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Verkehrsordnungswidrigkeit 2 x mehr als 27 km zu schnell - mit Firmenwagen

21.03.2011 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Hallo liebe Anwälte,

große Probleme:

1.) bin am 01.03. auf der A6 geblitzt worden. Abzüglich der Toleranz von 5 km bin ich 27 km zu schnell gewesen (erlaubt waren 120 km) Heute am 21.03. kam der Zeugenfragebogen an die Firma - ist ein Firmenwagen den ich (ausschließlich) nutze. So blöd es sich anhört - auf dieser Autobahn gibt es kaum Raststätten und ich musste dringend auf die Toilette.
Wenn ich richtig informiert bin - 80 EURO + 3 Punkte. Das ist nicht das Problem

2.) am 10.03. bin ich morgens zwischen 6 und 6.30 Uhr zwischen München und Salzburg (keine Ahnung wo - ich meine es war 100 - zumindest habe ich das später auf einem weiteren Schild gesehen) nochmals geblitzt worden. Ich war auf dem Weg nach Graz zu meiner Tante - hinten saß´mein 9-jähriger Sohn - er hatte Probleme und hat nach mir gejammert - Fenster war ein Spalt offen - hab´es nicht richtig verstanden - wollte eh an der nächsten Tankstelle tanken - er hatte vorher geschlafen und ich hab irgendwie nicht aufgepasst - die Straßen waren total leer (Faschingsferien in BW und BY).
Ich schätze !!! das ích mind. 30, höchsten 40 km zu schnell war - hier habe ich noch keinerlei Info - ich sitze wie auf Kohlen !

3.) Bisher hatte ich 1 x als Ersttäter einen Monat Fahrverbot (war 2007) Dieser Eintrag müsste verjährt sein.

4.)im Juni 2010 habe ich Punkte kassiert und 100,-- Geldstrafe wegen zu dichtem Auffahrens (bei 145 km hatte ich wohl einen Abstand von 32 m)

Ansonsten - ich halte mich für einen besonnenen Autofahrer - wenn ich das Kind dabei habe sowieso - aber ich bin beruflich auch viel mit dem Auto unterwegs - wir wohnen auf dem Land - ich bin total auf den Führerschein angewiesen - was kann ich denn machen wenn die 2., noch ausstehende Geschichte kommt ? I

Ich bin mir sicher, dass es über 26 km zu schenll waren - ich bin in diesem Fall echt durcheinander...
Nicht los auf der Autobahn - war die Begrenzung auf 100 kmm ab 6 bis 19 Uhr ? Ich weiß´es nicht mehr - wegen meinem Kind kann ich nicht einmal genauere Angaben machen an welcher Stelle es konkret war - vermutlich Nähe Irschenberg. Anscheinend gibt es dort aber auch Kennzeichenerfassung oder so was.

Wenn dieses Vergehen auch noch kommt bin ich ja Wiederholungstäter innerhalb eines kurzen Zeitraums. Dabei bin ich wirklich kein notorischer Raser oder sowas - ich bin Mutter !

Was kann ich den tun um den Führerschein nicht zu verlieren ? Wie soll ich mich zum Zeugenfragebogen verhalten ? Mit dem Chef sprechen ? Sollen die das Foto abwarten ? Hab´ich irgendwelche Möglichkeiten das abzubiegen ?


Den aktuelle Zeugenfragebogen zur Verkehrsordnungswidrigkeit habe ich noch nicht beantwortet.

Bin total verzweifelt

Vielen Dank für Ihr schnelles Feedback

LG

Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



1.Was kann ich denn tun um den Führerschein nicht zu verlieren ?

Ihr schlechtes Bauchgefühl ist meiner Einschätzung nach leider berechtigt. Sofern Sie 2 mal innerhalb eines Jahres ( oder auch öfter) mit Geschwindigkeitsüberschreitungen von mehr als 25 km/h erfasst worden sind, droht Ihnen ein Fahrverbot von einem Monat sowie ein entsprechendes Bußgeld.

Von der Verhängung des Fahrverbots kann aber in Ausnahmefällen abgesehen werden.
Hier gibt es bereits relativ umfangreiche Rechtsprechung zu. Die Behauptung eine Geschwindigkeitsbegrenzung/Schild nicht gesehen zu haben beziehungsweise in Eile gewesen zu sein, genügt beispielsweise leider grundsätzlich nicht.

2.Wie soll ich mich zum Zeugenfragebogen verhalten ? Mit dem Chef sprechen ?

Sicherlich könnten Sie mit Ihrem Arbeitgeber sprechen, dieses wird Ihnen aber leider nicht viel helfen, da die Angelegenheit Sie als Verkehrsteilnehmerin betrifft.

Vor dem Hintergrund, dass hier ein Fahrverbot von einem Monat droht,sollten Sie keinesfalls den Zeugenfragebogen ausfüllen, bevor Sie mit einem Spezialisten zusammen den Sachverhalt abschließend erörtert und insbesondere Ihre Aussage abgestimmt haben.

Aus diesem Grund sollten Sie schnellstmöglich einen Fachanwalt für Verkehrsrecht vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen beauftragen.

Gegebenenfalls sollte der Kollege dann Akteneinsicht beantragen um zum Beispiel entscheiden zu können, gegebenenfalls eine der beiden Messungen anfechtbar ist.

