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Verlust dt. Staatsangehörigkeit Kind

26.03.2018 18:37 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Verlust der deutsche Staatsangehörigkeit und weiterer Aufenthalt und die Erlangung einer Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis in Deutschland

Guten Tag.

Meine Kinder sind ab Geburt Deutscher (*2007, *2008).
Wir die Eltern haben die chinesische StA.
Die Kinder erwirbten die chinesische StA im Jahr 2009.
Ich verstehe es dadurch den dt. StA gemäß §25 StAG verloren zu haben.

Seitdem geben wir bereits wiederholt im Amt Bescheid und legten die chin. RP der Kinder vor,
es wurde jedoch nicht zur Kenntnis genommen. Ich erhielt die Auskunft, man kann zusätzlich zum
chin. RP die deutsche RP beantragen, die Erteilung eines Aufenthaltstitels "sei nicht machbar".

Ohne Aufenthaltstitel können die Kinder nicht verreisen.
Die den Behörde gesetzte Frist (mit Androhung einer Klage), uns die Beantragung zu ermöglichen,
lies sie tatenlos verstreichen.

Meine Frage ist, was ich selber noch tun kann, außer das Verwaltungsgericht anzurufen und auf
Kenntnisnahme der Verlust zu klagen?

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich kann das ebenfalls genau wie Sie nicht nachvollziehen, warum es hier keinen Aufenthaltstitel geben sollte.
Im Einzelnen:

Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG)
§ 25
"(1) Ein Deutscher verliert seine Staatsangehörigkeit mit dem Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit, wenn dieser Erwerb auf seinen Antrag oder auf den Antrag des gesetzlichen Vertreters erfolgt, der Vertretene jedoch nur, wenn die Voraussetzungen vorliegen, unter denen nach § 19 die Entlassung beantragt werden könnte. Der Verlust nach Satz 1 tritt nicht ein, wenn ein Deutscher die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, der Schweiz oder eines Staates erwirbt, mit dem die Bundesrepublik Deutschland einen völkerrechtlichen Vertrag nach § 12 Abs. 3 abgeschlossen hat. […]."

Das ist so schon richtig.

Aber:
Auch wenn nach dem Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG), § 38 Aufenthaltstitel für ehemalige Deutsche

"(= (1) Einem ehemaligen Deutschen ist

1.
eine Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn er bei Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit seit fünf Jahren als Deutscher seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hatte,

2.
eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn er bei Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit seit mindestens einem Jahr seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hatte.
Der Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels nach Satz 1 ist innerhalb von sechs Monaten nach Kenntnis vom Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit zu stellen. […]")

die Antragsfrist abgelaufen sein sollte, blieben noch Möglichkeiten.

Eine Rückfrage: Wenn sich denn Ihre Kinder in Deutschland befinden, welchen Aufenthaltsstatus haben Sie denn?

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.03.2018 | 12:40

Derzeit hat Kindsvater unbefristet, Kindsmutter befristet (2 Jahre) AE. Auch früher so.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.03.2018 | 13:25

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten (danke für Ihre Rückmeldung):

Der Aufenthalt der Kinder sollte auch ohne Aus- und Wiedereinreise möglich sein, jedenfalls unter diesen Umständen und ausnahmsweise.

Dem minderjährigen ledigen Kind eines Ausländers ist eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn beide Eltern oder der allein personensorgeberechtigte Elternteil eine Aufenthaltserlaubnis oder eine Niederlassungserlaubnis insbesondere besitzen.

Falls Sie weitere Hilfe benötigen, stehe ich Ihnen gerne unter Anrechnung dieses Erstberatungshonorars hier im Rahmen einer Direktanfrage zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.
Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.03.2018 | 13:25

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten (danke für Ihre Rückmeldung):

Der Aufenthalt der Kinder sollte auch ohne Aus- und Wiedereinreise möglich sein, jedenfalls unter diesen Umständen und ausnahmsweise.

Dem minderjährigen ledigen Kind eines Ausländers ist eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn beide Eltern oder der allein personensorgeberechtigte Elternteil eine Aufenthaltserlaubnis oder eine Niederlassungserlaubnis insbesondere besitzen.

Falls Sie weitere Hilfe benötigen, stehe ich Ihnen gerne unter Anrechnung dieses Erstberatungshonorars hier im Rahmen einer Direktanfrage zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.
Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

FRAGESTELLER 27.03.2018 1/5,0
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