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Verlust des Inhalts einer Sendung nach den USA

| 01.03.2014 15:52 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Zusammenfassung: Ein gewerblicher Händler haftet nach deutschem Recht stets für das Versandrisiko. Kommt die verkaufte Ware nicht beim Käufer an, ist der gezahlte Kaufpreis zu erstatten.

Ich bin Online-Händler und habe ein unversichertes Paket an eine langjährige Kundin nach den USA geschickt.
Die Ware wurde per Debit-Karte bezahlt. Das Geschäft kam ohne Bezug auf meine AGB quasi auf Zuruf (Mailverkehr) zustande.

Irgendwann meldete die Kundin, daß sie ein leeres Paket bekommen habe. Einziger Inhalt ein formloses Entschuldigungsschreiben der US-Post, daß der Paketinhalt leider nicht zu ermitteln sei.
Die Kundin hat einen Nachforschungsauftrag in den USA bei der US-Post ausgelöst, der erfolglos blieb.
Ich habe sofort einen Nachforschungsauftrag bei der DHL angeschoben, dessen Ergebnis zusammengefasst so lautet: DHL hat das Paket intakt an die US-Post übergeben und ist damit frei von allen Verantwortlichkeiten und legt den Fall nieder.
Die Kundin deutet an, daß sie über die Kreditkarten-Versicherung eine Regulierung anstrebt, kommt jedoch jetzt nach einem halben Jahr und will den Kaufpreis zurückerstattet haben.

Da es sich um rund 450.- Euro handelt, stellt sich die Frage, bin ich verpflichtet dies aus meiner Tasche zu regulieren?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung handelt es sich um einen Verbrauchsgüterkauf, da Sie als gewerblicher Händler auftreten. In diesem Fall tragen Sie stets das Versandrisiko: Kommt die Ware nicht beim Käufer an, ist er von der Verpflichtung zur Zahlung des Kaufpreises befreit.

Der Kundin steht also der Anspruch auf Rückerstattung des Kaufpreises aus ungerechtfertiger Bereicherung gegen Sie zu.

Sie können allenfalls versuchen, Ihren Schaden von DLH oder der US-Post ersetzt zu bekommen - wie da die Chancen aussehen, müsste aber gesondert geprüft werden. Dem Kunden haften jedenfalls Sie, denn kann es nach der Rechtslage egal sein, ob die Post geschlampt hat.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.03.2014 | 09:48

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