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Verkauf unbebauter Grundstücksteil 7 Jahre nach Erwerb

25.04.2013 10:18 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle


Zusammenfassung: Grundstücksverkauf als privates Veräußerungsgeschäft unterliegt einer Frist von 10 Jahren § 23 EStG

Sehr geehrte Damen und Herren,

können Sie mir bitte die Frage beantworten, wie ein vor 7 Jahren erworbenes Grundstück (1000qm), von dem nun eine geteiltes, unbebautes Flurstück (400qm) verkauft werden soll, beim Verkauf besteuert wird?

Hintergrund der Frage:
Das Gesamtgrundstück (Flurstück A) wurde vor 7 Jahren als unbebautes Gartenland zum Preis von 60.000€ gekauft, mittlerweile ist der größere Grundstücksteil (Flurstück A1, 600qm) mit einem EFH bebaut, und das kleinere Flurstück A2, welches gerade durch Teilung entsteht, soll als unbebautes Grundstück zum Baulandpreis (aktuell 300€) verkauft werden.

Welcher Betrag müsste hier ggf. versteuert werden und wie hoch würde die Besteuerung ausfallen?

Vielen Dank für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Fragestellender

Einsatz editiert am 25.04.2013 13:43:50

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die eingestellte Frage. Diese möchte ich aufgrund ihrer Sachverhaltsangaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes, mit dem Sie lediglich eine allgemein gehaltene Stellungnahme ohne detaillierte Ausführungen gewählt haben, wie folgt beantworten.

Vorliegend handelt es sich um ein sog. Privates Veräußerungsgeschäft, welches in Bezug auf Grundstücke den Regelungen des § 23 Abs. Nr. 1 EStG unterfällt.
Hier gilt eine Frist von 10 Jahren, soweit nach Satz 3 dieser Vorschrift lediglich Wirtschaftsgüter, die ….. zu EIGENEN WOHNZWECKEN genutzt wurden (vgl. http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__23.html ).

Da das entstehende Flurstück A2 (400 qm) nicht zu eigenen Wohnzwecken genutzt wird/wurde, ist der veräußerte Teil im Rahmen eines privaten Veräußerungsgeschäfts zu versteuern, es sei denn, der Veräußerungsgewinn beträgt weniger als 512,00 € (§ 23 Abs. 3 Satz 6 EStG).
Dabei handelt es sich um sonstige Einkünfte nach § 2 Abs. 1 S. 1 Nr. 7 und ist damit der normalen Einkommenssteuer zu unterziehen. Hierbei richten sich Steuersatz und letztlich zu entrichtenden Einkommens/Lohnsteuer nach Ihren persönlichen Verhältnissen.
Ein genauer Betrag kann daher hier nicht angeboten werden, weil auch die weiteren 6 Einkunftsarten mit ggf. positiven und negativen Einkünften zu berücksichtigen sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.04.2013 | 14:29

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Wehle,

vielen Dank für Ihre Auskunft, die mir sehr weiterhilft.

Das neu entstehende Flurstück A2 wurde bisher sehr wohl zu eigenen Wohnzwecken - nämlich als Nutz- und Spielgarten im Flurstück A im Zusammenhang mit dem EFH genutzt.

Und alleine durch die Flurstücksteilung erfährt es keine andere Nutzungsart als die zu eigenen Wohnzwecken, oder liege ich da falsch?

Vielen Dank für Ihre einmalige ergänzende Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Fragestellender

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.04.2013 | 18:28

Sehr geehrter Fragesteller,

ich befürchte Ihnen hier keine weiterführenden nützlichen Informationen geben zu können. Der von Ihnen umschriebene Fall der Grundstücksteilung wird offensichtlich in der kommentierenden Literatur völlig außen vor gelassen. Es scheint als ob ein solcher Fall nicht vorkomme, was ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen kann.

Einzig ein Urteil des BFH v. 25.05.2011 - IX R 48/10 in einem ähnlichen Sachverhalt könnte ggf. weiterhelfen. Hier ging es um ein weiteres (2.) Grundstück, dass bis zum Verkauf als Garten diente. Hier lehnte der BFH die Privilegierung nach § 23 Abs. 3 EStG ab.

Ein Fall mit einer Flurstücksteilung war leider nicht ausfindig zu machen. Ggf. kann aber dem o.g. Urteil des Bundesfinanzhofes eine für Sie hilfreiche Argumentation entnommen werden.
Sie finden dies unter http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=24520
die Entscheidung der Vorinstanz finden Sie unter https://dl.dropboxusercontent.com/u/96144877/166759_tex.pdf

Es wird hier entscheidend auf Ihre Argumentation ankommen, um in den Genuss der Privilegierung zu gelangen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen/Düsseldorf

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