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Verkauf von Kunstgegenständen versteuern?

| 17.07.2011 22:28 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban


Sehr geehrte Damen und Herren,

vor ca. 5 Jahren kaufte ich aus einer Sammlung diverse Kunstgegenstände im Wert von ca. 120 T€.

Diese Kunstgegenstände sind in meinem Privatbesitz.
Durch einen finanziellen Engpass muss ich diese Kunstgegenstände verkaufen oder versteigern lassen.

Nach Überprüfung durch einen bekannten Kunstauktionator würden diese Objekte bei einer Auktion einen Wert von ca. 70 T€ erbringen.

Kann oder muss ich diese Verluste/Gewinne bei meiner Einkommensteuererklärung versteuern, ähnlich wie Grundbesitz/Aktien oder ähnliches?

Im vorab vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben dieser Plattform.

1. Kunstgegenstände gehören zu den Sachen, die in den Anwendungsbereich des § 23 EStG fallen. Ich gehe davon aus, dass Sie nicht als Händler in den letzten Jahren auftraten, sondern die Kunstgegenstände als Sammler erwarben.

"Gegenstände des täglichen Gebrauchs" zählen nicht dazu (Möbel, Bücher etc, streitig schon bei Pkw).

Grundsätzlich kann sowohl ein Gewinn als auch ein Verlust sich steuerlich auswirken.

Allerdings schreibt das Gesetz vor, dass nur solche An- und Verkäufe steuerlich von Bedeutung sind, die innerhalb eines Jahres einen Gewinn oder Verlust mit sich bringen.

In Ihrem Fall liegt zwischen Anschaffung und Verkauf ein Zeitraum von fünf Jahren, der Verkauf ist steuerlich nicht von Bedeutung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen, für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung,

mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin


§ 23 Private Veräußerungsgeschäfte
(1) 1Private Veräußerungsgeschäfte (§ 22 Nummer 2) sind

1.
Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken und Rechten, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen (z. B. Erbbaurecht, Mineralgewinnungsrecht), bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt. 2Gebäude und Außenanlagen sind einzubeziehen, soweit sie innerhalb dieses Zeitraums errichtet, ausgebaut oder erweitert werden; dies gilt entsprechend für Gebäudeteile, die selbständige unbewegliche Wirtschaftsgüter sind, sowie für Eigentumswohnungen und im Teileigentum stehende Räume. 3Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden;
2.
Veräußerungsgeschäfte bei anderen Wirtschaftsgütern, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt. 2Ausgenommen sind Veräußerungen von Gegenständen des täglichen Gebrauchs. 3Bei Wirtschaftsgütern im Sinne von Satz 1, aus deren Nutzung als Einkunftsquelle zumindest in einem Kalenderjahr Einkünfte erzielt werden, erhöht sich der Zeitraum auf zehn Jahre.

Nachfrage vom Fragesteller 18.07.2011 | 17:31

Sehr geehrte Frau Zerban,

vielen Dank für Ihre Antwort, ich habe noch eine Nachfrage.

Sie teilen mit „grundsätzlich kann sowohl ein Gewinn als auch ein Verlust sich steuerlich auswirken".

Kann ich Gewinn aus dem Verkauf von einer Immobilie (Kauf/Verkauf innerhalb von 10 Jahre) eventuellen Verlust aus z. B. mit Kunst verrechnen, vorausgesetzt, dass die Kunst (Kauf/Verkauf) innerhalb eines Jahres erfolgt ist.

Innerhalb eines Jahres bedeutet doch wohl 12 Monate und nicht Kalenderjahr, auch wenn üdies ber den 31.12. geht.

Ich wohne in der Nähe von Köln, kann ich Sie ggf. bzgl. meiner steuerlichen Belange ansprechen, nach entsprechend vorheriger Honorarabstimmung.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.07.2011 | 18:06

Sehr geehrter Fragesteller,

ich nehme hier gerne weiter Stellung.

Sie können auch den Gewinn aus dem Verkauf von einer Immobilie (Kauf/Verkauf innerhalb von 10 Jahre) mit einem eventuellen Verlust aus z. B. mit Kunst verrechnen, vorausgesetzt, dass die Kunst (Kauf/Verkauf) innerhalb eines Jahres erfolgt ist.

Kaufen Sie und verkaufen Sie regelmäßig Kunstgegenstände, so kann auch eine Tätigkeit gewerblicher Art vorliegen, dann greift § 23 EStG nicht mehr, sondern Sie unterliegen der
Vorschrift des § 15 EStG.

Ja, die Jahresfrist ist nicht an das Kalenderjahr gebunden.

Sie können mich gerne unter meine Mail-Adresse anschreiben oder mich anrufen,

mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

Bewertung des Fragestellers 18.07.2011 | 19:03

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