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Verkehrsunfall in Spanien

03.11.2016 14:27 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


Hallo zusammen,

in meinem Fall handelt es sich um einen Mini-Autounfall in Spanien.

Ich war mit meinem privaten Fahrzeug im Juli in Spanien.
Mein Fahrzeug parkte auf einem Parkplatz an einer öffentlichen Straße in Fahrtrichtung.
Auf der Fahrerseite fuhren die Fahrzeuge vorbei.
Leider hat ein spanischer Verkehrsteilnehmer mit seinem Jeep mein Fahrzeug leicht berührt und es gibt nun einen ca. 30cm langen Kratzer an meinem Fahrzeug.
Wir haben die Versicherungsdaten ausgetauscht und einen Unfallbogen ausgefüllt.

Mein Fahrzeug ist Baujahr 2008 und ist Teilkasko versichert.
Bei meiner Versicherung habe ich ein optionales Zusatzpaket "Auslands-Versicherungsschutz" abgeschlossen.
Dieses soll "Bürokratie-Kram" mit den Ausländischen Versicherung für mich erledigen, sollte es im Ausland zu einem Unfall kommen.
Meine Versicherung habe ich noch in Spanien über diesen "Mini-Unfall" darüber in Kenntnis gesetzt.
In Deutschland angekommen habe ich dann den Unfallbericht an meine Versicherung gesandt, so wie es meine Versicherung von mir verlangt hatte.

Einige Tage später hat sich meine Versicherung bei mir gemeldet - beauftragt wurde meine Versicherung aber von der spanischen Versicherung - um diesen Fall zu bearbeiten.
Meine Versicherung hat mir dann 3 Lackierer in der Nähe genannt zu den ich mein Fahrzeug zur Begutachtung vorführen sollte um die Kosten abschätzen zu lassen.
Dies habe ich getan. Der Lackierer hat mich darüber in Kenntnis gesetzt das er das Gutachten ausarbeitet und an die Versicherung zusendet - nicht an mich.

Einige Wochen später hat sich dann meine Versicherung wieder bei mir gemeldet.
Diese hat mir dann mitgeteilt, dass die spanische Versicherung den Fall "aktzeptiert" hat und ich mein Fahrzeug reparieren lassen soll.
Die Rechnung des Lackierers solle ich dann meiner Versicherung zukommen lassen, meine Versicherung wird diese dann der spanischen Versicherung weiterleiten und diese werden erst auf Vorlage einer Rechnung den entsprechenden Betrag auszahlen.

Da mein Fahrzeug schon älter ist und ich selbst schon öfters Fahrzeuge repariert/lackiert habe, wäre mich die Beseitung des Kratzer kein Problem.
Daher würde ich mir lieber den Betrag auszahlen lassen.
Aber meine Versicherung hat mir mitgeteilt, dass dies NICHT möglich sei, da der Unfall sich in Spanien ereignete und die spanischen Versicherungen sowas nicht machen.

Laut Gutachten beträgt der Schaden eine Höhe von ca. 650€.
Das Gutachten habe ich auf Anfrage bei meiner Versicherung zugemailt bekommen. Das Gutachten ist in PDF Form.

Meinge Frage:
Kann ich mir wirklich den Betrag NICHT auszahlen lassen und ich MUSS zu einem Lackierer der mir dann das Auto lackiert und eine Rechnung erstellt.
Oder ist das eine typische 'Masche' solche Anfragen abzuwimmeln, da meine Versicherung ja von der spanischen Versicherung beauftrag wurde, ist meine Versicherung ja nicht auf 'meiner Seite'.
Wenn eine Möglichkeit besteht sich den Betrag auszahlen zu lassen, was genau müsste ich dazu tun bzw. was müsste ich konkret als nächstes tun?

Vielen Dank im Voraus!
03.11.2016 | 16:09

Antwort

von


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30449 Hannover
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Sehr geehrter Fragesteller,

Eine fiktive Abrechnung in Höhe der netto-Kosten ist auch in Spanien möglich. Es ist aber die übliche Praxis von Versicherungen erst noch die Reparaturrechnung zu fordern, wohl wissend, dass viele dies nicht machen bzw. am Ende weniger Kosten als geschätzt herauskommen.

Insofern sollten Sie der Versicherung eine Frist zur Auszahlung von 3 Wochen über die Netto-Reparaturkosten setzen und auch in dieser Frist den Kostenvoranschlag zur Prüfung herausverlangen.

dies dürfte dann ausreichend sein, um die Zahlung zu erhalten.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 04.01.2017 | 09:26

Hallo Herr Hoffmeyer,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe mich nach Ihren Vorschlag gehalten und meiner Versicherung eine Frist von 3 Wochen gegeben. Angeschrieben hatte ich meine Versicherung in der 2. November Woche.
Erst am 23.12.2016 habe ich eine Antwort von der Versicherung erhalten (3 Wochen Frist war bereits abgelaufen).
Darin steht:
"Sehr geehrter Herr X,
nach Rücksprache mit unserem Auftraggebers bietet dieser ausnahmsweise 200€ an.
Wir weisen darauf hin, dass dies ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Präjudiz für künftige Fälle erfolgt.
Wenn Sie dies annehmen möchten, senden Sie uns bitte anliegende Entschädigungsquittung im Original und eine Kopie Ihres Ausweises zu."

Ich will natürlich die 200€ nicht annehmen, sondern bestehe auf die Höhe des Kostenvoranschlags...
Weshalb eine Kopie meines Ausweises erforderlich ist, ist mir schleierhaft, da meine Versicherung ja all Daten hat...
Wie würden Sie empfehlen weiter vorzugehen?

Vielen Dank im Voraus und Beste Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.01.2017 | 09:44

Sehr geehrter Fragesteller,

ich gehe davon aus, dass die Versicherung keine weitere Verhandlung führen wird, sodass ein gerichtliches Verfahren auf Grundlage des spanischen Rechtes durchgeführt werden muss. Sollte die Versicherung eine Korrespondenzadresse in Deutschland haben, dann könnten Sie auch hier in Deutschland klagen. Die örtliche Zuständigkeit für Deutschland sollte auf jeden Fall noch rechtlich weiter untersucht werden.
Ein gerichtliches Verfahren ist allerdings unvermeidbar.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


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