Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verlust von Wohnungsschlüsseln bei Wohnungsübergabe - welche Kosten muss ich tragen?


01.11.2005 10:03 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hiermit möchte ich Sie vorerst um Ihre Meinung in einer Mietrechtsache bitten.
Ich bin am 27.07. dieses Jahres aus meiner Wohnung in Nürnberg ausgezogen. An diesem Tage fand auch der Übergabetermin mit der Vermieterin, als auch mit der Nachmieterin statt.
Erst an diesem Tage ist mir leider aufgefallen, dass mir ein Paar Schlüssel fehlt. Das heisst, ein Erstatzschlüssel für die Wohnungstüre sowie ein Ersatzschlüssel für die Eingangstüre. Zu diesem Tage dachte ich noch, dass die Schlüssel versehentlich von den Möbelpackern eingepackt wurden, die meine kompletten Sachen bereits nach Holland transportiert hatten, wo ich heute lebe.
Leider konnte ich den Schlüssel auch nach dem Auspacken in Amsterdam nicht wieder auffinden. Dies teilte ich der Nachmiterin der Wohnung umgehend mit und wir einigten uns einvernehmlich darauf, dass ich Ihr die Unkosten für zwei neue Schlüssel erstatte.
Ca. Zwei Wochen später erhielt ich dann eine e-mail von der Nachmieterin, dass Sie darauf bestehe, dass ich ein neues Schloss zahlen soll. Ich teilte ihr mit, dass ich es definitiv nicht in meiner Verantwortlichkeit sehe, den Betrag für ein neues Schloss zu erstatten. Desweiteren gab es weder ein Übergabeprotokoll, dass ich unterschrieben habe, noch sonstige Unterlagen, die beweisen, dass Schlüssel fehlen. Die habe ich mit dem Vermerk, dass ich aussschliesslich die Kosten für die beiden neuen Schlüssel übernehme an sie weitergeleitet.
Am vergangenen Samstag habe ich nun eine e-mail meiner ehemaligen Vermieterin erhalten, die nun 2 neue Türschlösser (Wohnungtüre, Eingangstüre)von mir erstattet haben möchte. Da ich es als absolut ungerechtfertigt ansehe, mich für inzwischen 2 neue Schlösser aufkommen zu lassen, möchte ich Sie bitten, mich über die rechtliche Seite aufzuklären. Habe ich irgendwelche Verpflichtungen, die den Ersatz, der zwei verlorengegangenen Schlüssel (für diese bin ich mittlerweile finanziell aufgekommen) übersteigt?

01.11.2005 | 10:18

Antwort

von


221 Bewertungen
Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten möchte.

Gdrs. sind Sie verpflichtet, bei Verlust auch den Aufwand zu tragen, der für die Erneuerung des Schlosses anfällt. Dies ist nur anders, wenn ein Missbrauch nach Verlust des Schlüssels gänzlich ausgeschlossen ist, was Sie zu beweisen hätten und eher nie der Fall ist.

Allerdings hat sich durch Ihre Absprache, die Sie allerdings beweisen müssen, die Ersatzpflicht reduziert. Sollte aber Ihre Vermieterin dies bestreiten (und keine Zeugen vorhanden sein), werden Sie den Betrag zahlen müssen Möglicherweise besteht auch die Möglichkeit, insofern es sich um ein Mehrfamilienhaus handelt, dass die Vermieterin selbst vorsorgen muss, dass bspw. durch Änderung eines „Zahnes“ der Schlüssel geändert werden muss und bei Versäumnis ein Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht vorliegt. Aber das wäre Tatfrage. Sie werden also, wenn Sie keine gerichtlichen Schritte provozieren wollen, den Betrag wohl oder übel zahlen müssen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Leider konnte ich keine bessere Nachricht überbringen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

<A href="http://www.anwaltskanzlei-hellmann.de">www.anwaltskanzlei-hellmann.de</A>
<A href="mailto:mail@anwaltskanzlei-hellmann.de">E-Mail an Rechtsanwalt Hellmann</A>


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 01.11.2005 | 10:41

Sehr geehrter Herr Hellmann,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Gibt es in solchen Angelegenheiten nicht eine Verjährungsfrist?

Mit feundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.11.2005 | 10:50

Sehr geehrte Fragestellerin,

das ist richtig, nach § 548 BGB verjähren die Ansprüche des Vermieters wegen der Verschlechterung der Mietsache nach 6 Monaten ab Übergabe der Wohnung. Die Norm ist hier auch anwendbar (vgl. Palandt, § 548 Rn. 6) Allerdings ist diese Frist hier noch nicht ansatzweise erreicht und wird zudem durch "Verhandlungen" auch gehemmt bzw. durch Rechtsverfolgung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiter helfen.

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

ANTWORT VON

221 Bewertungen

Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Versicherungsrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER