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Verleumdung und Mobbing am Arbeitsplatz gepaart mit einem Screening

31.01.2013 19:14 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo,
ich habe folgendes Problem.

Ich arbeite in einer Spielothek / Spielcasino wo wir Getränke ausschenken und die Geldtransaktionen tätigen ( Geldwechsel, Auffüllung von Spielgeräten, Reinigungsarbeiten u.Ä ).

Eine Mitarbeiterinn ist besonders intgrigant, aber mehr als Lästereien und ein wenig Rumgezicke gab es bisher nicht. Sie hat schon mehrere Mitarbeiter aus der Filiale vergrault.Wir mögen uns überhaupt nicht.

Gestern wurde ich ins Büro, durch die Teamleitung, geholt, mit 2 anderen Mitarbeitern.


Es wurde uns vorgeworfen, dass wir uns nach der Arbeit treffen und kiffen.


Dies war jedoch zu keinem Zeitpunkt der Fall seitdem ich dort arbeite ( 1 Jahr ).

Ich empfinde das schon als harte Nr. diese Gerüchte am Arbeitsplatz zu verbreiten welche uns als Drogen USER darstellen und weiß nicht recht welchen Weg ich jetzt Beschreiten kann.

Die Anschuldigung empfinde ich als sehr belastend und ebenfalls rufschädigend.

Darüber hinaus, ist meine Rechtsauffassung so, dass ich doch sowieso in meiner Freizeit machen kann was ich will, solange es meine Leistung am Arbeitsplatz nicht beeinträchtigt oder aber eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt?

Immerhin kann es hier doch auch um meinen Arbeitsplatz gehen.

Darüber wäre noch interessant ob der Arbeitgeber einen Drogentest durchführen oder veranlassen kann?

Handlungsempfehlung? Gegenüber ihr und dem AG?


Über eine schnelle Antwort würde ich mich freuen.

Vielen Dank so weit.



Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist Ihr Freizeitverhalten Ihre Privatangelegenheit. Dies betrifft auch den etwaigen Konsum von Rauschmitteln. Jedoch gilt dies dann nicht, wenn sich der Konsum von jeglichen Rauschmitteln in der Freizeit auch nachteilig auf die Arbeitsleistung auswirkt. Ist ein Arbeitnehmer aufgrund seines Konsumverhaltens in der Freizeit nicht oder nur eingeschränkt zu seiner vertraglich geschuldeten Arbeitsleistung fähig, kann hieraus grundsätzlich auch ein Kündigungsgrund entstehen. Hierzu ist es auch möglich, bei Mitarbeitern Drohenscreenings durchführen zu lassen. Zwar stellt dies einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers dar, der jedoch ausnahmsweise angemessen ist, wenn die Arbeitsfähigkeit des Arbeitnehmers auf andere Weise nicht festgestellt werden kann (vgl. ArbG Hamburg, Urteil vom 1.9.2006, Az.: 27 Ca 136/06 ). Damit aber eine entspr. Kontrolle tatsächlich durchgeführt werden darf, muss für die drogenbedingte Arbeitsunfähigkeit bzw. die am Arbeitsplatz eingeschränkte Arbeitsfähigkeit entweder ein konkreter Verdacht existieren oder es muss sich um Arbeiten mit einem gewissen Gefahrenpotential für andere Mitarbeiter, Kunden, Güter o.ä. handeln. Grundsätzlich darf der Arbeitnehmer bei Vorliegen dieser Voraussetzungen auch den angeordneten Test bei einem Arzt seiner Wahl durchführen lassen. Dem Arbeitgeber gelangt grundsätzlich nur das allgemeine Testergebnis zur Kenntnis. In Ihren Fall sollten Sie Einblick in Ihre Personalakte begehren und ggf. eine Gegendarstellung der tatsächlichen Gegebenheiten schriftlich zur Personalakte geben. Dies ist relevant für den Fall, dass eine etwaige Abmahnung aus den Drogenkonsumvorwürfen resultieren könnte. Gegenüber der Arbeitskollegin können Sie zum einen die Unterlassung derartiger wahrheitswidriger Behauptungen durch eine entsprechende Unterlassungsverfügung verlangen, zum anderen stehen Ihnen strafrechtliche Möglichkeiten u.a. unter Bezugnahme auf die §§ 185 ff StGB zur Verfügung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung verschaffen. Hinweisen möchte ich darauf, dass diese Plattform nur eine erste Einschätzung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts leisten kann. Eine umfassende Rechtsberatung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden.


Mit freundlichen Grüßen,

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