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Verleumdung am Arbeitsplatz / Mobbing

| 13.08.2011 13:11 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo,

folgende Lage:

Ich habe, dummerweise, Kontakt zu einer Mitarbeiterin aufgenommen und ihr in einer harmlosen Email meine Gefühle mitgeteilt. Da ich jedoch wesentlich älter bin und sie vergeben etc., habe ich auch klargestellt, dass ich sie lediglich darüber informieren und nichts weiteres von ihr will. Vorher hatte ich vergeblich ein Gespräch mit ihr gesucht, sie hat später den Kontakt via Email zu mir aufgenommen, um mich zu fragen, was ich denn wolle. Dieser Dialog existiert noch in meinem Postausgang und ich kann nachweisen, dass sie komplett harmlos ist und keinerlei amouröse Absichten andeutet, geschweige denn, dass ich irgendetwas Anzügliches, Belästigendes oder gar Bedrohliches von mir gebe.
Das Nächste was sich ereignete war, dass sie unter Tränen gegenüber der Geschäftsleitung äussert, ich hätte "Drohungen" gegen sie ausgestossen, und würde sie verfolgen und ich hätte noch andere Mitarbeiterinnen "verbal belästigt". Desweiteren hat sie wohl Unterstützung durch eine weitere, mir unbekannte Person gefunden, die das Gleiche aussagte.
Zwar konnten die Vorwürfe nicht belegt werden und letztlich konnte ich die Gl. von meiner Unschuld überzeugen, da ich jedoch zu dem Zeitpunkt in der Probezeit war, wurde mir dennoch gekündigt, mit der Aussage, man wolle "Frieden im Betrieb".
Dies hat sie übrigens getan, nachdem ich nach einjährigem Praktikum für gerade 2 Tage mit festem Arbeitsvertrag übernommen wurde - sie muss es mitgekriegt haben und sah sich veranlasst, hiergegen vorzugehen.
Zwar hat die Geschäftsleitung noch weitere Mitarbeiter befragt, jedoch hat die erwähnte Frau zwischenzeitlich in der Firma so weit "Stimmung" gegen mich gemacht und mich im Betrieb als Stalker dargestellt, dass sich selbstverständlich alle gegen mich und eine weitere Zusammenarbeit äusserten, was nachvollziehbar ist.
Bezüglich der arbeitsrechtlichen Situation ist bereits ein Anwalt aktiv, da die erneute Probezeit widerrechtlich war, ich Kündigungsschutz genieße und nachweisbar kein Kündigungsgrund vorliegt. Mein erster Arbeitsplatz nach 8 Jahren Arbeitslosigkeit wird sich also retten lassen, die Tätigkeit dort und das Verhältnis zum Kollegium wird allerdings nie wieder wie vorher sein. Außerdem war mein Vertrag auf 1 Jahr befristet, das dieser verlängert wird, ist aufgrund des nunmehr stark beschädigten Verhältnisses zur Leitung ausgeschlossen.

Meine Frage ist:

Wurden durch das Verhalten dieser "Kollegin" nicht gleich mehrere Straftatbestände erfüllt ( z, B. Verleumdung, Beleidigung )? Besteht eine Möglichkeit, diese zur Verantwortung zu ziehen?
Was ist mit den Pflichten des Ag., meine Persönlichkeitsrechte und meine Ehre zu schützen ( hab ich bei Wikipedia gelesen, keine Ahnung, ob´s stimmt )? Inwieweit könnte man in einem Rechtsstreit den Ag. zwingen, die anderen Beteiligten zu nennen und dann ggf. unter Eid aussagen zu lassen?

Des Weiteren würde ich gerne erwirken, dass sich diese Person ausserhalb der Arbeitszeiten bis auf einen Mindestabstand von mir fern hält, da ich damit rechnen muss, dass mir jeder zufällige Aufenthalt in der Nähe nachteilig ausgelegt wird.

Abschliessend kann ich nur beteuern, dass meine Aussagen komplett der Wahrheit entsprechen und ich nie in irgend einer Form belästigend, beleidigend oder bedrohlich gegenüber dieser Person oder jedweden anderen Mitarbeitern geworden bin. Was diese Person zu dieser Reaktion veranlasst hat, ist mir und jedem Anderen, der mir Glauben schenkt, ein Rätsel.Zwar halte ich es für glaubwürdig, das die bloße, arglose Annäherung an eine weibliche Person bei dieser Panik und ein Gefühl der Bedrohung auslösen kann, vielleicht ist sie schon entsprechend vorgeschädigt und war mal Stalking-Opfer, aber die Reaktion ist in keinster Weise zu rechtfertigen.
Es handelt sich hier auch nicht um einen perfiden Rachefeldzug eines abgewiesenen Verehrers, denn sämtlich positiven Gefühle gegenüber dieser Person sind natürlich vollständig vernichtet.

Eingrenzung vom Fragesteller
13.08.2011 | 13:19
Eingrenzung vom Fragesteller
13.08.2011 | 13:24

Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:


Die Mitarbeiterin hat Ihnen gegenüber eine Verleumdung begangen, da sie wider besseres Wissen eine unwahre Tatsache verbreitet hat, die dazu geeignet war, Ihrem Ruf zu schaden.

Das ist strafbar nach § 187 STGB.

Erschwerend kommt in diesem Fall noch hinzu, dass diese Verleumdung für Sie ernsthafte arbeitsrechtliche Konsequenzen hatte.


Eine Beleidigung liegt immer dann vor, wenn man dem Opfer direkt gegenüber seine Mißachtung ausdrückt.

Ich würde Ihnen empfehlen, hier Strafanzeige zu stellen.


Der Arbeitgeber hat zwar die Pflicht , sich schützend vor seine Arbeitnehmer zu stellen.

Im vorliegenden Fall hat er jedoch guten Glaubens zugunsten der Kollegin gehandelt.


Bei einer Strafanzeige wäre die Staatsanwaltschaft verpflichtet, in alle Richtungen zu ermitteln.

Hier müsste der Arbeitgeber, wenn man ihn als Zeugen befragt, aussagen.



Leider besteht keine Möglichkeit, gegen Ihre Mitarbeiterin eine Verfügung zu erwirken, das diese sich Ihnen nicht mehr nähern darf.


Dazu müsste sie Sie bedroht, oder verletzt, oder belästigt haben.


Da dies leider nicht der Fall ist, kann ich Ihnen nur raten, diese Mitarbeiterin Ihrerseits möglichst zu meiden.







Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben. Sehr gerne können Sie nachfragen.



Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht











Bewertung des Fragestellers 13.08.2011 | 14:20

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Hinreichend ausführliche und sozialerweise trotz des unangemessen niedrigen Einsatzes ( Fragesteller ist arbeitslos ) absolut befriedigende Antwort. Vielen Dank.

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