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Verletzung der Wohlverhaltensklausel?


| 13.12.2014 14:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Zusammenfassung: Der Umgangsberechtigte bestimmt grundsätzlich mit welchen Personen das Kind während des Umgangs Kontakt hat.


Guten Tag, ich habe mich vor 3 Monaten von meiner Frau getrennt. Wir waren 12 Jahre lang verheiratet und haben eine 13 Jahre alte Tochter. Grund für die Trennung war die Erkenntnis, dass wie uns gegenseitig mehr als 7 Jahren mit langfristigen Außenbeziehungen getröstet haben.

Die Außenbeziehung meiner Frau hat sich von ihr getrennt. Ich habe meine Außenbeziehung noch, es ist keine "Affäre", sondern wir möchten weiterhin zusammen leben.

Ich habe beim Auszug aus der gemeinsamen Wohnung meiner Tochter einen Brief geschrieben und ihr gesagt, dass es ihr frei steht, wann und ob sie die neue Partnerin kennen lernen möchte. Sie hat bereits nach 3 Wochen ausdrücklich den Wunsch geäußert, die neue Partnerin kennen zu lernen. Wir haben dann ein kurzes, dreistündiges Treffen gehabt -und beide haben sich sehr gut miteinander verstanden.

Seitdem läuft meine ehemalige Frau Amok und setzt meiner Tochter zu, im Sinne von "wie kannst du nur diese Person treffen", was meine Tochter sehr belastete. Wir haben dann erst einmal von weiteren Treffen abgesehen. Vor einer Woche dann brachte meine neue Partnerin meiner Tochter ein kleines Geschenk aus dem Urlaub mit. Als meine Exfrau davon erfuhr, machte sie meine Tochter wieder zur Schnecke und schrieb mir in einer Mail wörtlich, dass meine neue Freundin meiner Tochter KEINE GEschenke machen dürfe, nicht mal "einen Keks". Weiter schrieb sie: "Eine Bedingung für Waffenstillstand (sic!) ist, dass du (Name der Tochter) komplett von deiner Neuen fernhälst."

Auf die Frage, wie das gemeint sei, meinte sie, sie verlange, dass es noch "sehr, sehr, sehr, sehr lange" KEINERLEI Kontakt zwischen meiner Tochter und meiner neuen Partnerin geben dürfe, ansonsten drohte sie mit "Krieg".

Meine Frage: Liegt iher eine Verletzung der Wohlverhaltensklausel vor? M.E. ist das eine empfindliche Einschränkung meines Umgangs.

Einsatz editiert am 13.12.2014 14:53:23

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Forderung Ihrer Frau hat keine rechtliche Grundlage. Ich nehme an, dass Ihre Tochter weiterhin im Haushalt der Mutter leben wird. Ihnen steht natürlich das Recht auf Umgang zu, desweitern haben Sie gemeinsam mit Ihrer Ehefrau die elterliche Sorge für die Tochter. Wenn Sie Kontakt mit Ihrer Tochter haben, dürfen Sie frei bestimmen welche Personen sonst noch zugegen sind. Etwas anderes gilt nur in Ausnahmefällen, wenn erkennbar der Umgang des Kindes mit dieser Person das Kindeswohl gefährden würde. Ihre Frau kann generell nicht verbieten, dass es zu Treffen Ihrer Tochter mit Ihrer neuen Partnerin kommt. Ihre Tochter ist außerdem in einem Alter, bei dem man den eigenen Willen des Kindes bei der Ausgestaltung der Umgangskontakte auch mit berücksichtigen muss. Wenn Ihre Tochter den Wunsch hat die neue Lebensgefährtin kennen zu lernen, ist das zu respektieren. Ihre Frau bringt mit dem Kontaktverbot Ihre Tochter in einen Konflikt und das schadet dem Wohl des Kindes.

Natürlich darf Ihre Tochter Geschenke annehmen, dies ist eine Entscheidung die Ihre Frau alleine gar nicht treffen darf.

Natürlich ist es regelmäßig ratsam gerade am Anfang etwas zurückhaltend zu sein, der Wunsch Ihrer Frau das es noch lange keine Kontakte geben soll, ist abwegig.

Sie verstoßen gegen keine Wohlverhaltensklausel.
Wenn Ihre Frau nicht einlenkt, müsste man den Umgang notfalls den Umgang gerichtlich regeln, falls Ihre Frau den Umgang mit der Tochter einschränken sollte.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht


Bewertung des Fragestellers 14.12.2014 | 11:28


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