Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verliere ich die Staatsbürgerschaft durch die Scheidung?

18.06.2010 22:04 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
hier sind die notwendigsten Angaben zu meiner Frage:
- Ich habe vor einem Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, da ich meine deutsche Frau 3 Jahre davor heiratete. Meine ehemalige Staatsbürgerschaft habe ich aufgegeben. Ich war kein EU-Bürger
- Ich verdiene durch meine Arbeit monatlich ca. 420 Euro netto. Allerdings ist meine Arbeitsstelle gefährdet und ich könnte sie jederzeit verlieren
- Meine Frau droht mir mit der Scheidung und Verlust der Staatsbürgerschaft. Sie ist wohlhabend, hat eine Arbeit woran sie auch ca. 420 Euro netto monatlich verdient, besitzt zwei Wohnungen, Aktien und viel Geld auf der Bank (mindestens 500000 Euro). In einer dieser Wohnungen wohnen wir gemeinsam
Hier sind meine Fragen:
- Verliere ich die Staatsbürgerschaft durch die Scheidung und dadurch, dass ich meinen Lebensunterhalt nicht selbständig bestreiten kann?
- Ich besitze in Deutschland nur mein Auto und ca. 20000 Euro auf der Bank. Muss ich meiner Frau im Falle einer Scheidung Unterhalt zahlen. Ich kann mir es nicht leisten! Wir haben bei der Scheidung eine Gütertrennung vereinbart
- Meine Frau und ich haben ca. 4 Jahre vor der Ehe ein gemeinsames Projekt außerhalb von Deutschland finanziert. Ich habe damals dafür unterschrieben, dass ich ihr die Geldsumme, womit sie sich an das Projekt beteiligte, schulde. Inzwischen habe ich diese Schulden schon vor der Ehe beglichen. Sie droht mir damit, dass sie immer noch in Besitz dieses Schreibens ist und mich damit ruinieren könnte. Sie hat von mir das Geld cash erhalten und daher kann ich die Rückgabe des Darlehens nicht beweisen. Was droht mir, wenn sie Ihre Drohungen vor Gericht bringt?
Vielen Dank für Ihre Hilfe
Mit freundlichen Grüßen

18.06.2010 | 22:27

Antwort

von


(204)
Kopenhagener Str. 23
10437 Berlin
Tel: +49(0)30-74394955
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die deutsche Staatsbürgerschaft kann weder durch die Scheidung noch durch die Tatsache, dass Sie gegenwärtig Ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können, wieder verloren gehen. Die Rücknahme der Einbürgerung käme allenfalls dann in Betracht, wenn diese durch falsche Angaben erschlichen wurde. Aber dafür gibt es ja keine Anhaltspunkte.

Für einen Anspruch auf Unterhalt Ihrer Frau gegen Sie müsste ein Unterhaltstatbestand vorliegen. Unterhaltstatbestände sind die folgenden:


  § 1570 Unterhalt wegen Betreuung eines Kindes 
 § 1571 Unterhalt wegen Alters  
§ 1572 Unterhalt wegen Krankheit oder Gebrechen 
 § 1573 Unterhalt wegen Erwerbslosigkeit und Aufstockungsunterhalt 
 § 1574 Angemessene Erwerbstätigkeit 
 § 1575 Ausbildung, Fortbildung oder Umschulung 
 § 1576 Unterhalt aus Billigkeitsgründen

Abgesehen davon, dass vorliegend kein Unterhaltstatbestand wie zum Beispiel die Betreuung eines gemeinsamen Kindes gegeben ist und schon deshalb ein Unterhaltsanspruch scheitern würde, mangelt es Ihrer Frau auch an der Bedürftigkeit. Wenn sie sich aus ihrem eigenen Vermögen unterhalten kann, ist sie nicht bedürftig.

§ 1577 BGB
(1) Der geschiedene Ehegatte kann den Unterhalt nach den §§ 1570 bis 1573, 1575 und 1576 nicht verlangen, solange und soweit er sich aus seinen Einkünften und seinem Vermögen selbst unterhalten kann.
(2) Einkünfte sind nicht anzurechnen, soweit der Verpflichtete nicht den vollen Unterhalt (§§ 1578 und 1578b) leistet. Einkünfte, die den vollen Unterhalt übersteigen, sind insoweit anzurechnen, als dies unter Berücksichtigung der beiderseitigen wirtschaftlichen Verhältnisse der Billigkeit entspricht.
(3) Den Stamm des Vermögens braucht der Berechtigte nicht zu verwerten, soweit die Verwertung unwirtschaftlich oder unter Berücksichtigung der beiderseitigen wirtschaftlichen Verhältnisse unbillig wäre.
(4) War zum Zeitpunkt der Ehescheidung zu erwarten, dass der Unterhalt des Berechtigten aus seinem Vermögen nachhaltig gesichert sein würde, fällt das Vermögen aber später weg, so besteht kein Anspruch auf Unterhalt. Dies gilt nicht, wenn im Zeitpunkt des Vermögenswegfalls von dem Ehegatten wegen der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann."


Bezüglich Ihrer letzten Frage gilt folgendes:

Wenn es sich tatsächlich um einen Darlehensvertrag handelt, dann sind Sie auch in der Beweispflicht, dass das Darlehen zurück gezahlt wurde. Das bedeutet, dass Sie vor Gericht beweisen müssten, dass sie Ihrer Frau das Geld bereits zurück gezahlt haben. Allerdings müsste man zuvor prüfen, ob es sich tatsächlich um einen Darlehensvertrag handelt, dieser auch wirksam ist etc. Dies sollte Sie für den Fall, dass Ihre Frau den Anspruch geltend macht, dann ebenso von einem Anwalt überprüfen lassen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst behilflich sein. Selbstverständlich können Sie noch eine kostenlose Nachfrage stellen.

Ich verbleibe zunächst mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Sabine Reeder
Fachanwältin für Familienrecht

ANTWORT VON

(204)

Kopenhagener Str. 23
10437 Berlin
Tel: +49(0)30-74394955
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Ausländerrecht, Internationales Familienrecht, Fachanwalt Familienrecht, Erbrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 91534 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Mir wurde schnell und kompetent geholfen. Vielen herzlichen Dank. Die Zusammenarbeit wird fortgeführt. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort war ausreichend um eine entscheidung zu treffen. dankeschön ...
FRAGESTELLER
4,4/5,0
Danke Ihnen für Ihren rechtlichen Rat! Grüße ...
FRAGESTELLER