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Verletzung der wirtschaftlichen Aufklärungspflicht des Arztes mit hohen Folgekosten

09.02.2012 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Arzt schickte mit meiner Erlaubnis eine bestimmte Probe zur Untersuchung an ein Labor. Da ich Selbstzahler bin, hätte ich dieser Beauftragung niemals zugestimmt, wenn ich über die Folgekosten von über 400 Euro aufgeklärt worden wäre. Diese Aufklärung fand von Seiten des Arztes nicht statt. Verletzte er damit hier (bei dieser Betragshöhe) seine wirtschaftliche Aufklärungspflicht?

Das Labor leistete Arbeit, das ist unumstritten. Gerechnet hatte ich mit ca. 100-150 Euro und habe die Laborrechnung bisher nicht beglichen.

Da zusätzlich die Rechnung des Arztes inkorrekt war, befinde ich mich mit beiden (Arzt und Labor) im gerichtlichen Mahnverfahren.

Meine Frage ist nun: Ist es eine "Zustimmung" zu den Kosten, wenn ich die Laborrechnung zahle? MUSS ich zahlen?
Wenn ja, kann ich die Forderung des Arztes an mich mit den hohen Folgekosten des Labors (wenigstens anteilig) während des gerichtlichen Mahnverfahrens "gegenrechnen"?

Was raten Sie mir?

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen.

Die Antwort auf Ihre Frage ist begrenzt durch den mitgeteilten Sachverhalt.

Durch Ihre Zustimmung zu den Laborarbeiten haben Sie Ihren Arzt ermächtigt, in Ihrem Namen einen Untersuchungsvertrag mit dem fraglichen Labor abzuschließen. Dies hat er auch getan.

Grundsätzlich sind Sie daher dazu verpflichtet,
die entstandenen Laborkosten zu begleichen.

Den Arzt trifft zwar aus dem Behandlungsvertrag eine wirtschaftliche Aufklärungspflicht. Dies aber nur in eingeschränktem Maße, da der Patient grundsätzlich für seine wirtschaftlichen Angelegenheiten selbst zuständig ist. Wenn Sie daher bedenken wegen der Kosten haben müssen Sie im Zweifel selbst nachfragen. Wenn dies nicht geschehen ist, trifft den Arzt auch keine weitere Aufklärungspflicht.

In Ihrem Fall ist insbesondere zu bedenken, dass bei Ihnen als Selbstzahler die Laborkosten auf Grundlage der GoÄ berechnet werden und keine kostengünstigere Alternative für den Arzt zur Verfügung stand. Eine Aufklärung über günstigere Methoden war daher nicht angezeigt.

Ein Schadensersatz gegen den Arzt wegen Verletzung der wirtschaftlichen Aufklärungspflicht besteht daher nicht.
Soweit meine Kenntnisstand in dieser Sache reicht müssen Sie daher die Laborkosten tragen.

Ihre Zweifel an der Richtigkeit der ärztlichen Abrechnung können ohne Vorlage der Rechung und weiteren Prüfung des Sachverhalts nicht geprüft werden.
Rechtstechnisch können Sie Einspruch/Widerspruch am Mahngericht einlegen.

Eine Aufrechnung der Arzt kommt nicht in Betracht. Es handelt sich um zwei verschiedene Verträge (Behandlungsvertrag mit dem Arzt & Untersuchungsvertrag mit dem Labor) mit zwei verschiedenen Vertragsparteien.

Ich kann Ihnen allenfalls anbieten, die beiden Rechnung auf Grundlage der GOÄ (Gebührenordnung Ärzte) zu überprüfen. An dieser Stelle würde ich Ihnen zur Zahlung raten und weitere Prüfung der Rechnungen durch einen Rechtsanwalt vornehmen zu lassen.
Dann können SIe sich eine Meinung darüber bilden, ob ein weiteres Vorgehen in der Sache erfolgversprechend ist.

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