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Verlängerter Aufenthalt

| 03.11.2009 22:27 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben als Familie bei der ERV eine Jahresreiseversicherung. Im diesjährigen Sommerurlaub auf Fuerteventura erlitt meine Frau einen Augenschaden mit Not-OP und anschließendem Flugverbot. Nach telefonischer Rücksprache mit der ERV verlängerten wir den Aufenthalt für unsere beiden Kinder (11J und 15J) um 4 Tage um deren Betreuung Zuhause zu organisieren und den Aufenthalt von meiner Frau und mir um 3 Wochen bis zur Reisefähigkeit. Meine Frau war ambulant behandelt und benötigte aufgrund der Beeinträchtigungen meine Betreuung.

Die Hotelkosten dieser Verlängerungen belaufen sich auf etwas über 3.000€. Die ERV erstattet aber nur 750 € mit Verweis auf ihre AGB und dem Kriterium "je Versicherungsfall". Anbei der relevante AGB-Auszug:

§ 6 Verlängerter Aufenthalt
1. Wird die versicherte Person oder eine mitreisende Risikoperson
aufgrund schwerer Unfallverletzung oder unerwarteter
schwerer Erkrankung während der versicherten Reise reiseunfähig
und kann sie deshalb die versicherte Reise nicht planmäßig
beenden, erstattet die ERV je Versicherungsfall die
nachgewiesenen zusätzlichen Kosten, die der versicherten
Person für die Unterkunft entstehen,
a) bis zu € 1.500,–, sofern eine mitreisende Risikoperson sich
in stationärer Behandlung befindet oder
b) bis zu € 750,–, sofern lediglich eine ambulante Behandlung
der versicherten Person oder einer mitreisenden Risikoperson
erfolgt.
2. Voraussetzung hierfür ist, dass die Unterkunft mitgebucht
und mitversichert wurde. Bei Erstattung der Kosten wird auf
die ursprünglich gebuchte Qualität abgestellt. Nicht erstattet
werden die Kosten für den stationären Aufenthalt

Nach unserer Lesart müssten aber die Kosten der versicherten Person erstattet werden, was im Falls der Familienversicherung für meine Frau, mich und die beiden Kinder gilt.

Liegen wir hier in unserer Rechtsinterpretation richtig? Welche Chancen räumen sie einer Anfechtung ein? Und welches Vorgehen können sie uns empfehlen?

Vielen Dank und freundliche Grüße,
Daniel Klass.

Sehr geehrter Fragesteller,

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Ihre Auffassung nicht zutreffend ist. Die zitierte Klausel der Versicherungsbedingungen stützt Ihre Interpretation, dass Kosten für alle vier Reisenden verlangt werden können, nicht.

Versicherungsfall ist die Reiseunfähigkeit des Versicherten oder einer mitreisenden Risikoperson. Die Kosten für den verlängerten Aufenthalt, die dieser Person entstehen, werden erstattet. Die Klausel nennt wörtlich nur die »zusätzlichen Kosten, die der versicherten Person für die Unterkunft entstehen«. Dieser eindeutige Wortlaut lässt keinen Auslegungsspielraum für eine Kostenerstattung weiterer Personen zu.

Eine Chance, mit dem Versicherer einen erfolgreichen Rechtsstreit führen zu können, ist somit nicht gegeben. Bedauerlicherweise lässt sich an dieser Stelle kein erfreulicheres Ergebnis mitteilen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.11.2009 | 23:35

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Immerhin haben wir jetzt mehr Sicherheit.
Frundliche Grüße,
Daniel Klass.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.11.2009 | 23:56

Es freut mich, wenn ich Ihnen helfen konnte - wenn auch nur bei der Vermeidung weiterer Kosten.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.11.2009 | 23:33

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Stellungnahme vom Anwalt:
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