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Verkehrsunfall - fahrlässige Körperverletzung?


08.07.2014 08:54 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Ich habe heute einen Verkehrsunfall verursacht.
Ich bin auf eine abknickende Vorfahrtsstraße eingefahren. Vor der Einfahrt habe ich verzögert und den Verkehr beobachtet. Ich habe einen anfahrenden Linienbus auf der Vorfahrtsstraße bemerkt. Dieser war aber noch weit entfernt und ich bin losgefahren. Plötzlich bemerkte ich einen Motorradfahrer, den ich zuvor wohl übersehen haben muss. ich stieß leicht mit ihm zusammen, er geriet ins schlingern und stürzte.
Er konnte jedoch sofort wieder aufstehen und beschwerte sich verständlicherweise lautstark. Er hatte volle Bewegungsfähigkeit, klagte aber trotzdem über schmerzen und wurde vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei teilte mir mit, dass sie den Fall an den Staatsanwalt geben müssten. Der entscheidet dann, ob es zu einer Strafverfolgung wegen fahrlässiger Körperverletzung kommt oder nicht.

Meine Frage ist nun, wie wahrscheinlich es ist, dass es zur Verfolgung der Straftat kommt und wie hoch die zu erwartende Strafe für mich ist. Außerdem interessiert mich, ob ich dann als Vorbestraft gelte.
Muss ich außerdem mit Punkten rechnen?

Vielen Dank für die Antwort.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Strafbarkeit dürfte zunächst der Sache nach als gegeben beurteilen, da Sie offenbar Vorfahrtsregelungen und damit die Ihnen obliegenden Sorgfaltspflichten verletzt haben. Hier könnte zwar noch zu prüfen sein, ob Sie sich von dem Vorwurf dadurch entlasten können, dass die Gefahr der Körperverletzung in dem konkreten Moment aus besonderen Umständen heraus für Sie nicht vorhersehbar war bzw. ein Augenblickversagen vorlag. Hierfür ergeben sich aus Ihrer Sachverhaltsschilderung jedoch keine eindeutigen Hinweise, so dass ich diese Möglichkeit zunächst außen vor lasse. Hier spielt auch ein mögliches Fehlverhalten des verletzten Motorradfahrers eine Rolle. Hier wäre insgesamt nochmals genauer auf den Sachverhalt zu schauen.

Besondere Bedeutung kommt der Tatsache zu, dass die fahrlässige Körperverletzung nur auf Antrag verfolgt wird, wenn die Staatsanwaltschaft nicht das besondere öffentliche Interesse bejaht. Möglicherweise ergeben sich hier Möglichkeiten, auf eine Nichtstellung bzw. Rücknahme des Antrags hinzuwirken. Dahingehende Bemühungen können sich lohnen. Mit welcher Wahrscheinlichkeit die Staatsanwaltschaft das besondere öffentliche Interesse bejaht, könnte nur anhand genauerer Informationen zum Unfallhergang geklärt werden. Wenn Sie jedoch zum Unfallzeitpunkt nicht (nachweisbar) unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen, nicht vorbelastet sind und dem Unfallgegner vielleicht ein Mitverschulden trifft und dieser nur leicht verletzt ist, wird das öffentliche wohl verneint.

In jedem Falle liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, die wegen der konkreten Gefahr für die Gesundheit des Unfallgegners auch einen Eintrag ins Verkehrszentralregister zur Folge haben wird.

Sollte es letztlich zu strafrechtlichen Konsequenzen kommen, wird es vermutlich bei einer Geldstrafe bleiben, die unter neunzig Tagessätzen liegt und damit in die das Bundeszentralregister eingetragen wird. Auch hier kommt es wieder maßgeblich auf´s Detail an, so dass keine verlässliche Angabe gemacht werden kann. Grundsätzlich möglich ist auch die Verhängung eines Fahrverbotes oder gar die Entziehung der Fahrerlaubnis. Einer wagen Ersteinschätzung nach, erscheint der Erlass eines Strafbefehls jedoch wahrscheinlicher.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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