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Verleumdung bei beweisbaren Tatsachen?

| 21.11.2011 07:40 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Guten Tag,

ich war 4 Jahre bei einer Handelsagentur als Außendienstmitarbeiter angestellt.2010 habe ich gekündigt nachdem der neue Inhaber der Agentur nach Übernahme eine Gehaltskürzung bei mir angekündigt hatte.

Jetzt habe ich eine Dummheit gemacht. Mit einer anonymen E-Mail habe ich einige
Firmen die von der Agentur vertreten werden informiert dass mein Nachfolger zusätzlich noch eine selbstständige Tätigkeit ausführt. Dies ist auch wahr
und nachweisbar. Im Nachhinein tut es mir leid diese Mail geschrieben zu haben,
auch weiß nicht wirklich warum ich das getan habe, da es mir keinerlei Vorteile bringt.

Jetzt habe ich eine Vorladung wegen Verleumdung erhalten.

Daß man anhand der IP-Adresse einen Autor einer anonymen Mail ausfindig machen kann
war mir bekannt, aber habe in diesem Moment des Schreibens nicht daran gedacht.

Ich bin nicht vorbestraft und führe einen geordneten Lebenstil.

Frage: Ist die Verleumdungsklage gerechtfertigt, obwohl ich nur beweisbare
Tatsachen dargelegt habe?
Soll ich bei der Vorladung alles zugeben ?
Ist die IP-Adresse ein entgültiger Beweis ?
Es soll ja auch möglich sein mithilfe eines Trojaners auf einen Rechner zugreifen
zu können um eine E-Mail mit der IP des infizierten Rechners zu senden.

Danke im voraus für eine Antwort


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Sehr geehrter Fragesteller,

bei einer Verleumdung müssen Sie ehrenrührige Tatsachen verbreitet haben, die unwahr sind. Den Beweis der Unwahrheit muss durch die Staatsanwaltschaft erbracht werden. Da Sie schildern, dass die von Ihnen an die Firmen mitgeteilten Informationen der Wahrheit entsprechen, sollte ein Beweis der Unwahrheit durch die Staatsanwaltschaft nicht möglich sein.

Sie könnten sich aber der üblen Nachrede strafbar gemacht haben. Dabei müssten Sie ebenfalls ehrenrührige Tatsachen verbreitet haben, die unwahr sind. Allerdings müssten Sie im Zweifel den Wahrheitsgehalt der behaupteten Tatsachen beweisen. Ob Ihnen dies zweifelsfrei möglich ist, kann von hier nicht beurteilt werden.

Die IP-Adresse allein ist kein Beweis für Ihre Täterschaft, da, wie Sie richtigerweise festgestellt haben, auch Dritte auf den PC zugegriffen haben könnten. Sei es über einen Trojaner oder dass der PC auch Dritten allgemein zugänglich ist; beispielsweise durch Familienangehörige.

Gegenüber der Ermittlungsbehörde sollten Sie zunächst die Vorwürfe nicht zugeben, sondern durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl Akteneinsicht beantragen um nach Auswertung der Akten sich gegebenenfalls entsprechend gegenüber der Ermittlungsbehörde zu erklären.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 21.11.2011 | 08:49

Hallo,

vielen Dank für die ausführliche Antwort.

soll ich vor dem Vorladungstermin Akteneinsicht verlangen oder danach ?

Wie hoch schätzen Sie die Anwaltskosten gesamt ? Werden die Kosten von einem
Rechtsschutz übernommen ?

Bei Mandatsübernahme durch Sie kämen doch bei einer Anfahrt von Berlin
zu meinem Wohnort ( ca. 700 km ) im Falle einer Verhandlung doch wahrscheinlich
sehr hohe Kosten auf mich zu.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.11.2011 | 09:42

Sehr geehrter Fragesteller,

wann Akteneinsicht begehrt wird ist unerheblich. Wenn Sie dem Termin zur Vorladung bei der Polizei nicht folge leisten, geht diese davon aus, dass Sie von Ihren Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen. D.h. es kann auch erst nach dem Termin Akteneinsicht beantragt werden.

Je nach Vereinbarung mit dem Rechtsanwalt und Stadium der Übernahme und Beendigung des Verfahrens durch den Rechtsanwalt fallen die gesetzlichen Gebühren (bei Einstellung des Verfahrens mindestens € 550,00) oder die mittels Honorarvereinbarung vereinbarten Gebühren an.

Ziel der Übernahme Ihres Mandats ist die Einstellung des Verfahrens in einem möglichst frühen Stadium. Daher würde in diesem Falle keine Hauptverhandlung stattfinden.

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt nicht die Kosten, wenn Ihnen eine vorsätzliche Straftat vorgeworfen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -


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Bewertung des Fragestellers 21.11.2011 | 08:51

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 21.11.2011 5/5,0
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