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Verkauf von Produkten an eigenen Arbeitgeber

25.11.2019 10:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Gutem Tag,
ich arbeite an einer Universität und habe zur gleichen Zeit eine kleine Firma. Mein Arbeitgeber weiss natürlich von meiner Firma und meine Name ist in meinem Firmennamen etc.
Nun wollen wir für meine Arbeit in der Uni ein paar Ersatzteile für wissenschaftliche Geräte kaufen. Beim Hersteller sind diese sehr teuer (ca. 30'000EUR). Ich habe diese Teile jedoch bei Auktionen für ca. 1000EUR gefunden. Die Uni kann diese leider nicht direkt kaufen da diese ohne Garantie angeboten werden und zum Erwerb auch direkt per Kreditkarte bezahlt werden müssen. Bei der Uni gibt es die Richtlinie das die Artikel erst bezahlt werden können nachdem sie geliefert wurden. Die Verkäufer in den Auktionen haben diese Art der Zahlungsweise abgelehnt.
Nun meine Fragen
Kann ich, im Namen meiner eigenen Firma die Artikel kaufen und der Uni anschliessend auf Rechnung wieder verkaufen? Ich würde die eigentlich Bestellung nicht selbst auslösen sondern meine Vorgesetzte.

Ist es rechtlich gesehen legal wenn ich hierbei ein wenig Gewinn mache?

Vor einiger Zeit haben wir so etwas schon einmal gemacht. Ich habe einen Artikel für ca. 4000EUR gekauft und habe ihn dann an meinen Arbeitgeber weiter verkauft, allerdings eigentlich ohne hierbei Gewinn zu machen. Anschliessend habe ich mit dem Verkäufer von Ebay jedoch einen Preisnachlass von 2000EUR ausgehandelt und diese von Ihm erstattet bekommen. Diesen im Nachhinein vereinbarten Preisnachlass habe ich jedoch nicht an meinen Arbeitgeber weiter gegeben, wodurch ich also unplanmässig also doch etwas Gewinn gemacht habe.
Ich habe eine offizielle Bestellung für das Produkt von meiner Vorgesetzten erhalten und Ihr eine offizielle Rechnung geschickt.

Ist es rechtlich gesehen legal den Preisnachlass welchen ich bekommen habe nicht meinen Arbeitgeber weiterzugeben?

25.11.2019 | 12:11

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Grundsätzlich können Sie Sachen an Ihren Arbeitgeber, auch mit Gewinn verkaufen. Ich empfehle dahingehend Transparenz gegenüber dem Arbeitgeber, auch bzgl. eines eventuellen Gewinns, diese Transparenz haben Sie auch schon selbst hergestellt.

Diesen Gewinn müssen Sie natürlich, im Rahmen der Steuererklärung Ihrer eigenen Firma, angeben und versteuern.

Allerdings könnte es ein Problem geben, wenn das Finanzamt bzw. die Deutsche Rentenversicherung im Rahmen einer Betriebsprüfung zu dem Schluss kommen, dass der Gewinn Ihrer nichtselbstständigen Tätigkeit (Angestelltentätigkeit) zuzuordnen ist, dann würden darauf SV-Beiträge und Lohnsteuer anfallen.

Daher ist es eigentlich zu empfehlen, dass Sie die Geräte, ohne Gewinn an die Uni verkaufen. Sie können diese Tatsache „offensiv kommunizieren" um vielleicht in Zukunft einen Vorteil zu erzielen.


Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, bei eventuellen Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


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