Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verkehrsunfall in der Schweiz


12.01.2006 01:14 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren
Unfallbeschreibung: an einer Kreuzung (mit Ampel) mit 5 Strassenzugängen bog ich (PKW) links ab, und kollidierte mit einem jugenlichen (ca.14 Jahre) Mofafahrer, der mir von schräg gegenüber entgegen kam. "Nur" Sachschaden: das Mofa + des Mofafahrers Bekleidung, meine linke vordere Stosstange. Es war abends (dunkel) und nass. Der Mofafahrer war derart schnell vor mir, dass ich vermute, er war zu schnell gefahren oder hatte kein Licht.
Die Polizei nahm den Unfall auf, ein Krankenwagen brachte mich wegen Schocks ins Krankenhaus.

Der erste Brief der Polizei informierte über die Strafanzeige.
Nun habe ich einen weiteren Brief ("Rechtliches Gehör")der Polizei erhalten, worin folgende kostenpflichtige administrative Massnahme vorgesehen ist:
Verwarnung auf Aberkennung des ausländischen Führerausweises.
Begründung: Mangel an Vorsicht und Aufmerksamkeit sowie Nichtgewähren des Vortrittrechtes. Eine leichte Widerhandlung im Sinne von Art. 16a Abs. 1lit. a SVG
Im Falle einer leichten Widerhandlung innert der nächsten 2 Jahre müsste der Führerausweis für mindestens einen Monat aberkannt werden (Art. 16a Abs. 2 SVG).

Nun meine Fragen:
- Ist die Massnahme üblich? Mir erscheint sie etwas hart, da der Mofafahrer meiner Meinung nach zu schnell in die Kreuzung eingefahren ist und ich nicht unvorsichtig oder schnell gefahren bin, und auch noch nie eine Busse geschweigedenn einen Unfall gehabt habe.
- Wenn ich Einsprache erhebe, habe ich Chance auf eine Abmilderung der Massnahme? Oder muss ich gar damit rechnen, daß es zu einem (Gerichts)verfahren kommt, dessen Kosten ich meiden will.
- Wie ist der weiter Ablauf (rechtlich, administrativ) wenn ich a) Einsprache erhebe b)keine Einsprache erhebe?
Ist a) oder b) ratsam?
- Mit welchen Kosten & Bussen muss ich rechnen?
- In wie weit hat ein schweizer Entscheid Einfluss auf meine Situation in Deutschland: Kann die schweizer Polizei überhaupt erwirken, dass ich meinen Führerschein abgeben muss oder würde ein Fahrverbot für die Schweiz erlassen werden? (Was auch nicht unproblematisch ist, da ich täglich in der Schweiz unterwegs bin). Gibt es Punkte in Flensburg?

Herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüssen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

die Massnahme ist durchaus üblich.

Da hier ein leichte Widerhandlung angenommen worden ist, ist dem Unfallhergang schon Rechnung getragen worden.

Laut Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft. Nach einer solchen leichten Widerhandlung wird die fehlbare Person verwarnt, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis nicht entzogen war und keine andere Administrativmassnahme verfügt wurde (Art. 16a Abs. 3 SVG). Nur in besonders leichten Fällen wird gemäss Art. 16a Abs. 4 SVG auf jegliche Massnahme verzichtet.

Hier ist nur eine Verwarnung ausgesprochen orden. Wenn Sie dagegen vorgehen, kann nur eingewandt werden, dass Sie einen besonders leichten Fall annnehmen, so dass auf jegliche Maßnahme verzichtet werden soll.

Das erscheint mir in Anbetracht der entstandenen Schäden nicht erfolgreich. Bei dem Ausspruch der Verwarnung ist schon Rechnung getragen, dass Ihnen selber nur ein geringer Vorwurf zu machen ist.

Da ich der Meinung bin, dass eine Abmilderung nicht erfolgreich ist, sollten Sie eine Einsprache vermeiden.

Über ihre Einsprache würde die Verwaltungsrekurskommission entscheiden. Hierfür entstehen Gerichtskosten, deren Höhe im Ermessen der Kommision liegen. Im Falle eines Urteils betragen diese Fr. 200.– bis 2500.–. Je nach Ermessen der Kommission werden diese festgelegt.


In der Schweiz kann die Abgabe des Führerscheins verlangt werden. Es erfolgt auch eine Meldung an das Kraftfahrt-Bundesamt, was zu Punkten führen kann.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER