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Verlust eines Versandstückes durch Subunternehmer einer Spedition - was tun?

| 03.07.2013 18:58 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


21:53

Zusammenfassung: Schadensersatz bei Reifen- und Felgenkauf

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich benötige einen Rat für folgenden Sachverhalt.
Ich habe über ebay einen Satz (4 Stück) Felgen mit Reifen für meinen Oldtimer gekauft.
Mit dem Verkäufer habe ich vereinbart, die Spedition iloxx AG mit der Abholung der Räder zu beauftragen, welche diese dann auch beim Verkäufer abholen ließ. Der Verkäufer hatte die Ware entsprechend den Vorgaben der Spedition einzeln verpackt und etikettiert.
Kurze Zeit später wurden die Räder durch GLS angeliefert. Jedoch keine vier, sondern nur drei Stück. Daraufhin habe ich dies bei iloxx moniert und um Nachforschung zum verlustig gegangenen Packstück gebeten. Nach 14 Tagen kam die Antwort das ich meinen Schaden geltend machen könnte. Das tat ich dann auch mit der dafür mitgesandten Verlust-/ Schadensanzeige getan. Die Ersatzbeschaffung eines gleichen Rades ist fast unmöglich. Daher habe ich als Schaden die gezahlten 150,- angegeben, da der unvollständige Satz für mich so wertlos geworden ist.
Iloxx hat relativ zeitnah durch entsprechende Zahlungserinnerungen, Mahnungen mit Mahnkosten die Begleichung der Rechnung für den Transport eingefordert statt sich um die Behebung des entstandenen Schadens zu bemühen. Das Angebot von iloxx für die Regulierung sah so aus, das jeweils ein viertel der Beträge erstattet werden sollte. Also 37,50 € für ein Rad und 12,50 für den Transport.
Ein Auto hat aber nun mal vier Räder und keine drei. Der Auftrag an den Spediteur lautete auch auf Transport von vier Rädern zu einem Preis von 52,21 €.
Meines erachtens nach liegt hier eine unvollständige Leistung, bzw. Schlechtleistung vor wo der Leistungserbringer nachzubessern bzw. Schadensersatz i.H. der Wiederbeschaffung zu leisten hat. Oder liege ich hier falsch?
Der Streitwert ist sehr gering, gerade mal 200 € (inkl. Transportkosten). In diesem Bereich lohnt es kaum einen Rechtsanwalt mit der Erstellung eines Schriftsatzes zu betrauen. Das Interesse an diesem Fall würde sich dementsprechend sehr in Grenzen halten.
Für eine Antwort, mit der ich selbst die Ansprüche noch einmal mit Nachdruck vorbringen könnte, wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen



03.07.2013 | 19:57

Antwort

von


(1702)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Spediteur haftet für den Schaden, der durch Verlust oder Beschädigung des in seiner Obhut befindlichen Gutes entsteht, gleiches für den Verkäufer sinngemäß.

Sie haben auch natürlich Recht - drei Reifen sind grundsätzlich wertlos und der ein Reifen müsste samt Felge herbeigeschafft werden, als Ersatz.

Egal, ob man nach dem Schadensersatzrecht nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch oder dem Speditionsrecht nach dem Handelsgesetzbuch geht - es führt zu ein und demselben Ergebnis.

Besteht das Gut aus mehreren Frachtstücken (Sendung) und sind nur einzelne Frachtstücke verloren oder beschädigt worden, so ist bei der Schadensberechnung nämlich

- die gesamte Sendung zu Grunde zu legen, wenn die gesamte Sendung entwertet ist, oder

- der entwertete Teil der Sendung zu Grunde zu legen, wenn nur ein Teil der Sendung entwertet ist.

Hier ist definitiv Ersteres der Fall.

Auch nach dem Schadensersatzrecht gilt nichts Anderes, so dass dann bei ganz wertloser Sendung eben alles zu ersetzen ist, wenn die Einzelreifen mit Felgen sich nachweisbar nicht einzeln oder zu dritt verkaufen lassen, was wohl eher ausgeschlossen ist.

Unter Berücksichtigung dieser Argumente sollten Sie die Sache weiterhelfen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 03.07.2013 | 20:21

Vielen Dank für Ihre Antwort. Das war schon sehr hilfreich.

Eine Frage zu meinem Problem hätte ich noch:
Wie verhält es sich mit den Ansprüchen der Spedition für die erbrachte (hier wohl ehr nicht erbrachte) Leistung. Oder anders gefragt: Muss ich die Rechnung der Spedition trotz des Schadens begleichen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.07.2013 | 21:53

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Eine Aufrechnung mit Gegenansprüchen (Schadensersatzansprüche von Ihnen) könnte vertraglich ausgeschlossen worden sein, jedoch nicht unbedingt ein Recht auf Zurückhaltung der Zahlung ohne gegenseitige, zumindest anteilige Verrechnung.

Ich würde aber zunächst nichts zahlen und den Schadensersatzanspruch geltend machen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.07.2013 | 21:59

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 03.07.2013
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