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Verkauf von GBR ohne Absprache

11.09.2018 19:27 |
Preis: 25,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


17:47
Person A und B gründen eine GBR.

Das Geschäft läuft nicht sehr gut, es gibt sehr wenig Kommunikation (wohnen weit voneinander entfernt) zwischen A und B.

A ist der Meinung, dass B seine Pflichten nicht erfülle, so wie sie im Gesellschaftervertrag festgehalten wurden.

A entschließt sich, die GBR (Markenname, Internetseite, etc...) zu verkaufen (Wert: 10.000 EUR), ohne B darüber zu informieren. A begründet den Verkauf damit, dass offene Rechnungen durch den Verkaufserlös gedeckt wurden mussten.

Es ergeben sich drei Fragen:

1.) War A angesichts der Umstände (offene Rechnungen, nicht erfüllte Pflichten) berechtigt die GBR ohne Absprache zu verkaufen?
2.) B behauptet der Verkaufsvertrag zwischen A und dem Nachkäufer sei ungültig, weil B nicht unterschrieben habe. Ist das korrekt?
3.) Welche Ansprüche kann B gegenüber A oder dem Nachkäufer geltend machen?
Eingrenzung vom Fragesteller
11.09.2018 | 19:34
11.09.2018 | 20:17

Antwort

von


(376)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
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Tel: 0170/4669331
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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1./2. Der Verkauf einer GbR ist nur bei Zustimmung aller Gesellschafter möglich. Ihre Auffassung ist daher korrekt.

Der Verkauf einzelner Rechte der GbR durch einen Geschäftsführer ist zulässig, wenn der Gesellschaftszweck dadurch nicht gefährdet wird.

Wenn A also durch Gesellschaftsbeschluß die Geschäftsführung innehat, darf er grundsätzlich Rechtsgeschäfte für die GbR abschließen.

Dadurch darf er allerdings die Gesellschaft nicht schädigen.

3. Wenn A durch den Verkauf der Rechte der GbR die Gesellschaft geschädigt hat, hat B einen Schadensersatzanspruch gegen A.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 23.09.2018 | 09:14

Guten Tag Herr Vasel,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Punkt 3 sehe ich nicht ganz beantwortet. Würden Sie bitte genauer auf die Gültigkeit des Kaufvertrages zwischen A und dem Nachfolger eingehen?

Gerne hätte ich ergänzend eine grobe Handlungs-Empfehlung von Ihnen:

1.) Welcher "Tatbestand" wäre laut meiner Beschreibung erfüllt, bzw. wie genau gehe ich dagegen vor? Kann ich Anzeige erstatten? Wenn ja, was genau zeige ich an?

2.) Was wäre die Konsequenz meines Vorgehens? Wird der Kaufvertrag zwischen A und dem Käufer als ungültig erklärt und das Geschäft Rückabgewickelt (besonders im Hinblick darauf, dass der Verkauf bereits viele Monate zurückliegt)? Oder wird der Nachfolger Halter von 50% der GbR und ich erhalte Zugriff auf meine restlichen 50%?

Danke und viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.09.2018 | 17:47

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

leider haben Sie nicht angegeben, ob A Geschäftsführer war.

Wenn dies der Fall war, ist der Kaufvertrag über einzelne Rechte der GbR gültig. Sie haben einen Schadensersatzanspruch gegen A, wenn die GbR durch den Kaufvertrag geschädigt wurde.

Wenn A nicht Geschäftsführer war, wäre der Kaufvertrag nur gültig, wenn Sie ihn genehmigen. Tun Sie dies nicht, wäre der Vertrag unwirksam und müßte rückabgewickelt werden.

Die kostenlose Nachfrage beschränkt sich auf Verständnisfragen und ist nicht dazu gedacht, „ergänzende grobe Handlungsempfehlungen" zu erbitten.

Die Handlungsempfehlung hinge darüberhinaus davon ab,

1. ob A Geschäftsführer ist,
2. was genau verkauft wurde,
3. welcher Schaden der GbR entstanden ist.

Gern können Sie mir diese Informationen noch per e-mail (anwalt@ra-vasel.de) zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

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