassen einer früheren Verfügung kann ein Widerspruch i. S. des § 2258 BGB liegen, und zwar unabhängig davon, ob der Erblasser an seine frühere Verfügung überhaupt noch gedacht hat.

Mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

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