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Verleumdung/Nachbarschaftsstreit wegen Kindern

01.11.2015 22:27 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Es geht um folgende Sachlage:
Wir sind eine Familie mit 2 Söhnen, einer 8 Jahre, einer 3 Jahre alt, wohnen im 1. Stock eines Mietshauses, seit etwa 2 ½ Jahren. Unter uns ist vor etwa vor etwa 2 Jahren ein junges Ehepaar eingezogen. Schon bald danach zeigte sich, dass diese Leute ein Ruhebedürfnis haben, das wir mit unseren 2 Kindern nicht erfüllen können. Nach dem ersten größeren Streit im Treppenhaus wegen Kindergeschrei haben wir die Leute zu einem klärenden Gespräch in unsere Wohnung gebeten. Wir haben erklärt, dass wir es nicht darauf anlegen, Lärm zu produzieren, auch kein Interesse an einem Nachbarschaftskonflikt haben, aber gewisse Dinge einfach nicht realisieren können, weil das Mietshaus hellhörig ist.
Wir haben unsere Nachbarn außerdem in Kenntnis gesetzt, dass unser kleiner Sohn aufgrund einer chronischen, von Geburt an bestehenden Erkrankung und der damit einhergehenden Entwicklungsverzögerung, möglicher weise etwas mehr weint als andere Kinder in seinem Alter.
Nach dem Gespräch war für ungefähr 3 Monate ein vergleichsweise normaler Umgang miteinander möglich, danach verschlechterte sich die Situation wieder.
Es gab dann ein weiteres Gespräch bei unserem Vermieter. Hier wurde u.a. erläutert, dass es uns leider nicht möglich ist, mit zwei kleinen Kindern am Wochenende die Nachtruhe bis zur Mittagsstunde auszudehnen.
Danach wiederum ein ¼ Jahr Ruhe, dann wieder dieselben Probleme, d.h. Klopfen gegen Decken und Heizungsrohre, sobald die Kinder Geräusche von sich gaben. Daraufhin beschwerten wir uns beim Vermieter.
Vor kurzem teilte uns unser Vermieter mit, unsere Nachbarn seien unserer Bitte entsprechend informiert worden, dass sie bitte das Klopfen gegen Decken, Wände und Heizungsrohre unterlassen.
Wenig später hatten wir unangemeldeten Besuch vom Jugendamt. Die Mitarbeiterin vom Jugendamt hat sich bei uns umgesehen, sie hat die Dokumentation der Krankengeschichte unseres kleinen Sohnes gesehen, Ergebnis ihrer Überprüfung war, dass bei uns alles in bester Ordnung ist, der Fall damit abgeschlossen sei. Entsprechend der Datenschutzbestimmungen hat sie uns den Namen des Meldenden nicht genannt, uns aber Auskunft über den Inhalt der Meldung gegeben, die an das Jugendamt gegangen ist:
-Unser großer Sohn würde den kleinen schikanieren
-Der Kleine würde viel weinen und schreien
-Die Wohnverhältnisse seien katastrophal
Aus diesen Angaben schlussfolgern wir, dass es sich bei dem/den Melder(n) nur um die bewussten Nachbarn handeln kann, weil niemand sonst unseren kleinen Sohn weinen hören kann und sich gleichzeitig in der Lage sehen kann, unsere Wohnverhältnisse zu beurteilen, denn keine anderen Nachbarn kennen unsere Wohnung von innen.
Empfehlen Sie uns eine Anzeige wegen Verleumdung, bzw. übler Nachrede zu stellen?
Eine weitere Idee von uns wäre, zunächst noch einmal den Vermieter zu bitten, darauf hinzuwirken, dass wir nicht weiterhin belästigt werden und nur, falls das doch geschieht, Anzeige zu erstatten.
Sehen Sie noch Alternativen ?
Wir bitten um eine rechtliche Beurteilung

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Leider muss ich Ihnen aus juristischer Sicht sagen, dass Ihre Chancen hier wohl als nicht besonders gut angesehen werden müssen. Letztlich haben sie keinerlei Nachweise dahingehend, dass die Nachbarn tatsächlich Unwahrheiten verbreitet haben. Auch ist derzeit nicht konkret nachvollziehbar, was genau im Detail gesagt worden sein soll.

Daher stehen die Chancen für eine zivilrechtliche Auseinandersetzung sehr schlecht. Auch eine Strafanzeige wird im Ergebnis nicht viel bringen. Wenn Sie diese gleichwohl erstatten, würde ich anraten, diese zunächst gegen Unbekannt zu richten, damit Sie sich nicht eventuell einer falschen Verdächtigung schuldig machen.

Auch wenn für Sie die Verursachung klar ist, so muss man juristisch gesehen, das diesem nicht zwingend gefolgt werden muss.

Ich würde daher versuchen, zunächst das Gespräch zu suchen und hierbei sicherheitshalber neutrale Zeugen dabei zu haben. Diese könnte auch der Vermieter sein, offenbar konnte dieser in der Vergangenheit ja schon regulierend eingreifen.

Leider kann ich Ihnen hier sinnvollerweise keinen Rat geben, wie Sie ihn sich vermutlich gewünscht haben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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