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Verleumdung in Internetforen


05.11.2006 21:19 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich lebe seit wenigen Monaten getrennt von meiner Ehefrau und habe nun feststellen müssen, dass sie mich seit mehr als 1,5 Jahren in Internetforen umfangreichst verleumdet hat. Letztendlich kumulierend hat sie sogar sexuelle Details aus der Ehe in Internetforen veröffentlicht, bis hin zur Häufigkeit des Geschlechtsverkehres je Woche. Leider bin ich aufgrund der detailgenauen Schilderungen in meiner Person eindeutig erkennbar, so dass mich sogar schon Arbeitskollegen daraufhin angesprochen haben. 1.) Welche strafrechtlichen Konsequenzen zieht dies nach sich ? 2.) Wie sollte eine beweiskräftige Sicherung der Forenbeiträge durchgeführt werden ? 3.) Inwiefern ist die eheliche Solidarität dadurch beeinträchtigt worden ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Schilderungen summarisch wie folgt beantworten möchte.

Wenn erwiesen sein sollte, dass Ihre Frau mit direktem Vorsatz unwahre, herabwürdigende Tatsachen über Sie im Internet verbreitet hat, hat sie sich wegen Verleumdung strafbar gemacht. Möglicherweise fehlt es für den Straftatbestand der Verleumdung jedoch an dem Unwahrheitsgehalt von genannten Tatsachen. Gleiches gilt im Übrigen für die üble Nachrede. Dies wäre von Ihnen oder von einem Anwalt Ihres Vertrauens anhand der Forenbeiträge zu überprüfen.

Auszugehen sein dürfte hier nach Ihren Angaben jedoch eher von ehrverletzenden Werturteilen (auch wenn diese mit Tatsachen in verwoben sein mögen), so dass viel für den Beleidungstatbestand nach § 185 BGB spricht. Allerdings wäre konkret noch zu ermitteln, ob Sie anhand der Einträge trotz der fehlenden Namensnennung tatsächlich eindeutig zu erkennen waren. Zudem ist nachzuweisen, dass Ihre Frau die Urheberin der Beiträge ist. Zur Verfolgung der Beleidigung ist im Übrigen ein Strafantrag von Ihnen erforderlich.

Sie sollten in einem Protokoll exakt festhalten, zu welcher Zeit unter unter welcher Internetadresse die Einträge zu sehen waren. Sie können Screenshots anfertigen und sich bei der Sichtung der Einträge mindestens einen Zeugen hinzuholen. Alternativ können Sie die entsprechenden Internetseiten ausdrucken und in Gegenwart eines Zeugen das Datum vermerken.

Soweit Sie mit Ihrer Frage hinsichtlich der ehelichen Solidarität darauf abzielen, ob aufgrund einer unzumutbaren Härte das Trennungsjahr für eine Scheidung nicht eingehalten werden muss, so ist dies nicht ganz eindeutig zu beantworten. Für grobe Ehrverletzungen ist dies jedoch schon verschiedentlich entschieden worden, jedoch kommt es dabei stets auf eine Gesamtwürdigung aller Einzelheiten an.

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf den gegebenen Angaben basiert, daneben aber andere Punkte relevant sein könnten, die ein möglicherweise anderes Ergebnis nahelegen würden. Eine umfassende und verbindliche Beratung ist daher nur im Wege einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe, Ihnen zunächst die im Rahmen dieses Forums angestrebte erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt
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