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Verkehrsdelikt Frankreich vermutlich von Gastfamilie untergeschoben

10.06.2021 11:33 |
Preis: 50,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


ich war letztes Jahr als Aupair in Montpellier, Frankreich. Das
Verhältnis zur Familie wurde immer problematischer - Lockdown,
schwierige Familienverhältnisse, immer an Aupairs abgeschobenes Kind,
die Grundhaltung, das Aupairs sehr billige Hilfskräfte mit unbegrenzent
Arbeitszeiten sein sollen. Ich habe zwar durchgehalten, aber von der
Familie kann ich auch jetzt nichts Gutes erwarten.

Nun habe ich einen Bescheid aus Frankreich erhalten, dass ich letztes Jahr am 28.07.2020 über eine
rote Ampel gefahren sei, 375 Euro. Das Auto musste ich regelmäßig für
Besorgungen fürs Kind fahren, es wurde aber, nach meiner Erinnerung
besonders gerade zum Zeitpunkt dieses Verstoßes, auch häufig von
Familienmitglieder benützt.

Ich bin mir sehr, aber halt nicht absolut sicher, dass ich nicht über
diese rote Ampel gefahren bin. Bemerkt hätte ich nichts, auch wäre der
angegebene Zeitpunkt aufgrund meiner Recherchen eher unwahrscheinlich.
Ich glaube ziemlich sicher, dass hier einfach der Versuch stattgefunden
hat, das Problem weiterzuschieben.

Das Schreiben, ausgestellt am 14.05.2021, habe ich am 07.06.2021 erhalten. Die
Adresse des Kuverts ist korrekt meine jetzige Studienadresse, das
Schreiben selbst trägt die Adresse

MME (hier korrekt mein Name)

20 LANDRATSANT

NULL BIBERACH

ALLEMAGNE

und ist in französisch. Es gibt an, dass mit Zahlung alle weiteren
Folgen eingestellt sind.

Wie kann ich mich verhalten. Die Zeit zu bezahlen wäre extrem knapp
(15.6.), der Betrag ist auch sehr hoch für mich, da ich von Bafög lebe,
ich hätte auch ein Gerechtigkeitsproblem. Kann ich so kurzfristig ein
Bild anfordern (Anforderung unterbricht ja die Verfristung wohl nicht)
ohne über die KFZ-Papiere zu verfügen, muss ich sofort Widerspruch
einlegen? Könnte der die Sache noch verteuern?

Ich werde in einiger Zeit ein Auslandssemeter in Frankreich absolvieren,
also kann ich mir nicht erlauben, in Frankreich ein Problem zu schaffen,
auch wenn ich in Deutschland klar käme. Auch bin ich noch in der
Führerschein-Probezeit.

Können Sie mir helfen?

10.06.2021 | 18:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich würde tatsächlich über ein Akteneinsichtsgesuch das Bild anfordern, sodass auch die Frist zur Äußerung und Zahlung dadurch verlängert wird, was möglich sein muss.
Quer durch die EU jedenfalls haben Sie Anspruch auf rechtliches Gehör und Anspruch auf effektiven Rechtsschutz und eine Verteidigung.

Gleichwohl ist EU-weit eine Vollstreckung des Bußgeldes möglich, was weitere Kosten auslösen würde. Aber in der Tat muss man erst einmal den Sachverhalt untersuchen, ob nicht doch eher ein Familienmitglied der französischen Familie gefahren war.

Sollten Sie keine Rechtschutzversicherung haben, hilft Ihnen gegebenenfalls der ADAC weiter, der auch gute Informationsangebote hat, was die Bußgelder in EU-Ländern von Deutschland betrifft.

nsbesondere gilt: Nach französischem Recht ist bei Verkehrsverstößen in der Regel der Fahrzeughalter für die Bezahlung von Geldbußen verantwortlich. Ist der Halter nicht selbst gefahren, kann er sich aber durch Benennung des tatsächlichen Fahrers aus der Haftung befreien.
Genau das könnte hier passiert sein, sodass ich auch Kontakt mit der Familie aufnehmen werde. Ich würde die direkt fragen, ob die Sie benannt haben. Zudem würde ich das gegenüber der französischen Behörde so äußern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

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