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Verlezung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen § 201 a StGB


03.03.2006 19:51 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag!

Ich habe eine Vorladung zur Vernehmung als Beschuldigter erhalten. Mir wird die Verlezung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen vorgeworfen (§ 201 a StGB).
Folgender Tathergang:
Unter erheblichem Alkoholeinfluss wurde auf der Toilette einer Diskothek über die WC-Kabienentür hinweg ein Foto einer Person gemacht, die diese mit heruntergelassener Hose und durch eine Kappe das Gesicht total verdeckte Person zeigt. Das Foto wurde nur an einen Freund weitergeben der bei der Aufname dabei war, dieser hat es dummerweise weitergeschickt. Das Opfer war mir damals nicht bekannt, hat nun aber erfahren das ich die Aufnahme gemacht habe. Ich habe mich beim Opfer entschuldigt, er weiß also definitiv das ich das Foto gemacht habe.

Ich denke zur Zeit das ich bei der Vernehmung Angaben zur Sache machen werde, ich werde die Tat eingestehen um so event. ohne Gerichtsverhandlung und hörer Strafe davonzukommen. Das Foto enthält ganz klar mein Kammeradaten und es ist bekannt das ich das Foto gemacht habe.
Ich bin 18 Jahre alt und Schüler, also ohne Einkommen (ca. 50€ Taschengeld).

Tut es zu Sache, dass das Opfer 16 Jahre alt ist und die Aufnahme um 0:35 Uhr gemacht wurde?
Ist es sinnvoll Auszusagen oder sollte besser keine Angaben zur Sache machen? Welche Strafe erwartet mich, kommen hier Sozialstunden oder eine Geldstrafe (nur wovon? Wenn ja wie hoch) in Betracht? Wird es zu Gerichtsverhandlung kommen oder Strafbefehl?

Vielen Dank und freundliche Grüße!
03.03.2006 | 20:12

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich auf Grundlage der vorliegenden Informationen wie folgt beantworten.

Um das Ergebnis der Frage vorweg zu nehmen. aufgrund Ihres Alters und der "Albernheit" der Tat ist wahrscheinlich davon auszugehen, dass Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen wird. Dies lässt zumindest den Erlass eines Strafbefehles eher unwahrscheinlich erscheinen.

Demnach haben Sie also eine Gerichtsverhandlung zu erwarten, es sei denn, die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren im Vorfeld ein, weil sie eine Anklage nicht für geboten hält (§ 45 JGG).

Dies wäre sicherlich für Sie die angenehmste Lösung. Voraussetzung hierfür ist zunächst, dass Sie geständig sind. Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstehe, sind die Beweise gegen Sie ihnehin eindeutig, so dass sie mit einem Geständnis nicht mehr viel "kaputtmachen" können.

Dass Sie sich bei dem Opfer entschuldigt haben, ist ebenfalls ein tauglicher Beitrag auf dem Weg zu einer Einstellung. Evtl. sollten Sie sich überlegen, dem Opfer einen gewissen Geldbetrag als "Schmerzensgeld" zur Wiedergutmachung zur Verfügung zu stellen.

Sollte die Staatsanwaltschaft der Ansicht sein, dass dennpoch ein geeigneter Denkzettel erforderlich ist, kann sie auch die Einstellung bspw. von der Erbringung bestimmter Arbeitsleistungen abhängig machen.

Eine Anklage halte ich, bei Beherzigung des Vorhergesagten, persönlich für eher unwahrscheinlich. Sollte es dennoch dazu kommen, würde die Strafe wohl über eine Verwarnung und ggf. ebenfalls einige Sozialstunden nicht hinausgehen.

Zuverlässige Aussagen zu einem etwaigen Strafmaß wären allerdings reine Mutmaßungen.

Ich hoffe Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und stehe im Rahmen der Nachfragefunktion gerne für Ergänzungen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt



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