Es kommt nämlich durchaus in der Praxis vor, dass nicht alle formellen Voraussetzungen eingehalten worden sind, so dass das Messergebnis im Einzelfall auch nicht verwertbar sein kann.
Dieses ist aber eine Einzelfallfrage.

3.Sollen die das Foto abwarten ? Hab´ich irgendwelche Möglichkeiten das abzubiegen ?

Die Fotos sollten Sie auf jeden Fall abwarten. Wenn Sie beispielsweise auf den Fotos überhaupt nicht zu erkennen sind, könnten sie allein aus diesem Umstand glimpflich aus der Angelegenheit herauskommen.

Im Ergebnis werden Sie meines Erachtens aber insbesondere vor dem Hintergrund des drohenden Fahrverbotes kaum darum herumkommen, einen im Verkehrsrecht tätigen Kollegen vor Ort zu beauftragen.



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und einen guten Wochenstart!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Fax.0471/140244

Nachfrage vom Fragesteller 21.03.2011 | 14:40

Hallo Herr Newerla,
vielen Dank für Ihre schnelle Rückinfo. So ganz kann ich die Infos nicht verwerten. Wenn wir / ich auf den Zeugefragebogen nicht reagiere - wie komme ich dann an die Fotos ? Müssen die angefordert werden ? Wenn ja - wer ? Es ging ja an die Firma. Kann man das rauszögern bis die zweite Geschichte kommt ?
Bekommt man die Toleranz noch um zwei km runter ?
Ich bin wirklich verwirrt - vor allem die zweite Geschichte. Die ist mir unerklärlich - vermutlich habe ich mich reflexmäßig umgedreht als das Kind rief und bin noch zusätzlich aufs Gas getreten - dazu weiß´ich original nichts mehr. Kann das nicht ein Moment-/Augenblickversagen oder so was sein ? Außerdem kenne ich die Strecke nicht - fuhr das letzte Mal vor 10 Jahren oder so.

Danke nochmals für die Info udn LG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.03.2011 | 15:27

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:


1.Wenn wir / ich auf den Zeugefragebogen nicht reagiere - wie komme ich dann an die Fotos ?

Ich hatte ja nicht geschrieben, dass sie überhaupt nicht auf den Fragebogen reagieren sollen beziehungsweise keine Aussage machen sollen, sondern dass Sie vorher bitte Ihre Aussage mit einem Fachanwalt für Verkehrsrecht vor Ort abstimmen möchten.

Spätestens wenn ihnen der Bußgeldbescheid zugestellt wird, erhalten Sie auch das Foto.

Auf anderem Wege kommen Sie an das Foto über eine Akteneinsicht durch einen Rechtsanwalt. Dieses möchte ich Ihnen auch wärmstens ans Herz legen. Anhand der Akteneinsicht und insbesondere des Fotos kann der Kollege dann beurteilen, welche Verteidigungsstrategie gewählt werden sollte.

Sollte beispielsweise das Foto zu undeutlich sein, sollte dieses herausgestellt werden und eine Täterschaft gegebenenfalls abgestritten werden.

Erst wenn diese Tatsachengrundlage geklärt ist,sollte wenn überhaupt der Befragungsbogen mithilfe des Kollegen ausgefüllt werden.



2.Müssen die angefordert werden ? Wenn ja - wer ? Es ging ja an die Firma. Kann man das rauszögern bis die zweite Geschichte kommt ?

Wie bereits ausgeführt werden Sie die Fotos früher oder später automatisch erhalten.

Wie bereits ausgeführt können Sie die Akte und somit auch die Fotos aber praktisch auch sofort über einen Rechtsanwalt anfordern lassen.

Zum herauszögern ist zu sagen,dass sie gegebenenfalls dadurch etwas Zeit gewinnen können, dass sie einen Rechtsanwalt beauftragen, der gegenüber der Behörde anzeigt, dass er sie vertritt und gegebenenfalls Fristverlängerung beantragt beziehungsweise anzeigt, dass er für die weitere Einarbeitung in den Fall und seine Stellungnahme eine gewisse Zeit benötigt.

Erfahrungsgemäß wird meistens in solchen Fällen eine gewisse Verlängerung gewährt.

3.Bekommt man die Toleranz noch um zwei km runter ?

Sofern das Messergebnis exakt war,lässt sich am Ergebnis nichts ändern.

Wie ich Ihnen aber bereits mitgeteilt hatte ist genau dieses ein Punkt, der durch einen erfahrenen Spezialisten vor Ort anhand einer Akteneinsicht überprüft werden muss (als ob das Messergebnis objektiv also genau und überhaupt verwertbar war).


4.Ich bin wirklich verwirrt - vor allem die zweite Geschichte. Die ist mir unerklärlich - vermutlich habe ich mich reflexmäßig umgedreht als das Kind rief und bin noch zusätzlich aufs Gas getreten - dazu weiß´ich original nichts mehr. Kann das nicht ein Moment-/Augenblickversagen oder so was sein ?


Dieses wird Ihnen leider nicht viel helfen. Ganz im Gegenteil, so sollten Sie nicht argumentieren, da dieses von der Behörde so gedeutet werden könnte, dass Sie sich relativ einfach vom Straßenverkehr ablenken lassen.

Im Ergebnis kann ich nur noch einmal betonen, dass Sie von sich aus keinesfalls eine Aussage machen sollten, bevor sie diese nicht nach durchgeführter Akteneinsicht mit einem Kollegen vor Ort abgestimmt haben.



Ich hoffe Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und alles Gute!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Fax.0471/140244

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