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Verkauf von geerbten Ackerland

| 14.02.2018 10:27 |
Preis: 49,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Die Entnahme eines Grundstücks ins Privatvermögen ist Erwerbsvorgang im Sinne von § 23 EStG. Der Erbe bekommt bei der Spekulationsfrist die Zeiten seit dem Erwerb durch den Erblasser zugerechnet.

Hallo,
Meine Frage bezieht sich auf den anstehenden Verkauf von Ackerland bei einem Notar. Meine Frage ist: Muss ich Steuern bezahlen und wird der Verkauf als Einkommen angesehen??
Zu meinem Fall:
Die Felder wurden von uns geerbt (Erbengemeinschaft) und das ist mittlerweile 5 Jahre her. Ich bin eine Privatperson und habe keinen Betrieb. Die Felder sind derzeit verpachtet. Der Käufer übernimmt den laufenden Pachtvertrag und zahlt die Grunderwerbssteuer alleine. Die Felder waren seit etwa 40 Jahren im Besitz meiner Grossmutter und die Felder wurden in den 1980er Jahren aus dem Betriebsvermögen entnommen und sind ins Privatvermögen übergegangen. Sollte das mit dem Privatvermögen eine Rolle spielen, an welcher Stelle bekomme ich darüber Auskunft als Beweis das es sich seit vielen Jahren im Privatbeseitz befindet?

Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Nach Ihren Angaben müssen Sie hier keine Einkommenssteuer wegen privater Spekulationsgewinne nach § 23 Einkommensteuergesetz zahlen.

Die Erbschaft als solche ist dabei kein Problem. Als Erwerb im Sinne des Gesetzes gilt nämlich nur ein entgeltlicher Erwerb, Wie sich aus § 23 Abs. 1 Satz 1 EStG ergibt. Als Erbe bekommen Sie auch die Zeiten seit dem Erwerb durch den Erblasser angerechnet.

Der letzte entgeltliche Erwerbsvorgang, auf den es hier ankommt, ist dabei der Übergang ins Privatvermögen der Großmutter in den achtziger Jahren. Dies ergibt sich aus § 23 Abs. 1 Satz 2 EStG , wonach der Übergang ins Privatvermögen durch Entnahme oder Betriebsaufgabe als Erwerbsvorgang zählt.

Ansicht dürfte das kein Problem sein, weil nämlich das Finanzamt das Grundstück seit diesem Zeitpunkt als Privatvermögen führt. Die Entnahme des Grundstücks oder Betriebsaufgabe müsste dem Finanzamt damals durch die Großmutter auch angezeigt worden sein. Insofern müsste man im Falle eines Falles in den Steuerakten der Großmutter oder bei deren Steuerberater nachfragen. Allerdings rechne ich hier eher nicht mit Problemen, weil das Grundstück auch in den letzten Jahren bei der Finanzbehörde durchgängig als Privatvermögen geführt wurde. Geben Sie das also zunächst einmal bei der Einkommensteuererklärung so an.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 16.02.2018 | 07:54

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