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Verkauf nach anteiligem Hausbesitz


| 01.06.2007 10:51 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Vor ca. einem Jahr haben meine damalige Lebenspartnerin und ich (nicht verheiratet) ein Haus gekauft. Die Anteile sind 4/5 bei Ihr 1/5 bei mir und auch im Grundbuch eingetragen.Das Haus wird nun verkauft womit auch beide einverstanden sind.Das Haus wird nunmehr seit 6 Wochen von uns privat angeboten. Sie zieht in 6 Wochen aus , ich habe vor, bis das Haus verkauft ist in dem Haus in meinen beiden Zimmern wohnen zu bleiben.
Frage 1: Wäre sie berechtigt, für den Zeitraum in dem ich alleine in dem Haus wohne,Miete zu verlangen?
Oder ist es rechtens daß ich bis zum Verkauf wohnen bleiben darf?Mein Fünftel habe ich per Kredit finanziert und ich will mir eine zusätzliche Miete ersparen.
Frage 2:
Kann ich einen Privat Verkauf nach Ihrem Wegzug verweigern und ein Makler verlangen?
Mit freundlichen Grüßen Buhse

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt Stellung nehme:

Auf das Miteigentumsverhältnis zwischen Ihnen und Ihrer ehemaligen Lebensgefährtin finden die Bestimmungen der §§ 741 ff. BGB Anwendung. Nach § 745 Abs. 2 BGB kann jeder Teilhaber, sofern nicht die Verwaltung und Benutzung durch Vereinbarung oder durch Mehrheitsbeschluss geregelt ist, eine dem Interesse aller Teilhaber nach billigem Ermessen entsprechende Verwaltung und Benutzung verlangen. Allein die Nutzung des Miteigentums durch nur einen Teilhaber ohne eine Reglung führt noch nicht zu einem Entschädigungsanspruch des anderen Teilhabers (vgl. BGH NJW 1998, 372; NJW-RR 2005, 1200). Der jeweilige Teilhaber kann jedoch eine Regelung von Entgelt und Lastenverteilung verlangen. Ihre ehemalige Lebensgefährtin wird daher nach ihrem Auszug von Ihnen eine Nutzungsentschädigung verlangen können. Erst ab dem Zeitpunkt des ernsthaften Entschädigungsverlangens werden Sie eine Zahlung leisten müssen, nicht jedoch rückwirkend. Als Obergrenze wird die verkehrsübliche Miete anzusehen sein, wobei sich Ihre ehemalige Lebensgefährtin allerdings die Kosten und Lasten, die Sie während der alleinigen Nutzung des Hauses zu tragen haben, anrechnen lassen muss.

Weiterhin werden Sie keinen Anspruch darauf haben, dass der Verkauf des gemeinschaftlichen Hauses durch einen Makler erfolgt. Können Sie sich mit Ihrer ehemaligen Lebensgefährtin nicht über die Durchführung des Verkaufs einigen, muss gegebenenfalls eine Teilungsversteigerung durchgeführt werden. Abgesehen von den Kosten eines Versteigerungsverfahrens wird bei dem freihändigen Verkauf in der Regel ein deutlich höherer Erlös erzielt. Sie sollten daher versuchen, sich mit Ihrer ehemaligen Lebensgefährtin über die Bedingungen des freihändigen Verkaufs zu einigen.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 01.06.2007 | 23:08

Vielen Dank für Ihre Auskunft!!
Ich vertsehe die Formulierung "Zeitpunkt des ernsthaften Entschädigungsverlangens "so, daß erst wenn sie explizit eine Entschädigung fordert, ich auch zahlen muss. Versäumt sie dies, müsste ich auch nichts zahlen.
Mit freundlichen Grüßen Buhse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.06.2007 | 00:03

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben meine Ausführungen dahingehend richtig verstanden, dass Sie erst ab dem Zeitpunkt eine Nutzungsentschädigung zahlen müssen, ab dem Ihre ehemalige Lebensgefährtin eine solche ernsthaft fordert, wenn im Übrigen keine Vereinbarung zwischen ihnen getroffen wurde. Würde Ihre ehemalige Lebensgefährtin beispielsweise erst im August ´07 eine Nutzungsentschädigung geltend machen, kann sie auch nur ab diesem Zeitpunbkt eine Zahlung verlangen, vorausgesetzt Sie bewohnen das Haus noch.

Mit freundlichen Grüßen
RA Petry-Berger

Bewertung des Fragestellers |


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