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Verlust der EC-Karte - Schadensersatz durch die Bank?


23.07.2005 15:55 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde betrogen: Auf meinem Kontoauszug sind mehrere Abhebungen in der Gesamthöhe von 2000 Euro verzeichnet, die ich nicht getätigt habe, es sieht auf dem Papier so aus, als hätte ich mit meiner Karte in der Deutschen Bank Geld abgehoben. Meine EC-Karte wurde mir gestohlen, dann aber gesperrt. Ich habe Anzeige erstattet.Die Pin kennt aus mir niemand, sie existiert auch nicht auf dem Papier. Habe ich von der Bank einen Anspruch auf Schadenserstattung? Gibt es irgendeine Möglichkeit den Täter zu finden? Die Abhebungen sind vom Geldautomaten in der Halle der Deutschen Bank getätigt worden. Hilft die Videoüberwachung in irgendeiner Form? (Dazu möglichst nähere Erläuterung?)

Mit freundlichen Grüßen

ein Ratsuchender

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Leider haben Sie gegenüber Ihrer Bank infolge einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 5. Oktober 2004 keine guten Karten. Der BGH geht davon aus, dass im Falle einer nach dem Diebstahl zeitnah erfolgten Abhebung mit einer entwendeten EC-Karte unter Verwendung der zutreffenden Geheimnummer der "erste Anschein" dafür spricht, dass der Kunde die Geheimnummer zusammen mit der Karte aufbewahrt hat.

Sie haben nur dann gute Aussichten, Ihren Schaden von der Bank erstattet zu erhalten, wenn es Ihnen gelingt, eine ernsthafte Möglichkeit darzulegen und zu beweisen, dass der Code auf Grund von Sicherheitsmängeln bei der Bank "geknackt" worden sei. Gelingt Ihnen dieser Beweis nicht, bleiben Sie auf Ihren Schaden sitzen, wenn sich die Bank nicht kulant erweist.

Sicherlich kann sich durch die Videoüberwachung, so es entsprechende Aufzeichnungen gibt, die Chance erhöhen, dass der Täter gefunden wird. Nähere Erläuterungen dazu kann ich leider nicht geben, da ich weder die Qualität einer möglichen Aufzeichnung noch einen sonstigen Einblick in die Ermittlungen der Polizei aufgrund Ihrer Strafanzeige habe. Bedenken Sie dabei, dass sich der Täter möglicherweise bewusst war, dass der Vorgang seiner Abhebung aufgezeichnet wird und er vielleicht Vorkehrungen getroffen hat, damit er nicht so leicht wiedererkannt werden kann (beispielsweise durch Wegdrehen des Gesichts). Für nähere Erläuterungen zu dieser Frage sollten Sie sich gegebenenfalls mit der ermittelnden Polizeibehörde in Verbindung setzen und nachfragen, ob entsprechende Videobänder von der Bank angefordert wurden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Ingo Kruppa
Rechtsanwalt
www.kruppa-ruprecht.de

Nachfrage vom Fragesteller 23.07.2005 | 17:08

Kann Videoüberwachung überhaupt zur Überführung eines Täters dienen? Denn wenn das Opfer die Person nicht kennt, ist doch eine
Identifikation des Opfers nahezu unmöglich (!). Auch werden diese Fotos wohl kaum in aller Öffentlichkeit auf der Titelseite einer Tageszeitung landen...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.07.2005 | 17:16

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Nach meinen Erfahrungen in anderen Verfahren kann durchaus die Aufzeichnung infolge einer Videoüberwachung einen Täter überführen. Sicherlich werden nicht in jedem Falle Fotos in Tageszeitungen veröffentlicht. Die Polizei verfügt aber über Dateien mit Fotos einschlägig vorbestrafter bzw. auffällig gewordener Personen. Vielleicht haben Sie Glück und der Dieb Ihrer Karte kann so gefunden werden.

Mit freundlichen Grüßen


Ingo Kruppa
Rechtsanwalt
www.kruppa-ruprecht.de

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