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Verkauftes Pferd wird nicht abgeholt

| 01.08.2011 10:17 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von


15:04
ich habe vor 3 Monaten ein Pferd verkauft. Es wurde ein Barpreis bei Übergabe in 1 Woche vereinbart. Der Käufer hat mit einigen Wochen Verzögerung ca 2/3 des Kaufpreises gezahlt, sich dann aber nicht mehr gemeldet. Das Pferd steht nach wie vor auf unserem Hof. Einstell-Futterkosten etc. zahlt der Käufer nicht (Schmied, Impfung, Wurmen sind demnächst dran). Frage: kann ich die entstehenden Kosten mit der Anzahlung verrechnen? Kann ich das Pferd weiterverkaufen? Auch zu einem niedrigeren Preis und die Differenz mit der Anzahlung verrechnen? In welcher Form, mit welchen Fristen muss ich mich an den Käufer wenden?
01.08.2011 | 11:04

Antwort

von


(140)
Saarlandstraße 62
44139 Dortmund
Tel: 0231 580 94 95
Web: http://www.rechtsanwalt-do.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Käufer ist gemäß § 433 BGB verpflichtet, den Kaufpreis zu zahlen und die „Kaufsache" dem Verkäufer abzunehmen.

Ist ein fester Termin zur Abnahme und Zahlung vereinbart, kommt der Käufer mit der Erfüllung der beiden Pflichten in Verzug, wenn er sie nicht zu dem Termin erfüllt, § 286 Absatz 2 Nr.2 BGB.

Wer im Verzug mit einer Leistung ist, muss den Schaden, der aufgrund der Verzögerung entstanden ist, ersetzen. Hätte der Käufer Ihnen das Pferd zum vereinbarten Zeitpunkt abgenommen, wären Sie nicht mit weiteren Fütterungskosten, Unterbringungskosten etc. belastet.

Wenn Sie dem Käufer (am besten schriftlich und nachweisbar) eine letzte Frist zur Zahlung und Abnahme setzen (10 Tage sollten genügen) und diese Frist läuft ergebnislos ab, können Sie von dem Kaufvertrag zurücktreten, § 323 BGB.

Dann können Sie das Pferd anderweitig verkaufen.
Einen Mindererlös können Sie ggf. vom (ersten) Käufer als Schadensersatz verlangen.

Sie sind dann zwar verpflichtet, den angezahlten Kaufpreis zurückzuerstatten, § 346 BGB. Sie können die Beträge jedoch grundsätzlich gegeneinander aufrechnen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick verschaffen konnte.

Die von mir erteilte Rechtsauskunft basiert ausschließlich auf Ihren Sachverhaltsangaben. Meine Antwort ist eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, so wie er von Ihnen geschildert wurde. Um eine ausführliche Begutachtung vorzunehmen, ist eine persönliche Beratung im Rahmen eines Mandats zwingend erforderlich. Es kann sich nämlich eine ganz andere rechtliche Beurteilung ergeben, wenn noch weitere Informationen hinzukommen oder andere weggelassen werden.


Mit besten Grüßen
Sebastian Belgardt


Kanzleianschrift:
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Nachfrage vom Fragesteller 01.08.2011 | 14:59

Vielen Dank,
sie schreiben:

"Wenn Sie dem Käufer (am besten schriftlich und nachweisbar) eine letzte Frist zur Zahlung und Abnahme setzen (10 Tage sollten genügen) und diese Frist läuft ergebnislos ab, können Sie von dem Kaufvertrag zurücktreten, § 323 BGB"

Bis wann muss ich dem Käufer die letzte Frist mitgeteilt haben? Kann ich das etwas hinauszögern, ich habe ja immerhin einen Teil der Summe, und wenn ich die mit meinen Kosten gegenrechnen darf....? Mein Wunsch ist ja nach wie vor der Verkauf.

Mit freundlichen Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.08.2011 | 15:04

Selbstverständlich müssen Sie nicht vom Verkauf zurücktreten. Das ist ein Recht und keine Pflicht. Sie können natürlich auch auf Abnahme und Zahlung bestehen und dies notfalls gerichtlich durchsetzen.
Ggf. macht es Sinn einen Rechtsanwalt mit der Vertretung zu beauftragen.
Die Kosten hierfür trägt die Gegenpartei, wenn sie sich im Verzug befindet.

Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Belgardt

Bewertung des Fragestellers 01.08.2011 | 16:05

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