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Verkauf von DJ Mix-CD


10.05.2007 00:49 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo!
Ich plane mich in Zukunft selbstständig zu machen.
Möchte einen Internetshop aufmachen wo ich dann CD-Alben, T-Shirts, etc. verkaufe. Alles rund um das Thema Hip Hop.

Zur Verständniss:
In Hip Hop-Kreisen ist es seit Jahrenzehnten Gang und Gebe, dass Diskjockeys lieder zusammenmixen (auf so genannten Mixtapes / Mix-Cds) und diese zu promotionzwecken herausgeben.

In Amerika ist ein wahrer Boom daraus geworden und alle bekannten DJs VERKAUFEN nun ihre CDs auf den Straßen, in Läden und Internetshops.

Auf diesen CDs mixt der DJ lieder von bekannten Rappern und Sängern (Majorlabels, Indipendentlabels und unsigned).
Diese Musik bekommen die DJs entweder von den jeweiligen Labels oder von den Artists selbst.

CDs werden folgendermaßen veröffentlich (Erscheinungsbild):
Silber-Rohling, Thermaltransfer bedruckt, High Quality/Glossy CoverCard, Slim-Case-Hülle, nicht eingeschweißt



Da ich diese Mix-CDs auch in mein Programm mit aufnehmen möchte ist nun meine Frage:

- Darf ich diese Mix-CD(US-Importe)überhaupt verkaufen?
- Mache ich mich strafbar, falls der Künstler bzw. DJ rechtlich nicht alles geregelt hat? ("GEMA", Lizenzen, etc.)
- Gibt es eine Möglichkeit mich abzusichern vor evtl. Urheberrechtsverletzungen der CDs.

Es muss doch eine Regelung geben, unter der ich diese Mix-CDs verkaufen kann!?
Fast jeder Hip Hop Onlineshop hat diese CDs im Programm!

Beispiele:
www.hiphopvinyl.de
www.hiphop-dojo.de
www.mzee.com
und sehr viele mehr.

Sorry ich weiß nicht ob ich diese Links schreiben darf, aber ich möchte sicher gehenm dass Sie wissen was ich meine.


Habe in den AGB´s von manchen Shop gelesen:

"Jede von uns angebote Mixtape CD dient ausschließlich der Promotion (Werbezwecken). Der von Ihnen entrichtete Kaufpreis bezieht sich auf das Slimcase sowie das Artwork. Die Musik auf der CD ist Gratis und dient ausschließlich der Promotion des jeweiligen Künstler/s sowie deren Labels."

- Schützt mich das??

Hoffe auf eine aufklärende Antwort!!

Gruß
Tapeman
10.05.2007 | 01:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Wenn Sie sich von dem DJ schriftlich geben lassen, dass er die Einwilligung der jeweiligen Urheber hat, sind Sie urheberrechtlich auf der sicheren Seite und können die CDs verkaufen.

Jedoch müssen Sie die Verkäufe gegebenenfalls der GEMA melden. Meines Erachtens stellt die zitierte AGB-Klausel einen (riskanten) Versuch dar, die GEMA zu umgehen.
Können Sie vielleicht kurz mitteilen, welcher Preis für diese Promotion-Hüllen mit Gratis-CDs verlangt wird?

Ich rege an, einen örtlichen Kollegen Ihres Vertrauens hinzuzuziehen, der Ihnen wasserdichte Verträge und Vermarktungskonzepte entwirft.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Nachfrage vom Fragesteller 10.05.2007 | 01:13

Diese Promotion-Hüllen mit Gratis-CDs werden im schnitt von 5-7 Euro verkauft. Wenn man die herstellung der CDs, Cover, Hüllen und den Import bedenkt, ist das schon sehr günstig.

Ist es unbedingt nötig mir alles schriftlich geben zu lassen?
Ist evtl. eine entsprechende e-mail des DJs auch akzeptabel?

MUSS ich diese verkäufe der GEMA melden? da die Cds ja in den USA hergestellt werden.

Danke schonmal für die schnell 1. Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.05.2007 | 14:38

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie etwas papierschriftlich haben, das die eigene Unterschrift des Versichernden trägt, können Sie das jederzeit vorzeigen und alle anderen werden ein ziemliches Problem haben, das wegzuargumentieren.

Bei Emails ist diese Wirkung nicht so stark. Dementsprechend müssen Sie nicht, Sie sollten aber.

Sie müssen auch die Verkäufe ausländischer CDs der GEMA melden.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

ANTWORT VON

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