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Verlaengerung Aufenthalt in BRD

19.02.2019 14:46 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Evgen Stadnik


Person A ist mexikanische Staatsbuergerin und visafrei nach Deutschland eingereist. Der Aufenthalt war geplant fuer 90 Tage, u. a. um bei der Geburt des Enkelkinder dabei zu sein und daraufhin die Mutter (Ihre Tochter) zu unterstuetzt, da der Mann beruflich durchgehend unterwegs ist.

Geplant ist nun den Aufenthalt von A um 30 Tage zu verlaengern, so dass die Mutter weiter unterstuetzt werden kann. Sie hat enorme Probleme den Alltag zu bewaeltigen ohne Hilfe Ihrer Mutter.

Welche rechlichen Moeglichkeiten gibt es bzgl. dieser Verlaengerung und was sind die Erfolgsaussichten bzw. wie koennten diese verbessert werden? Verpflichtungserklaerung, Kranken- und Haftpflichtversicherung sind kein Problem. Lebensunterhalt ist durch Schwiegersohn gesichert.

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grds. ist für den Erhalt eines Aufenthaltstitels die Einreise mit dem nationalen Visum das über die Botschaft in dem jeweiligen Land beantragt erforderlich.

Die einzige Regelung die in Betracht kommt ist dem § 25 Abs. 4 S. 2 AufenthG zu entnehmen. Demnach kann eine Aufenthaltserlaubnis abweichend von § 8 Abs. 1 und 2 AufenthG verlängert werden, wenn auf Grund besonderer Umstände des Einzelfalls das Verlassen des Bundesgebiets für den Ausländer eine außergewöhnliche Härte bedeuten würde. Entgegen dem Wortlaut stellt diese Vorschrift eine eigenständige Rechtsgrundlage für eine Aufenthaltserlaubnis dar. Beachten Sie, dass der Antrag binnen des 90-tägigen Aufenthaltes zu stellen ist, denn die Vorschrift setzt voraus, dass der Aufenthalt legal sein muss. Als Gründe können Sie den entsprechenden Versorgungsbedarf der Mutter und der neugeborenen Tochter angeben. Des Weiteren rate ich Ihnen detailliert darzulegen, weshalb eine Versorgung durch den Vater nicht erfolgen kann. Evtl. dürfte auch eine dringende Empfehlung der Frauen- ggf. Hausärztin weiterhelfen.

Bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde gilt der Aufenthalt gem. § 81 Abs. 3 AufenthG als erlaubt. Um Zeit zu gewinnen empfehle ich Ihnen den Antrag etwa eine Woche vor der eigentlich geplanten Ausreise zu stellen. Vor der Ablehnung ist die Ausländerbehörde verpflichtet eine Anhörung durchzuführen, sodass Sie rechtzeitig "gewarnt" werden. Die Überprüfung nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch. Es könnte gar sein, dass bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde es der Mutter besser geht, weshalb eine Ausreise ohne Weiteres erfolgen kann. Beachten Sie, dass bei der Ausreise nach dem Übertritt der 90 Tage eine Grentzübertrittsbescheinigung (GÜB) benötigt wird um eine Einreisesperre zu vermeiden. Die GÜB bekommen Sie ebenfalls bei der Ausländerbehörde.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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