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Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis Au-Pair möglich?


10.03.2006 23:58 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



Es geht um Folgendes: Meine Freundin, Staatsbürgerin der Russischen Föderation, ist gegenwärtig als Au-Pair-Mädchen in Deutschland. Ihre 12-monatige Aufenthaltsgenehmigung läuft Anfang Juni ab. Eigentlich wollten wir in Dänemark heiraten, das wird aber jetzt wohl nichts, da sich meine seit Juli 2005 laufende Scheidung leider dank der Deutschen Rentenversicherung wohl noch hinzieht. Nun möchten wir auf jeden Fall eine weitere Trennung vermeiden. Nach unseren Infos ist es ja wohl eigentlich nicht möglich, dass die Aufenthaltserlaubnis verlängert werden kann, da das Maximum 12 Monate ist. Da meine Freundin von mir im 4. Monat schwanger ist, wollte ich nachfragen, ob wir aufgrund dieses Umstandes eventuell eine Möglichkeit haben, die Aufenthaltserlaubnis von Ihr zu verlängern. Oder gibt es eventuell eine andere Möglichkeit, dass Sie legal in Deutschland bleiben kann und wir - sollte ich dann endlich irgendwann einmal geschieden sein - heiraten können. Ich weiß, dass Liebe und ein Heiratsversprechen ja leider vor dem Gesetz und den deutschen Rechten irrelevant sind, aber schließlich geht es hierbei ja auch um unser Kind. Wir wollen beide nicht, dass dieses in Russland zur Welt kommt!
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach dem Buchstaben des Gesetzes wird Ihre Freundin kein Aufenthaltsrecht erhalten können. Wie Sie bereits wissen, dürfen Au-Pairs sich maximal ein Jahr in Deutschland aufhalten. Danach erlischt ihr Aufenthaltsrecht, wenn sie keinen Anspruch auf Erteilung eines neuen Aufenthaltstitels, etwa aufgrund einer Heirat mit einem Deutschen, haben. Das noch nicht geborene Kind kann Ihrer Freundin leider kein Aufenthaltsrecht vermitteln.

Sie können aber versuchen, sich mit der für den Wohnort Ihrer Freundin zuständigen Ausländerbehörde zu verständigen, dass Ihre Freundin für die Zeit bis zur Geburt des Kindes eine Duldung erhält. Argumentieren könnte man erstens damit, dass es durchaus riskant für Mutter und Kind wäre, wenn Ihre Freundin Anfang Juni, im siebten Monat schwanger, den Rückflug nach Russland antreten müsste und ihrer Rückreise somit ernsthafte Hindernisse im Weg stehen. Zudem sollten Sie jetzt schon die Vaterschaft für das Kind anerkennen und am besten auch eine Erklärung - gemeinsam mit Ihrer Freundin - über ein gemeinsames Sorgerecht abgeben. Dies hat zur Folge, dass das Kind mit seiner Geburt deutscher Staatsangehöriger ist und somit Ihrer Freundin ein Aufenthaltsrecht in Deutschland verschaffen kann. Mit den Dokumenten über die Vaterschaftsanerkennung und das gemeinsame Sorgerecht in der Hand wäre Ihre Verhandlungsposition gegenüber dem Ausländeramt erheblich verbessert.

Versuchen Sie, gegebenenfalls unter Beiziehung eines Rechtsanwalts, auf diese Weise mit der Ausländerbehörde zu verhandeln. Ihre Aussichten stehen angesichts der Schwangerschaft recht gut.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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