Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verlosung eines Hauses

29.01.2009 14:46 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani


Bezugnehmend auf die Reaktion bei dieser Anfrage
http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=45786&ccheck=1
habe ich noch einige Fragen.

Wie wäre der Fall, wenn man für beispielsweise 30€ an einem Rätsel mitmachen darf und der Gewinn ist ein Los mit dem man das Haus gewinnen könnte?

Oder wenn man Einzellose für 0,30€ anbieten würde? Es hindert ja niemand einen daran 100 Einzellose zu kaufen.

Ich stelle die Frage als Makler, da ich darin ein gutes Geschäftskonzept sehe. Wir haben hier eine GmbH vorliegen, die dann die Verlosungen bzw. die Rätsel für die Verkäufer der Häuser veranstaltet - im Auftrag. Zudem finden trotzdem Beratungen und Hausbesichtigungen statt, das somit die Eigner der Lose auch nicht "die Katze im Sack" gewinnen würden.

Laut dem Fall bei München von diesem Jahr geht dieses, weil es 1. eine einmalige Sache war, also einmal von der einen Privatperson ausgeführt und weil es 2. somit auch nicht gewerblich ist.

Wir Makler würden auch weiterhin nur unsere Provision aus dem Verkaufpreis (der Summe der verkauften bzw. ausgegebenen Lose) ziehen.

Sehen Sie mit den oben genannten Beispielen und mit Blick auf den einen Fall bei München eine Chance, dass dieses Konzept auf die eine andere Weise aufgeht?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Meines Erachtens ist auch diese genannte Option nicht mit § 3 Abs.1 des in der Vorantwort von meinem Kollegen benannten Glücksspielstaatsvertrag zu vereinbaren. Denn auch bei den von Ihnen genannten Optionen hängt der Gewinn des Hauses letztendlich vom Zufall ab. Darüber hinaus würde - und auch dies entspricht der Definition des Glücksspiels - ein Entgelt Voraussetzung für die Teilnahme an dem Glücksspiel sein. Ein Glücksspiel liegt nämlich dann vor, wenn im Rahmen eines Spiels für den Erwerb einer Gewinnchance ein Entgelt verlangt wird und die Entscheidung über den Gewinn ganz oder
überwiegend vom Zufall abhängt, § 3 Abs.1 des GlüStV. Unerheblich ist, ob vorher eine Besichtigung stattfinden kann oder inwieweit Sie eine Provision erhalten.

Ich empfehle Ihnen insoweit von diesem Vorhaben Abstand zu nehmen. Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021

Nachfrage vom Fragesteller 29.01.2009 | 15:56

Vorab vielen Dank.

Ich sehe ich schon, dass ich mich da doch immer, selbst wenn es irgendwie möglich ist, am Rande der Legalität bewege.

Vielleicht ist es Haarspalterei.

Aber das Entgelt ist in diesem Fall doch Voraussetzung für die Teilnahme am Rätsel. Das Rätsel selbst ist doch kein Glücksspiel.

Und wenn man dann nun als Gewinn z.B. einen Kugelschreiber erhält und danach als Geschenk für die Teilnahme hinterher auch noch so ein Los rausgibt, wie verhält es sich da?

Es wird doch wohl einen Weg geben das Glücksspiel zu umgehen.
Oder man spendet einen Betrag X und als Dankeschön gibt es ein Los.

Danke für Ihre Geduld, aber es schwer eine Idee, von der man überzeugt ist für den Moment, einfach wieder aus dem Kopf zu schmeißen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.01.2009 | 16:07

Sehr geehrter Ratsuchender,

letztendlich kommt es darauf an, ob 1.) ein Entgelt gezahlt wird, wie hoch es auch immer sein mag und ob 2.) das reine Zufallsprinzip entscheidet. Auch wenn es Ihnen schwer fallen wird, so sollten Sie Abstand von der Ausführung nehmen. Problematisch ist nicht nur das Glücksspiel, sondern auch ein mögliches wettbewerbswidriges Verhalten. Hier kann es zu sehr kostspieligen Abmahnungen durch Mitbewerber kommen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin noch per Mail zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70152 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Die Antwort und die Argumentation des Anwaltes hat mir gut gefallen. Ich denke, dass ich ihn mit einem Mandat beauftragen werde. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und kompetente Antwort. So gut, dass ich mit dem Anwalt meine Rechte in der Angelegenheit durchsetzen lassen werde. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Endlich mal ein Anwalt der eine eigene Meinung hat und nicht nur mit Allgemeinplätzen rumdruckst! ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen