Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
505.196
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verluste unter Vorbehalt der Gewinnerzielungsabsicht

18.11.2009 10:23 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim


Das FAMT hat einen Kunsthandel in der Gründungsphase der ersten 3 Jahre die Verluste unter Vorbehalt der Gewinnerzielungsabsicht anerkannt.

Ab dem 4. Jahr und Folgejahren gibt es einen Gerichtsentscheid,
der die Gewinnabsicht ab 4. Jahr mangels eingestellter Aktivitäten
abanerkennt. Auf vorangegangen Jahre wird kein Bezug genommen.

Kann das FAMT aus diesem Entscheid automatisch eine Abanerkennung der Verluste aus den vorangehenden Jahren ableiten ?
Welchen Erfolgsaussicht hat ein Einspruch hiergegen vor Gericht?

Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Frage des damit entgegengebrachte Vertrauen.

Sofern die entsprechenden Steuerbescheide unter dem Vorbehalt der Nachprüfung stehen, sind die dort getroffenen Feststellungen grundsätzlich auch wieder und somit rückwirkend aufhebbar.

Hier gehe ich davon aus, dass die Feststellungen nicht zum Verlustvortrag, wie Sie schreiben, gerade deshalb vorläufig gewesen sind, weil das Finanzamt zunächst die entsprechende Gewinnerzielungsabsicht feststellen wollte. Wird sodann festgestellt, dass eine solche Gewinnerzielungsabsicht nicht vorhanden gewesen ist, so kann dies durchaus die Grundlage dafür bilden, dass auch der Verlustvortrag für die vorhergehenden Jahre aufgehoben wird.

Allerdings muss das Finanzamt hierzu auch entsprechende Feststellungen für die vorherigen Jahre treffen. Alleine sich auf den Bescheid für das vierte Geschäftsjahr zu berufen, dürfte nicht ausreichen, es sei denn, in dieser Gerichtsentscheidung sind explizit Punkte aufgezählt, die auch darauf schließen lassen, dass in den ersten drei Jahren eine Gewinnerzielungsabsicht nicht vorhanden gewesen ist. Sofern dies nicht der Fall gewesen ist, muss das Finanzamt grundsätzlich andere und neue Erwägungen in dem Aufhebungsbescheid darstellen, warum hier eine Gewinnerzielungsabsicht gegebenenfalls nicht vorhanden gewesen sein soll und warum der Verlustabzug nicht mehr gerechtfertigt sein soll.

Auf jeden Fall sollten Sie gegen den Aufhebungsbescheid Einspruch innerhalb eines Monats ab Zugang einlegen. Achten Sie gegebenenfalls auch darauf, dass Sie die so genannte Aussetzung der Vollziehung beantragen, ansonsten kann es Ihnen passieren, dass das Finanzamt vollstreckt. Der Anspruch wird in erster Linie auch dazu dienen, um das Finanzamt dazu zu bewegen, seine eigene Entscheidung zu überprüfen. Selbstverständlich sind sodann auch die entsprechenden von Ihrer Seite einzubringenden Erwägungen im Einspruch darzustellen. Hierzu kann ich aufgrund des dünnen Sachverhalts im Rahmen meiner Antwort zunächst nicht näher eingehen.

Gerne stehe ich Ihnen hierzu jedoch weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihre Frage zunächst hilfreich beantwortet zu haben.


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65472 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,0/5,0
Die Frage war wohl nicht eindeutig gestellt, mit der Nachfrage wurde dann aber ein gutes Ergebnis erzielt. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich bin mit der Antwort sehr zufrieden, zumal diese innerhalb kürzester Zeit vorlag. Bei weiteren Fragen werde ich gerne wieder die Leistungen des RA Herrn Schröter in Anspruch nehmen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Einfach nur dankbar... ...
FRAGESTELLER