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Verlagerung der Arbeitszeit bei Teilzeitvereinbarung mit festen Arbeitszeiten

08.07.2015 08:44 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich bin seit 2004 in einem Unternehmen mit durchschnittlich 23 Mitarbeitern beschäftigt. Nach der Geburt unsere ersten Tochter habe ich ab 2008 nach einer einjährigen Erziehungszeit kontinuierlich mit einer Stundenreduzierung Vormittags gearbeitet. Nach der Geburt unserer zweiten Tochter 2009 nach einem Jahr Erziehungszeit ebenfalls. Dies war nie ein Problem. 2013 habe ich mit meinem Chef eine Teilzeitvereinbarung getroffen, die mit dem Ende der Elternzeit (6 Jahre nach Geburt unserer ersten Tochter) am 28.3.2014 in Kraft trat. Diese Vereinbarung bezieht sich auf meinen bestehenden Arbeitsvertrag und enthält eine genaue Festlegung der Arbeitsstunden (25 Stunden) sowie die Festlegung der Lage der Arbeitszeit (Mo-Fr 8.30 bis 13.30) und des Gehaltes.

Nun werde ich im Oktober 2016 aus der Elternzeit unserer dritten Tochter zurückkehren. Vor ein paar Tagen erhielt ist nun eine "Einladung" meines Chefs zu einem Treffen aller Teilzeitbeschäftigten, um die Frage zu klären, wer wann arbeiten wird. Angeblich gäbe es Platzprobleme und ab 2016 sei nicht für jeden Mitarbeiter ein Arbeitsplatz am Vormittag verfügbar. Dies stimmt allerdings nicht. Ich habe dann darauf hingewiesen, dass ich aufgrund des Alters und der Betreuungssituation unsere Kinder auf den Vormittag angewiesen bin, da die Betreuung in Schule und Kindergarten um 14.00 Uhr endet. Eine Betreuung der Kinder über 14.00 Uhr hinaus bei einer Teilzeitbeschäftigung macht wirtschaftlich überhaupt keinen Sinn, mein Mann ist als Regionalleiter im Außendienst an mindesten 4 Tagen auch über Nacht abwesend. Zusätzlich zum Kindergarten und der Mittagsbetreuung in der Schule müsste eine Tagesmutter her. Die Kosten stehen dann in keinem Verhältnis mehr zu meinem Verdienst. Hätte ich eine dauerhafte Nachmittagsbetreuung könnte ich gleich Vollzeit arbeiten, was ich aber definitiv nicht möchte.

Auf meinen Einwand hin hat mir mein Chef mitgeteilt, dass meine Teilzeitvereinbarung keinen Bestand hätte und ich als letzte die aus der Elternzeit zurückkehrt nun auf das Wohlwollen meiner Kolleginnen angewiesen wäre. Diese hätten was Arbeitsplatz und Arbeitszeit angeht Bestandsschutz. Die Kolleginnen müssten von ihren Arbeitszeiten abrücken, was diese natürlich nicht tun werden, da sie selbst alle Gründe haben, am Vormittag arbeiten zu wollen oder zu müssen. Ich solle meinen Kolleginnen entgegen kommen und mich flexibel zeigen, was ich definitiv zumindest was die Arbeit am Nachmittag angeht nicht kann.

Meine Frage ist nun, ob mein Chef trotz einer bestehenden schriftlichen Vereinbarung über die Lage der Arbeitszeit von mir verlangen kann, am Nachmittag zu arbeiten. Alle anderen Kolleginnen haben Teilzeitverträge, in denen keine genaue Lage der Arbeitszeiten festgelegt ist, eine Kollegin hat einen Vollzeitvertrag und arbeitet mit einer Stundenredizierung in der Elternzeit.

Was passiert, wenn ich nachmittags arbeiten soll und meinem Chef mitteile, dass ich dies nicht kann. Werde ich dann im Rahmen eines Aufhebungsvertrages gekündigt, bekomme ich eine Abfindung?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Sehr geehrte Ratsuchende,

nach Ihrer Schilderung haben Sie aufgrund der eindeutigen schriftlichen Vereinbarung auch weiterhin Anspruch darauf, gemäß den dort getroffenen Konditionen in Teilzeit weiterbeschäftigt zu werden.

Ihr Arbeitgeber ist nicht berechtigt, etwa Kraft seines Direktionsrechtes, Arbeitszeit oder Arbeitsort einseitig abzuändern. Sollten Sie daher nicht freiwillig einlenken, müsste Ihr Arbeitgeber die Kündigung des Arbeitsverhältnisses - ggf. als Änderungskündigung - nach Ablauf der Elternzeit erklären.

Sie können sich mit dem Arbeitgeber auch auf eine Aufhebung des Arbeitsverhältnisses einigen. Das ist dann keine Kündigung, sondern ein Vertrag. Hier kann man auch über eine Abfindung verhandeln.

Ansonsten haben Sie nur dann Anspruch auf eine Abfindung, wenn dieses in einem für Sie geltenden Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung so geregelt ist. Andernfalls kann eine Abfindung nur im Rahmen von vorgerichtlichen oder gerichtlichen Verhandlungen über eine einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses durchgesetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

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