Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verkehrsunfall mit Fahrradfahrer und Schadensersatzanpruch

01.04.2020 16:42 |
Preis: 47,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Hallo,
vor neun Tagen hatte ich einen Zusammenprall mit einem Fahrradfahrer in einem Kreisel als ich mit dem Firmenwagen unterwegs war. Es war bereits früher Abend (18.30) und die Sonne war am untergehen.
Da der Fahrradfahrer ganz in schwarz gekleidet war und kein Licht hatte habe ich diesen im letzten Moment gesehen und es kam zum Zusammenstoß, wobei er stürzte und sein Vorderrad beschädigt wurde. Beide Seiten verzichteten darauf die Polizei zu informieren. Mein Angebot ins Krankenhaus gefahren zu werden lehnte der Mann ab, so fuhr ich ihn mit dem PKW nach Hause. Wir tauschten Kontaktdaten aus und verblieben so, dass ich die am Vorderrad entstandenen Schäden reguliere.
Zwei Tage später rief der Mann mich an und sagte er hätte Schmerzen in der Schulter und würde das untersuchen lassen, der schaden am Fahrrad sei aber sl gering, dass er das selbst reguliert, er wolle sich nach dem Arztbesuch nochmals melden und Rückmeldung geben ob irgendwas eventuell gebrochen ist. Nach einer weiteren Woche, also gestern, erhielt ich von Ihm einen Anruf, dass er jetzt erst beim Arzt war, die Schulter nicht gebrochen wäre, er aber Schmerzensgeld wolle. Nun soll doch alles über die Versicherung laufen, er wolle eventuell noch die Polizei hinzuziehen.
Der Schaden wurde der Firma gemeldet, das Auto ist ein Mietwagen aus dem EU-Ausland und somit ausländischer Versicherer. Die Firma möchte zunächst die Rechnungen für Behandlungskosten der Gegenseite und etwas schriftliches zum Schadensersatz/Schmerzensgeld um zu prüfen, ob die Ansprüche berechtigt sind.
Nun ist meine Frage, womit muss ich nun Rechnen? Kann dieser Mann mich nachträglich anzeigen? Und wie verhält es sich mit Schmerzensgeldforderungen bei einer ärztlichen Untersuchung nach fast 10 Tagen?
Vielen Dank im Voraus
MfG

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Die zivilrechtlichen Ansprüche des Radfahrers auf Schadenersatz und Schmerzensgeld sind vom Kfz-Haftpflichtversicherer des Firmenwagens zu regulieren. Sie müssen gegenüber diesem Versicherungsunternehmen nur wahrheitsgemäße Angaben zum Unfallhergang machen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass derartige Ansprüche erst nach einigen Tagen gestellt werden – die Sache verjährt erst am 31.12.2023, §§ 195 , 199 Abs. 1 BGB .

In strafrechtlicher Hinsicht kann Sie der Radfahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung gemäß § 229 StGB . In der Regel wird ein solches Verfahren – ggf. gegen Zahlung einer Geldauflage – eingestellt. Eine abschließende Einschätzung kann erst nach Einsicht in die Akten des Strafverfahrens erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verkehrsrecht

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 76953 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage. Es hat mir sehr geholfen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank. Diese Antwort hat mir sehr weitergeholfen! :-) ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Tolle ersteinschätzende, ausführliche Antwort! ...
FRAGESTELLER