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Verkehrsrecht Ladung zum Landgericht


22.11.2012 23:52 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Vor über zweieinhalb Jahren hatte ich ein Stop-Schild mit meinem PKW passiert und einen anderen PKW gerammt der abbiegen wollte. Ich hatte das Fahrzeug unachtsam übersehen und war schuld. Dem Geschädigten waren an diesem Tag keine Verletzungen anzumerken. Die Polizei war dann vor Ort und ich musste später wegen einer Ordnungswidrigkeit eine geringe Geldstrafe zahlen ohne Punkte.
Jetzt, zweieinhalb jahre später hat der geschädigte Fahrer Atteste gesammelt und betreibt gegen meine Versicherung einen Rechtsstreit bei dem es um fast 60 000 Euro geht. Nach meinen bisherigen Informationen hat die meine Versicherung bereits einen kleineren Betrag an den Geschädigten gezahlt und wehrt sich nun. Sie hat einen Anwalt eingeschaltet der "...Sie uns uns vertritt...." steht in diesem Schreiben der Versicherung an mich. Sowie "...Gerichtstermine müssen Sie nur wahrnehmen wenn Sie das Gericht dazu auffordert."

Post vom Landgericht habe ich inzwischen auch bekommen. Ladung im Rechtsstreit. Zur Aufklärung des Sachverhalts und für einen Güteversuch wurde mir persönliches Erscheinen angeordnet.

Meine Frage wäre nun: Was muß ich hier beachten? Gibt es unter Umständen ein Bestreben meiner Versicherung, Regressansprüche an mich geltend zu machen?

Eine weitere Frage wäre: Ist ein eigener Anwalt für mich notwendig? Die Versicherung selber schickt dorthin den Anwalt den sie bestellt hat.

Wäre ein eigener Anwalt denn von den Kosten meiner Haftpflichtversicherung abgedeckt?

Falls ja, kann ich auch nur einen Anwalt schicken und der Ladung fernbleiben? Es steht bin der Ladung drin: "... Ordungsgeld bis 1000 Euro bei fernbleiben..." und "... zur Verhandlung einen Vertreter entsenden, der aus eigener Erkenntnis zur Aufklärung des Sachverhalts in der Lage und zur Abgabe der gebotenen Erklärungen, einsbesonders zu einem Vergleichsbeschluß, schriftlich ermächtigt ist..."

Vielen Dank!
23.11.2012 | 00:40

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte. Bitte haben Sie zunächst Verständnis dafür, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann. Eine Beratung innerhalb dieses Forums stellt nur eine erste rechtliche Orientierung dar und kann den Gang zu einem Rechtsanwalt vor Ort im Zweifel nicht ersetzen. Nach Ihren Angaben führe ich wie folgt aus:

1.
Ohne Kenntnis des näheren Sachverhalts kann ich nicht beurteilen, ob Ihre Haftpflichtversicherung Sie eventuell in Regress nehmen will. Dieses könnte unter anderem bei Vorsatztaten, Alkohol- oder Drogenmissbrauch der Fall sein. Angesichts der geltend gemachten Summe des Schadenersatzes bzw. des Schmerzensgeldes könnte die Versicherung sicherlich den Versuch der Regresssierung machen.

2.
Ihre Haftpflichtversicherung ist bedingungsgemäss verpflichtet im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung Ihnen einen Anwalt „zu stellen". Richtig halten Sie fest, dass dieses ein von der Versicherung ausgesuchter Anwalt ist, der sicherlich vorrangig die Interessen der Versicherung „im Auge haben wird". Wenn Anhaltspunkte zu dem unter Ziffer 1.) dargestellten Regress bestehen, ist ein eigener Anwalt sicherlich sinnvoll.
Die Kosten des gemeinsamen Anwalts übernimmt die Haftpflicht. Bei einem eigenen Anwalt würden Sie diesen selbst bezahlen müssen, auch im Fall des Obsiegens (also der Kläger verliert). Denn ob ein eigener Anwalt hier für Sie notwendig (und damit von der unterlegenen Partei zu erstatten wäre) wäre, ist so erst einmal zu verneinen, da ja die Haftpflicht für Sie kostenfrei einen Anwalt stellt. Auf der anderen Seite gilt: Wenn Sie sich einen eigenen Anwalt zur Wahrung Ihrer eigenen rechtlichen Interessen nehmen sollten (siehe Ziffer 1.), dann wären diese Kosten auch im Fall des Obsiegens von der Gegenseite zu erstatten, da notwendig.

3.
Da Sie schreiben, dass das LG Ihr persönliches Erscheinen zur Aufklärung des Sachverhalts angeordnet hat, müssen Sie dort auch erscheinen. Wenn es nur um die Durchführung des Gütetermins (Vergleichsverhandlungen) gehen sollte, genügt ein sogenannter „instruierter Vertreter" (meistens der eigenen Anwalt). Hier sollten Sie das Weitere mit dem gemeinsamen Anwalt absprechen.



Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung und basiert auf den Angaben aus Ihrer Frage. Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gern für Ergänzungen sowie gegebenenfalls für die weitere Interessenwahrnehmung im Rahmen einer Mandatierung zur Verfügung. Falls Sie mich beauftragen wollen, können Sie sich bitte zunächst per Email über dannheisser@rae-dpc.de kontaktieren. Gern gebe ich Ihnen dann auch die voraussichtlich anfallenden Gebühren auf.

Wenn Sie diese Antwort im Rahmen der Bewertung beurteilen, helfen Sie mit, dieses Portal transparenter und verständlicher zu gestalten.

Mit freundlichen Grüssen



gez. RA Dannheisser


Kai-Uwe Dannheisser
Rechtsanwalt

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