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Verleumdung üble Nachrede

02.02.2018 16:51 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Hallo,
mir wurde im November 2017 eine Laterne (wert 40 Euro) vor meiner Haustür entwedet ... eine Nachbarin hat mich am nächsten morgen angesprochen und gesagt, sie hätte ein Pärchen mit Hund gesehen die mit meiner Laterne spazieren gegangen sind ...wir wohnen in einem kleinen Dorf man kennt sich dort ...
Wir haben das ganze zur Anzeige gebracht ...( meine Nachbarin war als Zeugin dabei )
Ich war so enttäuscht und sauer und habe meinen Unmut kund getan und zwar im
Facebook mit folgenden Text:
...wir leben sehr sehr gerne in Sudberg nur beklaut zu werden beeinträchtigt das schöne Lebensgefühl sehr !
Gestern gegen 21.30 Uhr hat ein Pärchen mit einem Dalmatiner und einem Dackel unsere Laterne vorm Hauseingang entwendet! Dieses Pärchen marschierte noch stolz mit fremden Eigentum den Schöppenberg entlang Richtung Riedelstr ! Es wäre schön, wenn man die Laterne auf die gleiche Art und Weise wieder an den Platz stellt wo sie war!!!!
Gott sei Dank ist Sudberg klein und man kennt sich ...........
Jetzt bekomme ich von der Kriminalpolizei eine Ladung wegen übler Nachrede ...
Was kann ich tun? Wie soll ich mich verhalten??
Für Rat zu meiner Rechtslage wäre ich sehr dankbar..

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Guten Tag,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Eine üble Nachrede begeht nach § 186 StGB derjenige, der "in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist,"
es sei denn, die behauptete Tatsache ist erweislich wahr.

Sie haben öffentlich über ein in dem von Ihnen ja selber so beschriebenen kleinen Ort lebendes Paar eine Tatsache behauptet, "hat ... entwendet und spazierte stolz mit fremdem Eigentum ..." und damit des Diebstahls bezichtigt.

Das Paar ist aufgrund der von Ihnen abgegebenen Beschreibung auch in dem kleinen Dorf zu identifizieren, die Kombination Dalmatiner und Dackel wird nicht so häufig vorhanden sein.

Offenbar haben Sie selber den behaupteten Diebstahl ja noch icht einmal gesehen, sondern sich auf die Aussage der Nachbarin verlassen. Gleichwohl haben Sie die Äußerung so veröffentlicht, als sei es eine feststehende Tatsache.

Es obliegt Ihnen, den Beweis für Ihre Behauptung zu erbringen. Ansonsten werden Sie wegen übler Nachrede belangt, und in zivilrechtlicher Hinsicht drohen Ihnen Unterlassungs- und ggf. auch Schadensersatzansprüche.

Wenn Sie sich nicht absolut sicher sind, den behaupteten Dienbstahl durch eben dieses Paar beweisen zu können, sollten Sie ernsthaft über eine Entschuldigung und auch einen entsprechend klärenden facebook-Eintrag nachdenken.

Mit freundlichen Grüßen




Nachfrage vom Fragesteller 02.02.2018 | 17:28

Es stimmt ich persönlich habe das Paar nicht gesehen und ich kenne das Paar auch nicht aber eine Nachbarin hat mich am nächsten Tag darauf angeschrieben und konnte das Paar auch beschreiben und wusste genau wo sie wohnten ...
Die Nachbarin ist mit mir auch zur Polizei gegangen und stellte sich als Zeugin zur Verfügung... ich habe noch nie etwas mit solchen Dingen zu tun gehabt und eigentlich ist es auch gar nicht mein Ding aber nun zu meiner Frage:
- wie komme ich aus der ganzen Geschichte unbescholten wieder raus??
- wie verhalte ich mich bei dem Termin beim Kommissar??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.02.2018 | 17:34

Ob Sie da völlig unbescholten wieder rauskommen können, wage ich zu bezweifeln.

Sie hätten es bei der Anzeige belassen und dann die Polizei ihre Arbeit machen lassen sollen.
Haben Sie aber nicht, sondern quasi im Wege der "Selbstjustiz" Tatsachen öffentlich behauptet, deren Wahrheitsgehalt Sie nunmehr beweisen müssen.

Ihnen Empfehlungen zu geben, ohne vorherige Akteneinsicht genommen zu haben, ist nicht möglich.




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