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Verkehrsunfall mit Radfahrer und Bußgeldbescheid. Einspruch sinnvoll?


| 20.11.2013 20:01 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Guten Tag,

ich hatte am 07.11.2013 einen Unfall mit einem Radfahrer. Ich befand mich auf dem Weg zur Arbeitsstätte und wollte von der Straße mit meinem Auto rechts auf das Grundstück meiner Arbeit abbiegen. Dabei kam aus falscher Richtung ein Radfahrer auf dem Radweg entgegen und wir stießen zusammen.
Vor dem Abbiegen stand ich schon ca 2 Minuten auf der Straße im Stau. Zudem hatte ich beim Abbiegevorgang ein Fahrzeug vor mir und daneben einen Werbeaufsteller der die Sicht auf den Radweg in falsche richtung versperrte. Ich bin mit ca 10 km/h auf die Einfahrt gerollt und bremste sofort, als der Radfahrer mit ca 25 km/h hinter dem Werbeschild hervorgeschossen kam. Auch meine Arbeitskollegin, die den Unfall beobachtete, meinte ich hätte den Unfall nicht verhindern können.
Meiner Meinung nach hätte der Radfahrer, der den falschen Radweg benutzte(Rechtsfahrpflicht) durch langsameres fahren und gerade weil er mich gesehen hat(laut Aussage des Radfahrers), den Unfall vermeiden können.

Es wurde nichts vermessen, auch keine Alkoholkontrolle durchgeführt und auch das Elektrofahrrad des Radfahrers wurde nicht näher untersucht. Auch haben die jeweils nur in eine Richtung ausgeschilderten Radwege keinen interessiert, ebenso wenig wie das sichtbehindernde Werbeschild an der Straße.
Die Polizei teilte mir auf nachfrage vor Ort mit, dass ich mehr Schuld hätte, weil ich ein Auto fahre und somit der stärkere Verkehrsteilnehmer war. Meine Autoversicherung und die Haftpflichtversicherung des Radfahrers sind bereits eingeschaltet und der Vorfall ist dort noch in Bearbeitung.

Nun habe ich heute einen Bußgeldbescheid erhalten mit 153,50€ Gesamtbetrag und 2 Punkten.

Auszug: "Sie bogen in das Grundstück ab und ließen dabei die Ihnen obliegende besondere Vorsicht außer Acht. Es kam zum Unfall.
Die Voreintragung im Verkehrszentralregister ist bußgelderhöhend berücksichtigt worden."

"Verletzte Vorschriften:  § 17 OWiG; § 9 Abs. 5, § 1 Abs. 2§ 49 StVO§ 24 StVG; 44 BKat; § 3 Abs. 3 BKatV; § 19 OWiG

Nun meine Frage:
Wäre es sinnvol hier Einspruch einzulegen oder gar einen Anwalt einzuschalten?
(Ich habe keine Rechtschutzversicherung)

Vielen Dank für eine Antwort schon im Voraus

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Die Frage nach Sinn oder Unsinn, einen Anwalt zu beauftragen, kann seriöser Weise nicht ohne Kenntnis des Akteninhalts erfolgen. Dadurch entsteht für den Betroffenen oftmals eine Zwickmühle, da der Anwalt natütlich in jedem Fall sein Geld kostet, ob die Akteneinsicht eine positive EInschätzung bringt oder nicht.

Trotzdem folgende vorsichtige Einschätzung aufgrund Ihrer Sachverhaltsangaben:

Der Ihnen gemachte Vorwurf ist rein tatsächlich nicht einfach aus der Welt zu schaffen. Fakt ist, dass es zu einem Unfall gekommen ist. Sie als Autofahrer haben hier Sorgfaltspflichten, die oftmals von den Gerichten sehr hoch, wenn nicht zu hoch gehängt werden.

Ein Einspruch hätte Erfolg, wenn SIe nachweisen könnten, dass der Zusammenstoß für Sie selbst bei höchster Vorsicht nicht vermeidbar gewesen wäre. So wie Sie die Angelegenheit schildern, könnte dies durchaus möglich sein. Sie müssen grundsätzlich nicht damit rechnen, dass Ihnen ein Fahrradfahrer auf dem Bürgersteig und gegen die Fahrtrichtung entgegenkommt.

Entsprechend kann ich tatsächlich nur empfehlen, gegen den Bescheid Einspruch einzulegen und über einen Rechtsanwalt Akteneinsicht zu nehmen. Sie selber können leider nicht Akteneinsicht nehmen. Der EInspruch kann dann immer noch zurückgenommen werden, wenn die Akteneinsicht ergibt, dass die Erfolgsaussichten absolut gering sind.

Beachten Sie dabei auch, dass Ihr Verhalten in dem Bußgeldverfahren Auswirkung auf die zivilrechtliche Regulierung des Unfalls haben kann. Stellt sich in dem Bußgeldverfahren etwa heraus, dass Sie nicht einmal fahrlässig gehandelt haben, haben Sie gute Chancen, gegen Sie gerichtet Ansprüche abzuwehren bzw. eigene Ansprüche gegen den Fahrradfahrer (etwa wegen einer Beschädigung Ihres Autos) mit Erfolg geltend zu machen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft haben zu können, wie er im Rahmen einer Erstberatung möglich ist und bedanke mich nochmals für die Anfrage.

Bitte beachten Sie, dass diese Webseite lediglich dazu dient, Ihnen einen erste Einschätzung zur Rechtslage zu liefern. Eine ausführliche und persönliche Beratung soll und kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Außerdem kann das Fehlen oder Hinzufügen wesentlicher Angaben im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Einschätzung führen.

Bei Nachfragen nutzen Sie unbedingt die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Baur
Bewertung des Fragestellers 20.11.2013 | 22:45


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