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Verkaufsportal


21.03.2005 16:29 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,

bei einem Internet-Service den ich anbieten möchte, können Internet-Nutzer verschiedenste Artikel verkaufen. Der Verkauf kann erfolgen, sobald sich der Nutzer mit seiner Emailadresse (Überprüfung auf Erreichbarkeit erfolgt (Nutzer muß Link in Email als Bestätigung anklicken)) sowie seinem Namen, Adresse und Bankverbindung (Überprüfung erfolgt jeweils nicht) angemeldet hat.
Da die vom Verkäufer angebotenen Artikel beliebig oft verkauft werden können handelt es sich ja nicht mehr um Privatverkäufe.
Bin ich deshalb verpflichtet die Steuernummer und den Gewerbeschein von dem jeweiligen Verkäufer einzufordern, bevor dieser seine Artikel über mein Portal verkaufen kann, oder reicht es in meinen AGB darauf hinzuweisen, das Nutzer meines Internet-Services für die korrekte Abführung von Steuern ans Finanzamt selbstverantwortlich sind ?

Vielen Dank im vorraus.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Gewerbetreibende ist selbst anzeigepflichtig. Auch ist er dazu verpflichte, seine Einkünfte ordnungsgemäß zu versteuern.

Da Ihre Seite lediglich als Verkaufsplattform dient, könnte für Sie nur unter dem Gesichtspunkt der Verhinderung von Schwarzarbeit eine Veranlassung bestehen, gewerbliche Mitlieder nur bei Vorlage eines Gewerbescheins und Angabe der Steuernummer zuzulassen.

Eine Rechtspflicht dazu kann ich jedoch nicht feststellen.

Insbesondere obliegt es auch nicht Ihnen zwischen privaten und gewerblichen Nutzern zu unterscheiden, denn dazu kommt es auf den Umfang der Verkäufe und den damit erzielten Umsatz an, den Sie bei Anmeldung in der Regel nicht kennen werden. Auch ein privater Nutzer, der sich bei Ihnen ja offenbar auch anmelden kann, kann so im Laufe seiner "Verkäufer-Karriere" für das Finanzamt zum Gewerbetreibenden werden.

Sie werden sich deshalb den Gewerbeschein nicht vorlegen lassen müssen; allerdings empfiehlt es sich, um mögliche "schwarze Schafe" vorab außen vor zu halten.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


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