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Verlangen des Verwalters den Teppichboden zu entfernen


29.01.2007 22:07 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir sind gerade dabei, die Wohnung meiner noch lebenden Großtante (84) aufzulösen. Die Tante ist geschäftsfähig, kann aber aufgrund Ihres Gesundheitszustandes keine Auskünfte geben.

Der Mietvertrag aus dem Jahre 1979 findet sich hier: http://www.von-oppen.com/download/mietvertrag.tif

Der Verwalter verlangt im Auftrage des Vermieters Schnönheitsreparaturen von uns (bzw. der Tante):
- Die Tapeten sollen durch Rauhfasertapeten ersetzt und weiß gestrichen werden.
- Wir sollen den Teppichboden entfernen. Nach unserem jetzigen Wissen wurde der aktuelle Boden wahrscheinlich während des Mietverhältnisses von meiner Tante verlegt.

Nach jetzigem Wissensstand existieren keine Aufzeichnungen über den Zustand der Wohnung vor 1980 und auch nicht über Veränderungen (Böden) bzw. durchgeführte Schönheitsrepaturen während des Mietverhältnisses.

Wir würden Wände und Decken weiß streichen lassen, aber nicht tapezieren. Die Forderung nach Entfernen der Böden halten wir für nicht begründet.

Und jetzt die Frage:
Sind Schönheitsreparaturen überhaupt wirksam vereinbart, wenn ja, in welchem Umfang, und wer trägt bei Streitigkeiten die Beweislast?

Vielen Dank
Sehr geehrter Ratsuchender,

unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass der Mietvertrag unter der von Ihnen angegebenen Internetadresse so klein gescannt war, das man Ihn nicht lesen konnte.

Grundsätzlich gilt jedoch folgendes:

Der Mieter hat die Mietsache in vertragsgemäßen oder wenn nichts vertraglich vereinbart ist, in ordnungsgemäßen Zustand zurückzugeben.

Eine Endrenovierung muss vertraglich vereinbart sein. Dabei ist in der Regel auch festgelegt, welche Renovierungsmaßnahmen zu erfolgen haben.

Wurde eine Endrenovierung bei Auszug nicht im Mietvertrag vereinbart, so schulden Sie auch keine.

In diesem Fall müssen Sie jedoch die Wohnung zumindest in einem ordnungsgemäßen Zustand übergeben, d.h. Sie darf nicht vollkommen runtergewirtschaftet sein, wobei dies natürlich anhand des Einzelfalls zu beurteilen ist.

Bitten Sie am besten den Verwalter darum, er möge Ihnen die vertragliche Vereinbarung vorlegen (sofern eine besteht), wonach ihre Tante sich zur Endrenovierung verpflichtet hat.

Was den Teppichboden angeht, so ist dieser, sofern Ihre Tante Ihn hat verlegen lassen, auf Verlangen des Eigentümers oder des Verwalters zu entfernen. Dies gilt jedoch nicht, sofern zuvor ebenfalls Teppichboden in der Wohnung verlegt war und durch den neuen Teppichboden lediglich ein alter, gleichwertiger Teppichboden ausgetauscht wurde. Es kommt also auch hier auf den Einzelfall an.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Einschätzung vermitteln. Sollten Sie noch Fragen haben, nutzen Sie die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwalt Keller
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