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Verloren gegangene Ware


05.12.2006 20:27 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich arbeite seit fast 2 Jahren als kaufmännischer Angestellter in einem mittelständischen Unternehmen. Ich betreue ua. unsere Leih-/Mietliste von uns gekauften und dann vermieteten Geräten.

Wie das so im Mittelstand üblich ist, macht jeder alles. Will sagen, dass ich meinen Kollegen helfe und umgekehrt.

Dieses Jahr war ein gutes Jahr, sodass wir einen grossen Gesamtbestand von Leihgeräten haben (fast 300 Produkte). Nun bereite ich die Jahresinventur vor und stelle fest, dass ca. 10 Produkte (gesamtwert ca. 13000 Euro) fehlen.

Die Produkte werden von meinen Kollegen und von mir angenommen und herausgegeben. Man muss mich immer benachrichtigen.

Da sonst auch so viel zu tun ist, wurde die Liste aber "nebenher" von mir betreut. will sagen, ich habe nur Bewegungen verbucht, wenn sie mir mitgeteilt wurden.

Ich habe sie weder gestohlen noch jemanden geschenkt. Mein Arbeitgeber ist sonst sehr mit mir zufrieden.

Theoretisch gesehen kann,

a) vergessen worden sein, mir bescheid zu geben, dass die Geräte vermietet wurden

b) es aus unserem Lager gestohlen worden sein

c) versehentlich meine Excel-Liste überschrieben worden und der Kunde nun darauf wartet, dass wir uns melden.

Schlaflose Nächte und wochenendlanges Suchen und kontrollieren der Belege brachte keine Klarheit.


Ich frage mich nun, ob mein Arbeitgeber mich dafür haftbar machen kann, dass die Geräte "verschollen" sind.

Soll ich anbieten, meinen Bonus (brutto 5k EURO) zu geben? Ist das eine Schuldanerkenntnis?

Vielen Dank.

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Sehr geehrter Herr,

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:

Mangels besonderer Vereinbarung, die im Einzelfall wegen Sittenwidrigkeit oder Verstoßes gegen Treu und Glauben unwirksam sein kann, haften Sie als Arbeitnehmer für einen Kassen- oder Warenfehlbestand nur, wenn eine schuldhafte Verletzung des Arbeitsvertrags (Mankoabrede) oder eine unerlaubte Handlung vorliegt. Der Arbeitgeber muss die Voraussetzungen (Fehlbestand, Kausalität, z.B. Zugang zur Kasse) dartun; dann erst müssen Sie Ihr fehlendes Verschulden beweisen. Aus Ihrer Schilderung kann ich nicht entnehmen, ob eine vertragliche Abrede besteht, für einen "Waren-Fehlbestand" einzustehen und diesen auszugleichen.
Sie Können somit nicht haftbar gemacht werden; insbesondere "bearbeiten" auch mehrere Mitarbeiter diese Ausleihliste.
Den Bonus würde ich m.E. dem Arbeitgeber nicht anbieten; sie sind dazu nicht verpflichtet. Dies könnte in der Tat als Schuldanerkenntnis gedeutet werden.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung.

Beste Grüsse
RA Hermes
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