Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verkehrsunfall mit Neuwagen

16.08.2015 17:49 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


20:11

Am 29. Mai 2015 habe ich meinen Neuwagen (Neuwert 40.000€) vom Händler abgeholt.
Am 30. Mai ist mir ein PKW seitlich ins Fahrzeug gefahren. Ich befand mich auf der Vorfahrtsstraße und die Fahrerin des anderen PKWs hat mich nicht gesehen.
Der Unfall wurde polizeilich aufgenommen und die Schuld festgestellt (Die andere Fahrerin trägt eindeutig Schuld.)
Laut Gutachten vom 03.06.2015 ist ein Schaden von 9200€ entstanden.
Zulassungszeit somit 1 Tag, Kilometerstand zum Unfallzeitpunkt 45km

Nach längerem Hin und Her mit der Versicherung hat diese nun aufgrund des erheblichen Schadens an tragenden Teilen des Fahrzeuges und der Unzumutbarkeit auf Neuwagenbasis abgerechnet.
Somit wurde direkt danach wieder ein Neuwagen bestellt. Wartezeit betrug 9 Wochen. Lieferung erfolgte am 12.08.2015.

Als ich den Schaden der Versicherung gemeldet habe, wurde ich gefragt, ob ich einen Ersatzwagen oder einen Nutzungausfall erhalten möchte. Ich wählte den Nutzungsausfall.

Laut Gutachten hätte die Reparaturdauer 7 Tage betragen.


Meine Frage: Wie lang habe ich Anspruch auf eine Nutzungsausfallentschädigung?
Ich hatte ja nun erheblich länger als 7 Tage zu überbrücken.
Bzw. welche anderen Aufwendungen kann ich bei der Versicherung geltend machen?
Gibt es bereits Rechtsprechungen in diesem Bereich?

Vielen Dank.

16.08.2015 | 18:35

Antwort

von


(824)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Eine Abrechnung auf Neuwagenbasis setzt nach der Rechtsprechung des BGH voraus, dass ein fabrikneues Ersatzfahrzeug angeschafft wird (vgl. BGH, Urteil vom 09.06.2009, Az. VI ZR 110/08 ).

Bezüglich des Nutzungsausfallschadens dürfte die Gegenseite einen Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht gemäß § 254 Abs. 2 BGB einwenden, der allerdings – und dies wird von Versicherern gerne übersehen – nicht vorliegt, wenn es sich bei den 9 Wochen um die erforderliche Ausfallzeit gehandelt hat, die Wiederbeschaffungsdauer also genau diesen Zeitraum umfasst hat, vgl. BGH, Urteil vom 05.02.2013, Az. VI ZR 363/11 . Hier ist aber zu prüfen, weshalb es zu der erheblichen Abweichung im Vergleich zum im Sachverständigengutachten festgelegten Zeitraum gekommen ist, weshalb ich Ihnen rate, einen Rechtsanwalt vor Ort mit dieser und ggf. der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Neben dem Ersatz des Sachschadens und der Kosten des Sachverständigen haben Sie wegen aller Ihnen entstanden unfallursächlichen Schäden Ersatzansprüche, wobei die allgemeine Unkostenpauschale € 25,00 beträgt.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 16.08.2015 | 19:39

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort Herr Böhler.

Wie beschrieben ist im Gutachten auschließlich eine Reperaturdauer angegeben. Ein Widerbeschaffungszeitraum ist nicht genannt. Geht man trotzdem von der erheblichen Abweichungsdauer aus?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.08.2015 | 20:11

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Ihr Schaden kann einen längeren Zeitraum als den mit 7 Tagen im Gutachten angegebenen ausmachen. Wenn alles getan worden ist, um die Ausfallzeit zu minimieren, kann diese sogar 9 Wochen betragen. Dies kann im Rahmen dieser Plattform jedoch leider nicht abschließend beurteilt werden, weshalb ein Rechtsanwalt vor Ort die Detailprüfung vornehmen sollte.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(824)

Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Miet und Pachtrecht, Zivilrecht, Erbrecht, Vertragsrecht, Fachanwalt Verkehrsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89259 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Eine exzellente für Nicht-Volljuristen sehr verständliche, ohne Umschweife und nicht im Konjunktiv formulierte Antwort! Auch mögl. relevante Verzweigungen in andere Rechtsbereiche ausgeführt und auf den Sachverhalt bezogen beurteilt. ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Wirklich top Anwältin. Sehr verständlich, sehr schnelle Antwort. Vielen lieben Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und verständliche Antwort! Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER