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Verlieren des Führerscheins durch erneuten Konsum?

22.03.2012 09:05 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Guten Tag.

Vor 2 Jahren musste ich wegen BTMG meinen Führerschein abgeben. Ich habe 1 Jahr lang Drogenscreenings und im Anschluss die MPU erfolgreich abgeschlossen.
Ich wohne in bayern.
Eigentlich rauche ich gar nicht mehr. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Konsum und Fahren kann ich strikt trennen. Letzte Woche hatte ich Urlaub. In dieser Woche habe ich 2 Joints geraucht. War bei einem Freund zu besuch, der was hatte.
Der letzte Joint war am Freitag nachmittag. Ich bin bis Montag kein Auto gefahren. Am Dienstag nachmittag auf den Weg nach Hause, kam ich in eine Verkehrskontrolle. Da ich wegen BTMG schon auffällig war musste ich ein Urin test abgeben, der natürlich THC anzeigte. Also musste ich auch Blut abgeben und durfte 48 Stunden kein Auto fahren.

Da ich nur in der letzten Woche geraucht hatte und sonst gar nicht. Dürften doch nach 4 Tagen nur noch schwache Abbauprodukte im Blut sein?
Verlier ich jetzt dadurch meinen Führerschein wieder? Oder besteht die Möglichkeit ihn zu behalten, würde mich aber auf eine MPU einlassen um zu beweisen, das ich Konsum und Auto fahren trennen kann.
Macht es Sinn auf die Führerscheinstelle zu gehen (die kennen mich dort schon) Und es vorher zu berichten? Oder sollte ich einen Anwalt aufsuchen? Bin sehr verzweifelt, weil ich auf meinen Führerschein angewiesen bin. Was soll ich tun?
Ich habe mir geschworen nie wieder zu kiffen, egal wann man das macht, es kommt einen immer zum verhängnis.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Aufgrund Ihrer Ausführungen gehe ich davon aus, dass die THC Konzentration bei der Kontrolle nicht im Strafbaren bereich war.

Ob Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen wird, hängt davon ab, wie Sie selbst schon richtig sagen, ob ein gelegentlicher Konsum vorliegt oder nicht.

Die Anlage 4 9.2.2 der FeV spricht Ihnen dann die Eignung nicht ab, wenn eine Trennung von Konsum und Fahren vorliegt.

Die Frage in Ihrem Fall ist jedoch ob überhaupt ein gelegentlicher Konsum vorliegt.

Nach Meinung der Verwaltungsgerichte wird für die Annahme eines gelegentlichen Konsums ein mehrmaliger, d.h. zumindest zweimaliger Konsum verlangt (BayVGH, zfs 2006, 294; VGH Bad.-Württ., zfs 2004, 43; OVG Brandenburg, Beschl. v. 13.12.2004 - 4 B 206/04 -, BA 43, 161; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschl. v. 9.12.2006 - 1 M 142/06 -, juris; OVG d. Saarl., zfs 2001, 188; SächsOVG DAR 2002, 234).

Wenn Sie angeben, Sie haben lediglich bei einer Gelegenheit 2 Joints geraucht dürfte es bereits daran fehlen.

Nach Ansicht der Verwaltungsgerichte kann auch aus dem THC COOH Wert nicht sicher darauf geschlossen werden, ob Sie gelegentlich Canabis konsumieren.

Die Führerscheinbehörde kann somit lediglich unter Bezugnahme auf Ihre Tat von vor 2 Jahren auf einen gelegentlichen Canabiskonsum schließen.

Ausgehend hiervon werden Sie daher nachweisen müssen, dass Sie Canabiskonsum und Fahren trennen können.

Um dies beurteilen zu können, kann die Führerscheinbehörde durchaus eine MPU anordnen.

Dies bedeutet jedoch nicht dass Ihnen der Führerschein entzogen wird.

Sie sollten daher folgendes Unternehmen:

Gegen Sie nicht eigenständig zur Führerscheinstelle und machen Sie weder gegenüber der Polizei noch gegenüber der Führerscheinstelle Angaben ohne einen Anwalt hinzuzuziehen.

Der Anwalt wird zunächst Akteneinsicht nehmen und dann mit Ihnen die Einlassung gegenüber der Führerscheinstelle besprechen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
 



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